Frage von uwotmait, 330

Mit 140Kg Fahrrad fahren?

Hallo, ich habe extremes Übergewicht jedoch habe ich schon seit längerem Lust endlich mal wieder etwas Sport zu machen, schwimmen ist mir aber zu peinlich und normales Gehen ist mir ziemlich langweilig, deshalb wollte ich mal wieder Fahrrad fahren. Jedoch ist mein Fahrrad schon etwas älter und ich finde die Gebrauchsanweisung mit der maximalen Rahmenbelastbarkeit nicht. Meint ihr so ein normales Fahrrad, also kein Rennrad hält mein Gewicht noch aus?

Antwort
von Schnoofy, 234

Auf alle Fälle erst einmal meinen Glückwunsch zu Deiner Entscheidung.

Wenn Dein Fahrrad schon ein etwas älteres Modell ist und nicht unbedingt ein Billigexemplar aus dem Supermarkt hast Du zumindest Chancen, dass das gute Stück die Beanspruchung aushält. Ob das von Dauer ist wird sich zeigen.

Solltest Du Spaß am Radfahren finden würde ich mir an Deiner Stelle aber ein neues Fahrrad zulegen. Im Fachhandel findest Du sicher auch welche mit einem verstärkten Rahmen.

Kommentar von uwotmait ,

Okay, danke. Weißt du denn, wieviel so welche Fahrräder mit einem extra stabilen Rahmen kosten?

Kommentar von Schnoofy ,

Nein leider nicht, ich bin immer mit den abgelegten Rädern meines Nachwuchses unterwegs.

Antwort
von volker79, 210

Erst mal zu den gesundheitlichen Aspekten, ja durchaus empfehlenswert. Dei Belastung auf de Gelenke ist gering, der sportliche Effekt ist gut. Damit kannst du einen guten Beitrag dazu leisten, Ausdauer zu bekommen und abzunehmen ohne dabei deine Gesundheit anderweitig (Gelenke) zu belasten. Definitiv ist Rad, genauso wie schwimmen, dein Sport.

Der Rahmen sollte das aushalten. Pass auf, dass du keien unnötigen Schnick Schnack hast. Federgabeln sind weniger solide und für so ein Gewicht definitiv nicht ausgelegt.

Auch solltest du nicht unbedingt durch zu tiefe Schlaglöcher oder über Bordsteine fahren, die Belastung ist für den Rahmen bei dir natürlich höher, als bei einem Leichtgewicht, und selbst bei denen tut das dem Rad nur bedingt gut.

Was nicht schaden kann, ist regelmäßig da Fahrrad checken zu lassen, wenn du eine ausgeleierte Kette (das hat jeder Radfahrer) regelmäßig tauschst, beugt das teuren Überraschungen wie abgelaufenen Ritzel vor (gerade bei Kettenschaltungen, wo du dann mit gedehnter Kette und abgelaufenen Ritzeln irgendwann auch merkst, dass sie nicht mehr sauber schaltet). Und die Räder regelmäßig neu zu zentrieren, ist auch vorteilhaft, bevor Speichen und Felgen schaden nehmen (gilt auch für jeden Radfahrer, aber bei dir ist die Belastung natürlich noch höher). Falls du mal den Radsatz erneuen lassen musst, z.B. weil die Bremsflanken abgelaufen sind oder die "Acht", also das "Eiern" des Rades zu groß ist und nicht mehr zentriert werden kann, Hohlkammerfelgen halten mehr aus, als die normalen U-förmigen.

Alte Räder sind oft kein Nachteil, sie haben meist noch im Gegensatz zu neuen Alu-Rädern einen Stahlrahmen der tendenziell, im guten Erhaltungszustand, noch mehr aushält.

Auch wenn die Hersteller meist 110 oder 120kg angeben, ich kenne selbst so ein Kaliber wie dich und der hat ein 30 Jahre altes Rad bislang ohne Probleme. Die Prüfungen sind meist mit so viel Toleranz ausgelegt, dass sie einen Worst Case Fall und eine Mindest-Maximalbelastung angeben. In der Regel (versprechen kann man nichts, wenn du das eine von hundert Mindest-Maximal-Modelle hast, wirst du das merken) ist die Belastbarkeit ungleich höher und die Räder halten das locker aus.

