Missgünstig - absolut dasselbe wie neidisch? Oder gibt's einen Unterschied?

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4 Antworten

Neid existiert in zweierlei Ausprägungen:

dem Wunsch der neidenden Person, selbst als gleichwertig empfundene Güter zu erlangen, um die die beneidete Person beneidet wird (konstruktiver Neid)dem Wunsch, dass die beneidete Person die Güter, um die sie beneidet wird, verliert (destruktiver Neid, auch Missgunst). Ersatzweise kann der Neidende auch den Wunsch nach anderem Schaden für die beneidete Person entwickeln.

In der öffentlichen Rezeption des Begriffes steht im Allgemeinen die Bedeutung des destruktiven Neids, also der Missgunst, im Fokus, wodurch der eigentlich neutrale Begriff Neid eine überwiegend negative Konnotation erhält. Dem Neidenden wird also i.A. unterstellt, dass sein Neid auch dadurch zu befriedigen sei, dass der Beneidete die geneideten Güter verliert oder anderen Schaden erleidet.

Eine zweite in der öffentlichen Rezeption des Begriffes sehr präsente Dimension des Begriffes Neid ist, dass seine Verwendung unterstellt, dass der Wunsch des Neidenden nicht gerechtfertigt, also letztlich nur egoistisch motiviert sei. Dies unterscheidet ihn vom Begriff des Gerechtigkeitssinnes.

Bei der Verwendung des Begriffes Neid ist daher stets kritisch zu hinterfragen, ob er nicht von der bevorteilten Seite zur Diskreditierung des Gerechtigkeitssinnes der benachteiligten Seite im Sinne eines Kampfbegriffes verwendet wird im Sinne von: „Neid ist das böse Wort, das die Reichen für den Gerechtigkeitssinn der Armen verwenden.“

Ein Beispiel hierfür ist die Bezeichnung emanzipatorischer Bewegungen (historisch z. B. der Arbeiterbewegung) als Neid statt als Gerechtigkeitssinn. Im Sinne der Hauptbedeutung des Begriffes Neid ist dies zwar korrekt, die Konnotation des Nicht-gerechtfertigt-Seins der Forderung führt aber ebenso wie die häufig unausgesprochen mitschwingende Unterstellung destruktiven Neides (im Allgemeinen bewusst) zu einer Verunglimpfung der Angesprochenen, und stellt damit die Forderung nach einem sozialen Ausgleich als egoistisch-verwerflich und damit illegitim dar.

https://de.wikipedia.org/wiki/Neid#Begriffsabgrenzungen:\_konstruktiver\_und\_destruktiver\_Neid\_.E2.80.93\_Missgunst\_.E2.80.93\_Gerechtigkeitssinn



Vom Neid unterscheidet sich Missgunst in zwei Aspekten: Erstens muss die Person oder Gruppe nicht unbedingt besser gestellt sein, als derjenige, der ihr etwas missgönnt. Zweitens muss der Gegenstand (oder das Privileg, die Begabung etc.) von demjenigen, der einer Person oder Gruppe diesen missgönnt, nicht unbedingt selbst erstrebt werden. In Extremfällen könnte der Missgönnende den Gegenstand auch beschädigen oder gar zerstören.[1]

Missgunst beinhaltet immer einen Aspekt der Destruktivität. Beim Neid hingegen ist das nicht immer so. So gibt es – anders als bei der Missgunst – auch konstruktiven Neid: zum Beispiel etwas (auch) erreichen zu wollen.


https://de.wikipedia.org/wiki/Missgunst

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Nein, Neid bezieht sich auf etwas was man auch gerne hätte, das muss nicht negativ sein. Missgunst will auf keinen Fall, dass die andere Person etwas hat, egal ob ich das auch haben oder nicht. Missgunst ist immer böse.

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Ist ein Unterschied. Mißgünstig: ich missgönne Jemanden irgend etwas, neidisch: ich bin neidisch, auf das,  was der andere hat

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Neid = Du willst haben was ein Anderer hat.

Missgunst = Du gönnst dem Anderen nicht das was er hat, selbst wenn Du es nicht willst

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