Frage von ElkePfa, 13

Mir steht eine Gehaltserhöhung ab dem 13. Monat zu. Zwischenzeitlich war ich in Elternzeit. Sind 13 Monate Einsatz oder Betriebszugehörigkeit gemeint?

Antwort
von Nightstick, 13

Das muss doch irgendwo geregelt sein - sonst wüsstest Du ja gar nichts von Deinem Anspruch!

Wir können leider nicht hellsehen - deshalb musst Du in Deine eigenen Unterlagen schauen, entweder

° in den Arbeitsvertrag,

° in das einschlägige Tarifvertragswerk (so vorhanden), oder

° in eine Betriebsvereinbarung (so vorhanden).

Innerbertriebliche Hilfestellung erteilen:

° der Personalvorgesetzte

° das Lohn- und Gehaltsbüro (die Personalabteilung)

° der Betriebs- bzw. Personalrat (so vorhanden).

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Recherche.

Kommentar von ElkePfa ,

Danke für die Antwort. Ich habe gefragt, weil ich es eben nicht nachlesen kann. Diese Vereinbarung wurde schriftlich, auf meine Anforderung hin, neben dem Vertrag getroffen und besitzt lediglich diese Formulierung. Dass ich bei der Personalabteilung nachfragen kann ist mir auch klar, ich wollte nur vorab wissen, ob es irgendwelche gesetzlichen Hintergründe bei einer solchen Formulierung gibt.

Kommentar von Nightstick ,

Ohne die konkrete Vereinbarungen vorliegen zu haben, ist es immer sehr schwer, eine konkrete Aussage bzw. einen konkreten Rat zu geben.

Aus meiner Sicht gibt es hier letztendlich zwei Komponenten, und zwar diejenige auf der juristischen Ebene (vertragliche Anspruchsvoraussetzungen), und diejenige auf der moralischen Ebene, wobei man hier den Faktor der Empathie mitberücksichtigen sollte.

Also: Selbst wenn Du nach 13 Monaten einen Anspruch auf eine entsprechende Gehaltserhöhung haben solltest (gesetzt den Fall, das Unternehmen würde die Erhöhung nicht automatisch ausführen), zwingt Dich keiner dazu, ihn einzufordern. Allerdings kann man ja auch Kompromissbereitschaft zeigen, und in einer funktionierenden Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Beziehung spricht man über solche Dinge.

Vorausgesetzt, das Unternehmen hätte für den entsprechenden Monat keine Erhöhung durchgeführt, würde ich die Gehaltsabrechnung nehmen und mir einen Termin bei der dafür zuständigen Person geben lassen, und das Thema (so wie auch in Deiner Frage formuliert) einmal offen ansprechen. Dann siehst Du ja, wie das Unternehmen reagiert. Auch hier gibt es -wie bei einem Schachspiel- immer mehrere Möglichkeiten. Entweder wird gesagt: "Oh ja, sorry, haben wir vergessen", oder es wird der Standpunkt vertreten, die Erhöhung gelte schließlich nur bei einer aktiven Tätigkeit. In diesem Moment müsste man erst einmal freundlich und gelassen bleiben und nach deren Rechtsgrundlagen fragen, bzw. einen weiteren Termin ausmachen, sich diese geben zu lassen. Aber man muss zeitlich sehr nahe dranbleiben, damit auch keine Ausschlussfristen versäumt werden, die dazu führen können, dass der Anspruch plötzlich verwirkt ist.

Nach dem von mir vorgeschlagenen Gespräch kannst Du Dich ja hier gerne noch einmal melden, wenn Dein Wunsch nicht zu Deiner Zufriedenheit erfüllt wird.

Eine konkrete gesetzliche Vorgabe existiert leider nicht.

Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg!

Gruß @Nightstick   

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