Antwort
von treppensteiger, 184

Nimm einen MTB-Stahlrahmen eines namhaften Hersteller, (Scott, Univega, Gaint, Specialized, GT o.ä. der 90-er) als Grundlage,, dazu breite Hohlkammerfelgen mit 36 Speichen und vernünftigen Naben ab LX-Qualität aufwärts. Gabel entweder gleich starr (leichter) oder mit Stahlfederung- am Wartungsunproblematischsten. Bei Lenker und Vorbau nicht sparen, (bei Bruch schwer zu kontrollieren) und bei der Sattelstütze zu mindestens keine 1-Bolzen Befestigung mit der M8-er Schraube an der alles dran hängt. Breite, aber profillose Reifen für den Straßenbetrieb, soll ja auch leicht zu fahren sein und Spaß machen. Und immer gut aufpumpen, Die 26" Laufräder des MTB verkraften das Gewicht besser als 28"-er. Auch wenn dann die Sattelstütze vielleicht stärker ausgezogen und der Vorbau länger sein muss, die Teile gibt es dafür in allen passenden Qualitäten und Belastbarkeiten. Ansonsten, sollte eine Ehre sein, als Radmechaniker, natürlich entsprechend bezahlt, ein passendes Rad für dich zusammen zu schrauben, da kann man wenigstens mal zeigen, wie viel Erfahrung man gesammelt hat, und Ahnung hat von Fahrrädern. Fahrrad für 80kg baun kann jeder.

Antwort
von liteOrange95, 178

Gratulierte sie haben sich entschieden Gesund zu leben :D
(Joke)

Fang vielleicht erstmal damit an zu schwimmen um die Muskulatur aufzubauen und dann weiter mit Fahrradfahren.
Bei dem Gewicht sollten Mountenbikes was sein. Gehe sonst zum Fahrrad Händler und Frage mal nach.

Übertreibe es nicht mit der Strecke und lass dich nicht abschrecken. Besonders im Sommer mit Chilliger Musik macht es viel Spaß sich an die Grenzen zu treiben.

Antwort
von RobertLiebling, 157

Frag mal Google nach "XXL Fahrrad". Das sind spezielle Modelle für sehr große oder schwere Menschen.

Z.B. hier: https://www.utopia-velo.de/fahrrad/fahrradtypen/xxl-fahrrad/

Die Belastbarkeit des Rahmens ist oft gar nicht das entscheidende, sondern ob die Laufräder (und die Bremsen!) mit dem Gewicht klarkommen.

Kommentar von Bernerbaer ,

Es geht doch um das vorhandene Fahrrad und nicht um ein Neues.

Kommentar von RobertLiebling ,

Das vorhandene Fahrrad kenne ich nicht und kann es daher nicht einschätzen. Mein Link sollte Dir auf jeden Fall deutlich machen, dass nicht jedes Fahrrad für solche Belastungen gedacht ist.

Bevor Du ein unkalkulierbares Risiko eingehst, solltest Du ggf. mal mit Deinem Fahrrad zu einer Fahrradwerkstatt gehen und den Mechaniker um Rat fragen.

Antwort
von Olaf68, 150

Ein Rad, welches für 120 kg ausgelegt ist, bricht bei 140 kg nicht sofort zusammen; wenn Du aufpaßt, keine Kanten hoch und runter zu fahren und um Schlaglöcher einen Bogen machst, dann dürfte bei einem stabilen Rad erstmal nix passieren.

Zum Fahrergewicht muß ja immer auch die Möglichkeit des Gepäcktransportes gerechnet werden.

Bei den Reifen würde ich breitere nehmen; die dämpfen besser.

Viel Spaß beim Radfahren.

Antwort
von Alsterstern, 185

Du 'könntest' es versuchen. Wenn das Fahrrad sowieso alt ist, dann ist es doch egal. Du musst ja nicht so weit fahren, so dass Du eventuell schnell wieder nach Hause gehen kannst, falls etwas passiert. Übrigens, finde ich toll, das mit dem Fahrrad fahren. Bleib dabei. Und setze Dir ein Ziel. Vielleicht..wenn Du auf 100kg runter bist, kaufst Du Dir ein Neues ;-)

Kommentar von uwotmait ,

Alles klar, danke.

Kommentar von Alsterstern ,

Viel Erfolg ;-)

Antwort
von darkhouse, 131

Du solltest dich bei einem Fachhändler wirklich beraten lassen. Die meisten Fahrräder sind nicht für ein solches Gewicht ausgelegt. Kommt ja auch darauf an, wie du damit fahren willst. Aber viele Details wie ein stabiler Rahmen, kräftige Bremsen, gute Parts vom Tretlager bis zur Kette, vor allem die Gabel müssen schon geeignet sein. Ein vernünftiges Bike kostet - unabhängig vom Fahrergewicht - nun mal Geld, ich würde mind. 1.000 Euro ansetzen, um was langlebiges zu erhalten.

Und du willst ja nicht weiter 140 kg wiegen, oder? Auch wenn du dich nicht wohl fühlst im Bad, versuche trotzdem, schwimmen zu gehen. Mit Radfahren zusammen hast du die schonensten und besten Ausdauersportarten beisammen. Wünsche dir viel Erfolg!

