Mir wurde der laufende DSL Anschluss/Vertrag mit 1und1 gekündigt, da die Telekom, die Leitung selbst nutzen möchte. Was kann ich machen?

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4 Antworten

Sehr mysteriös.

Ich bin Kunde bei 1und1 und habe dort einen DSL Anschluss (Vertragslaufzeit bis November 2016). In meinem Haus gibt es anscheinend ein Mangel an DSL Anschlüssen/Ports.

Das kommt vor. Aber das betrifft ja nun gerade nicht bereits bestehende Anschlüsse.

Mein Anschluss wurde plötzlich vor ca. einem Monat unterbrochen.

Unzulässig. Hier wäre mindestens eine nachweislich schriftliche Kündigung erforderlich gewesen, und zwar vom Anbieter (hier 1&1).

Die Nachfrage bei 1und1 ergab, dass die Telekom den Anschluss gekündigt hat.

Unfug. Da die Leitung zwar der Telekom gehört aber von 1&1 angemietet wurde, kann auch nur 1&1 diese gekündigt haben. Wahrscheinlicher ist, dass hier irrtümlich der DSL Port falsch verschaltet wurde im Zuge von Arbeiten am DSLAM oder APL, oder man den Port irrtümlich umgewidmet hat.

1und1 Hat den Anschluss nach ca. einer Woche wieder freigeschaltet.

Das stützt die obige These, denn ansonsten wäre das gar nicht möglich gewesen.

Trotz SMS Benachrichtigung, dass mein Anschluss wieder voll funktionsfähig sei, rief mich eine weitere Woche später eine Dame von 1und1 an. Sie müsse mir leider mitteilen, dass der Anschluss von der Telekom gekündigt ist.

Das ist durchaus möglich, wenn durch die Unterbrechung / Fehlschaltung der Port (weil irrtümlich als verfügbar im System gemeldet) zwischenzeitlich neu vergeben wurde. Das wäre dann aber ein Fall für die Rechtsabteilung sowohl von 1&1 als auch der Telekom.

Sie könne auch gar nicht aus Ihrem System ekennen, mit welchen Logindaten ich momentan verbunden sei?!

Im Prinzip korrekt, da das CallManagement diese Anschlussdaten - wenn intern beim Provider bereits als gekündigt gelistet - nicht sehen kann.

Das passiere leider manchmal, dass die Telekom die Leitung kündigt.

Das ist zwar nicht falsch, aber zumindest irreführend. Richtig ist, dass es bei der Verwaltung angemieteter respektive bereitgestellter Ports in Einzelfällen zu Problemen beim Datenabgleich zwischen den beteiligten Providern kommt. In solchen Fällen muss die Ab- und Aufschaltung schrittweise (Zug um Zug) rückgängig gemacht werden. Das ist mühsam, aber möglich, und in keinem Fall das Problem des Kunden.

Aber ich könne gleich telefonisch einen neuen Auftrag erteilen und wenn ich glück habe, in ca. drei Wochen wieder einen regulären Zugang zum Internet bekommen.

Käse. Du hast einen bestehenden Vertrag mit 1&1, und den muss 1&1 auch erfüllen. Schriflich Wiederherstellung des vertraglichen Zustandes einfordern mit Fristsetzung, ansonsten Androhung rechtlicher Schritte mit Schadenersatzforderung etc.pp. Da Dir bis dato keine rechtswirksame Kündigung zugegangen sein dürfte, besteht Dein Vertragsverhältnis ungekündigt weiter. Im Gegenteil befindet sich 1&1 im Lieferverzug, da die vertraglich vereinbarten Leistungen nicht erbracht werden. Hier wäre z.B. der Gang zum Verbraucherschutz oder (falls RSV vorhanden) die Einschaltung eines Anwalts ratsam. Aufgrund der nicht erbrachten Leistungen stünde Dir m.E. nach auch ein Sonderkündigungsrecht zu.

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Du solltest auf die Einhaltung des Vertrages seiten 1&1s pochen. Nötigenfalls solltest du auch mit Schadenersatzansprüchen gegen 1&1 drohen. Sollte das Argument mit der Telekom kommen, sagst du, dass du da nicht für verantwortlich bist und auch keine Vertragspartner der dt. Telekom bist.
Du hast das Recht auf die Einhaltung des Vertrages bis zur Kündigung (egal ob ordentlich oder ausserordentlich). Sollte 1&1 ausserordentlich kündigen, widerspreche dieser Kündigung ausdrücklich. Sollte 1&1 ordentlich zum Sept. 2016 künfigen, musst du dies leider akzeptieren.

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Also wenn du momentan einen Vertrag bei 1&1 hast, für den du noch bis November 2016 zahlst, dann hast du das recht dafür auch die Leitung zu nutzen. Wenn 1&1 das Internet nicht hinbekommt, hast du ein Sonderkündigungsrecht und kannst du einem anderen Anbieter wechseln.

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Das ist die einzige Möglichkeit aus den Vertrag rauszukommen.

2. Nicht erbrachte Leistung

Eine außerordentliche Kündigung ist auch dann möglich, wenn die vom DSL Anbieter vertraglich zugesicherte Leistungen nicht erbracht wurden. Dann kann der Kunde von seinem DSL Vertrag zurücktreten. Allerdings erst, nachdem er eine Nachbesserung
eingefordert hat und diese nicht erfolgt ist.

Muss alles Schriftlich gemacht werden.

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Kommentar von asdundab
14.03.2016, 01:33

Genau das will er doch nicht!

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