Mirtazapin absetzen, Erfahrungen?

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6 Antworten

Solang deine Psychologin keine Ärztin ist, macht sie sich strafbar, wenn sie dich hinsichtlich der Medikation berät und überschreitet ihre Kompetenzen deutlich!

Psychologen lernen in der Ausbildung bei weitem nicht genug über Psychopharmaka, um professionelle Urteile darüber abzugeben oder gar zu beraten.

Des Weiteren setzt man Psychopharmaka wenn überhaupt nicht nach deinem Schema ab, sondern immer 1/2 Dosis, dann wieder 1/2... Über Wochen!

Aber nicht jeden 2./3. Tag. Das sind Pegel-Medikamente, damit produzierst du nur Chaos!

Dazu berät dich aber der Arzt, der es verschreibt. Wenn der sagt, nach Remission paar Monate Weiter oder wg Nebenwirkungen Wechsel zu einem anderen, solltet ihr das gemeinsam diskutieren.

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Kommentar von thatwemaylive
03.10.2016, 16:26

Ich habe es falsch geschrieben, meine Psychiaterin meinte ich und nicht Psychologin. Ich werde es mit ihr besprechen, danke

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Erfahrungen anderer Patienten sind nicht auf dich übertragbar! Jede Krankheitsgeschichte ist anders und jeder Mensch reagiert anders auf Medikamente.

Warum glaubst und vertraust du fremden Laien im Internet mehr als deiner behandelnden Ärztin? Sie hat jahrelang studiert, hat langjährige Berufserfahrungen und kennt sich mit der Wirkung von Medikamenten bestens aus. Zudem kennt sie dich und deinen Krankheitsverlauf und deshalb kann nur sie beurteilen, was gut und richtig für dich ist und was nicht.

Du solltest auf keinen Fall eigenmächtig und ohne vorherige Absprache mit deiner Psychologin von heute auf morgen das Präparat absetzen. Du kannst die Konsequenzen gar nicht einschätzen. Oder willst du tatsächlich das Risiko eingehen, einen schlimmen Rückfall zu erleiden??

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Kommentar von thatwemaylive
30.09.2016, 09:34

Nein, ich will natürlich kein Risiko eingehen und werde auch nichts unüberlegtes tun, solange ich das nicht mit meiner Ärztin besprochen habe. Ich wollte nur eure Erfahrungen dazu hören, wie ihr das Absetzen erlebt habt.


Und ich habe ja geschrieben, dass ich das Medikament langsam absetzen würde ;)

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Es ist tatsächlich so, dass Antidepressiva im Schnitt 6 Monate weiter genommen werden, nachdem die Remission (Befreiung aller Symptome) eingetreten ist.

Die Gefahr eines Rückschlages besteht tatsächlich. Andererseits ist 3 mg schon so wenig, dass es fast nicht darauf ankommt ob du diese jetzt nimmst oder nicht.

Absetzsymptome solltest du bei nur 3mg nicht haben, ev. etwas Schlafstörungen. Es ist an dir zu entscheiden, ob du das Risiko eines Rückfalls eingehen willst oder nicht.

Ich persönlich würde auf den behandelnden Arzt oder deine Psychologin hören. Ich habe meine Medikamente 2x abgesetzt (nachdem ich erst eine Minimaldosis genommen hatte) und 2x einen Rückfall erlitten. Dies heisst nicht, dass es bei dir gleich laufen muss, nur dass eine Risiko wirklich besteht.

Meines errachtens ist ein Rückfall schlimmer als das Leben mit einer Minimaldosis.

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Kommentar von thatwemaylive
03.10.2016, 16:24

Wie hat sich denn dieser Rückfall bei dir gezeigt? Weil ich habe eher das Gefühl, das Medikament bewirkt bei mir Gegenteiliges... Ich kann zwar schneller einschlafen, bin jedoch den Tag durch ständig müde und träge, und meine Traurigkeit hat sich in letzter Zeit eher verschlimmert als verbessert....

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Niemals ein Antidepressiva alleine absetzen!

Ich habe das auch genommen für mich war es damals sehr gut, da ich endlich wieder einen Schlafrythmus bekommen habe. Endlich mal wieder abends normal einschlafen und auch durchschlafen können.

Es ist nunmal ein Langzeitmedikament.

Nachdem ich es nach einem Jahr abgesetzt hatte ging es gut, nach einer Weile kam die nächste Welle und ich hing ganz schön durch. Hatte es auch ohne versucht, da der Nachteil bei Mirtazapin im Vorteil liegt. Man muss es abends immer zur gleichen Zeit nehmen. Ich war aber wieder arbeiten und musste zu der Zeit Spätschichten schieben. Geht dann eben nicht.

Ich bin dann auf Citalopram umgestiegen. Nahm ich morgens und ich kann nur positives berichten.

Alleine das Medikament bringt es eben nicht. Die Therapie dazu ist eben sehr wichtig. Immer daran arbeiten, dass man zur Gesundung beiträgt.

Gute Besserung

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Ich würde auch auf den Rat deiner Psychologin hören. Medikamente auf eigene Faust absetzen ist nie gut.

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Hör auf deinen Psychologen bzw. rede mit ihm darüber die Dosis zu verringern. Der kann das am Besten beurteilen.
An deiner Stelle würde ich das nicht auf eigene Faust regeln..

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