Frage von TineWWW, 21

Mir wurde ein vom Arbeitgeber nicht unterschriebener Aufhebungsvertrag mit einer Abfindungssumme vorgelegt. Kann der Arbeitgeber diesen zurückziehen?

Hallo. Aufgrund der Fusion zweier Betriebe kann man mir angeblich keinen Arbeitsplatz in meinem Beruf an meinem Wohnort mehr anbieten. Man hat mir nun eine Versetzung auf einen anderen "berufsfremden" und niederwertigeren Arbeitsplatz und einen Aufhebungsvertrag vorgelegt. Die Versetzung war mit einer eingescannten Unterschrift versehen, der Aufhebungsvertrag ist nicht unterschrieben. Dazu hat ma mir gesagt, auch wenn ich den AHV unterschreiben würde, hieße das nicht, dass der AG diesen auch unterschreiben müsse. Ich habe mir deshalb eine Rechtsberatung eingeholt und mein Anwalt war der Meinung, dass mir ein Vertrag vorgelegt worden wäre, von dem der AG nicht zurücktreten könne. Nun habe ich aber von einer Kollwgin gehört, die ebenfalls bei einer Anwältin war, dass es da bei Aufhebungsverträgen eine Ausnahme zum Schutz des Arbeitnehmers (!) gäbe. Soll heißen, mit dem von mir allein unterschriebenen AHV würde ich dem AG ein Angebot machen?

Mit freundlichen Grüßen

C. G.

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Antwort
von RoCMu, 1

Ein Vertrag hat Gültigkeit sobald er mit beiden Unterschrifetn, dh Arbeitnehmer und Arbeitgeber versehen ist. In den Stadien davor (nur 1 Unterschrift) handelt es sich um Anegbote, die aber eben nicht angenommen werden müssen. Wird das Angebot nicht angenommen, kannst Du maximal auf Schadensersatz, nicht aber auf Vertragserfüllung klagen.

Antwort
von halbsowichtig, 5

Vielleicht hat dein Anwalt übersehen, dass der AHV nicht unterschrieben war. Entweder du fragst den Anwalt noch mal, oder du überlegst dir zunächst in Ruhe, ob du den AHV überhaupt annehmen willst.

Wenn du annehmen willst, dann geh mit dem nicht-unterschriebenen Blatt zu deinem Chef und lass ihn zuerst unterschreiben.

Wenn du dir nicht sicher bist, dann nimm doch erstmal die Versetzung an und such dir in Ruhe einen besseren Job. Denn Aufhebungsverträge haben den Nachteil, dass du zwar eine Abfindung bekommst, aber auch eine Sperrfrist beim Arbeitsamt.

Antwort
von Jack98765, 10

Ich nehme mal an der eine Anwalt hat Ahnung vom Arbeitsrecht der/die andere weniger. Wie man dir hier jetzt helfen kann, ist mir schleierhaft, denn hier wirst du wohl kaum einen Anwalt antreffen.

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