Antwort
von Hannibu, 132

Versuchs einfach... Die meisten einigermaßen guten Räder sollten das aushalten. Ich kenne auch ein paar, die etwa ein solches Gewicht haben und Rad fahren. Probier es einfach. Im schlimmsten Fall geht's kaputt und du ratscht dir das Knie auf. Glaub mir, das ist nicht schön, aber auch nicht schlimm. Mit ist mal der Rahmen durchgebrochen, dabei wiege ich nur 55 kg... Aber vom Fahrrad fällt man nicht tief, das schlimmste ist eigentlich nur der Schock. Deine Entscheidung Rad zu fahren ist super, daran sollte dich niemand hindern und eben auch die Angst vor Unfällen nicht.

Kommentar von uwotmait ,

Naja, Angst vor Unfällen habe ich nicht, früher war ich ja dünn und bin auch manchmal hingeflogen. :D Jedoch wär es mir super peinlich wenn mir vor allen Leuten das Fahrrad einfach brechen würde :D
Danke für deine Antwort.

Kommentar von Hannibu ,

Wie gesagt, mir ist es auch schon mal durchgebrochen, dabei war ich nicht an der Belastungsgrenze... So etwas passiert nun mal und da muss man sich auch keine Gedanken machen, was die anderen Denken. Wenn sie einigermaßen Verstand haben helfen sie dir auf und freuen sich, dass du Sport machen möchtest

Antwort
von 100TageFettweg, 117

Hallo,
Ich denke dass ein Fahrrad 140kg schaffen sollte.
Aber ich kann dir schwimmen echt and Herz legen. Die mag das vielleicht selbst peinlich sein, aber du musst versuchen dies abzustellen.
Es wird immer Menschen geben, die einen anstarren oder sonst etwas
Machen... So ist das
Leben, aber glaub mir, du tust dir damit selbst ein gefallen wenn du es versuchst durchzuziehen... Schwimmen
Ist so effektiv, besser kannst du deinen
Körper nicht fit machen! Ignorier die hater, zieh dein Ding durch und zeig denen was möglich ist! ;)

Lieben Gruß

Antwort
von Katharsis036, 155

Puh, das könnte knapp werden. Hängt davon ab wie leicht dein Fahrrad ist, da hier gilt  
Fahrradgewicht = 1 / Belastbarkeit

Kommentar von darkhouse ,

Woher stammt denn bitte diese Rechnung?!

Klar kann ein Scott Scalpell mit den dünnen Carbonstreben kein Schwergewicht aushalten, aber dafür ist dieser Racer auch nicht gebaut. Auch ein leichter, hochwertiger Rahmen kann sehr belastbar sein. Und das Gewicht hochwertiger Parts ist niedriger, aber die Teile genau so stabil oder stabiler.

Am anderen Ende, bei den Baumarkt-Bikes, ist es anders herum: die wiegen an die 17 kg und sind absolut nicht zu empfehlen, da bis zum Rahmenbruch alles drin ist.

Kommentar von Hannibu ,

Die Formel mach keinen Sinn... bei jeder Belastbarkeit über 1 (ich vermute mal kg?) wäre das Radgewicht unter 1 kg...

Kommentar von Katharsis036 ,

Es geht einfach um die umgekehrte Proportionalität der Belastbarkeit mit dem Gewicht.

Kommentar von darkhouse ,

Die ich so aber aus dem Beitrag nicht herauslesen kann. Grundsätzlich stimmt das: Auf das Gewicht darf ich nicht schauen. Aber daraus abzuleiten, dass ein Rad umso mehr belastbar ist, desto schwerer es ist, ist Quatsch.

Große, stabile Bremsen wiegen mehr, auch der Rahmen und die Gabel, die Sattelstütze. Aber ein haltbares Ritzelpaket ist eher leichter, auch die Kurbelgarnitur kann leichter und langlebiger sein. Race-Parts sind nicht angesagt, mehr nicht.

Antwort
von Bernerbaer, 112

Mit 140 Kilo geht das noch. Zumindest bei einem Markenfahrrad ist genug Sicherheit vorhanden. Allerdings solltest du nicht ständig über "Stock und Stein" radeln. Mein Herkules Fahrrad hat sogar noch etwas mehr Gewicht gut ausgehalten.

Fahrrad fahren ist gut zum Abnehmen da die Gelenke nicht so stark belastet werden. 

Zur Abwechslung kann ich dir noch Nordic Walking empfehlen.

Kommentar von RobertLiebling ,

Zumindest bei einem Markenfahrrad ist genug Sicherheit vorhanden.

Auch an "Markenfahrrädern" (was immer das sein soll) sind die verbauten Marken-Laufräder vom Hersteller oft z.B. nur bis 120 kg zugelassen.

Kommentar von Bernerbaer ,

Ich habe nichts anderes behauptet.

Antwort
von klara1953, 121

Die meisten Fahrräder haben eine Belastungsgrenze bei ca. 110 kg. Sie halten zwar mehr aus die Frage ist nur wie lange. 

Antwort
von ImmerAmZocken, 113

Nein.
Es sei den das Fahrrad kann so etwas aushalten

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