Frage von Einhornname, 106

Mir kann keiner mehr helfen - Soll ich jetzt einfach die Medis nehmen?

Wir suchen schon seit Ewigkeiten nach einer Klinik. Also so einer wo man mir gegen meine Ängste und so helfen kann, kommen aber irgendwie nicht voran. Da die meisten mich nicht nehmen, da das mit dem alter ein Problem ist. Bin 19. Und außerdem ist es in vielen Klinken eine Bedienung, das man spricht. Was ich nicht kann. Kann mich aber durchs' Schreiben so halbwegs verständlich machen. Sobald ich woanders bin kann ich kein Wort mehr sagen bzw wenn doch ist meine Stimme so leise, das es kaum einer versteht. Und wenn mir Menschen sagen, dass ich lauter sprechen soll, weil sie es nicht verstanden haben, und ich es dann versuche und es sich schon so anfühlt als würde ich halber schreien, ist es trotzdem noch genauso fu** leise Ich kann das null kontrollieren. Zuhause habe ich damit überhaupt keine Probleme, kann ganz normal reden. Zudem hab ich noch total viele unnötige Ängste. Bin meiner Meinung nach, dadurch auch ein bisschen zurückgeblieben, oder so. Das hindert mich total am Leben teilzunehmen. Jedenfalls haben wir jetzt eine gefunden, die mich aufnehmen würde. Trotz des nicht redens‘.Waren da am Freitag zu einem Gespräch. Aber hab da halt total Panik bekommen, da im 7 Stock war, und ich normalerweise nicht mal in den ersten gehen kann, ohne halber durchzudrehen vor Angst. Weiß das ist dumm, aber kanns leider nicht ändern. Deswegen wollen die das ich anfange Medikamente zu nehmen . quetiapin 25 mg, die esten paar Tage 25 mg und dann noch steigern. Das ist aber das letzte was ich will ich möchte es ohne schaffen, aber alle sagen mir das ich das nicht kann und drängen mich dazu das zu nehmen. Und wenn ich das nicht nehme, nimmt mich die Klinik ja auch nicht auf. Und dann hab ich wieder nichts. Obwohl ich auch nicht weiß wie ich es in der Klinik aushalten soll das war für die halbe Stunde Gespräch schon so schrecklich. Haben schon bei so vielen Kliniken angefragt und waren zu Gesprächen aber keine einzige konnte mich nehmen solange ich nicht spreche. Aber wenn ich das könnte müsste ich ja nicht dahin gehen, nur wegen meiner Ängste aber das nicht sprechen ist für mich ein viel größers Problem. Ware dann letzten mit meiner Psychologin bei einem Psychiater, weil wir Hoffnung hatten das der uns vielleicht weiterhelfen kann, aber der ist dann mitten im Gespräch aufgestanden und ist zur Tür gelaufen und hat gesagt wir sollen gehen und das er da nichts machen kann. Das deprimiert mich dann schon voll, weil ich jetzt auch langsam denke das ich komplett verloren bin und mir keine mehr helfen kann. Und ich weiß nicht, würdet ihr mir Raten das ich dieses Medikament jetzt einfach nehmen soll?? Ich will das überhaupt nicht, ich habe es immer so ausgehalten. Und im gegensatz zu letzem Jahr sind meine Ängste auch viel besser geworden, konnte letztes jahr manchmal nicht mal mehr vom Bett aufstehen, hatte deswegen fast 70 Fehltage. Sowas hab ich jetzt überhaupt nicht mehr. Und das hab ich auch ohne Medikamente hinbekommen, auch wenn es für mich nicht leicht war

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Antwort
von goodnews53, 36

Hallo Einhornname,

ich hoffe, du denkst nicht "die spinnt ja" wenn ich dir jetzt einen Vorschlag mache. 

In meiner Praxis kommen viele Menschen, auch solche, die mit schweren Ängsten zu tun haben. Ich empfehle IMMER, Medikamente nach der ärztlichen Verordnung zu nehmen und ZUSÄTZLICH eine einfache Übung zu machen:

Halte jeden Tag deine Zeigefinger. Für eine Stunde am Tag.

Du nimmst den linken Zeigefinger liebevoll in die rechte Hand und hältst ihn für 30 Minuten, dann wechselst du und hältst den rechten Zeigefinger mit der linken Hand.

Diese Übung übt einen guten Einfluss auf deine Nieren- und Blasen-Funktionsenergie aus, welcher die Emotion ANGST zugeordnet ist.

Du musst überhaupt nicht daran glauben. Wenn du jedoch mutig bist und nix zu verlieren hast, dann mach diese Übung jeden Tag für 1 Jahr lang. 

Ich wünsche dir viel Kraft um dein Glück wieder zu finden.
Und ... nimm die Medis! Es wird helfen. Vielleicht nicht innerhalb einer Stunde aber bald!

Antwort
von wicki2002, 13

Hallo,

noch bevor ich die Antworten und deine Kommentare hier gelesen hatte, habe ich vermutet, dass du unter Mutismus leidest. Ich bin Logopädin und bei dieser Diagnose überschneiden sich die Fachbereiche Psychologie und Logopädie, weil es sich um eine Angst vor dem Sprechen handelt. 

Es ist gut, dass eine Klinik dich aufnehmen will! Da freue ich mich für dich, weil du ja schon lange versuchst, in einer behandelt zu werden. Ich rate dir dringend dazu, die Medikamente zu nehmen. Vermutlich wirken sie nach einer bestimmten Dauer stimmungsaufhellend und angstlösend. Eine tolle Sache!!!! Wenn einTeil deiner Ängste dadurch positiv beeinflusst wird, kannst du mit den Therapeuten andere Bereiche (wie z. B. das Sprechen oder sich im 7. Stock eines Hauses aufhalten angehen). Du brauchst jetzt und auch in Zukunft kein Held zu sein. Lass dich auf die Behandlung ein, vertraue den Ärzten und Therapeuten. Sie behandeln dich individuell und machen sich gemeinsam Gedanken darüber, wie sie dir am besten helfen können. Wundervoll! Versuche nicht, diesen Mount Everest alleine zu besteigen. Sieh dich als Teil eines Teams. Und wenn das Team dir rät, Medikamente zu nehmen...dann nimm sie und schau wie sie dir bekommen und wie du dich mit ihnen fühlst. Es geht nicht darum jetzt schon zu sagen, dass du sie dein Leben lang nehmen sollst. Es ist der Anfang einer vermutlich längerfristigen Therapie. Wie heißt es doch so schön...egal wie lange die Reise geht und wo sie hinführt, sie beginnt immer mit dem ersten Schritt. 

Du bist noch so jung und leidest vermutlich schon dein ganzes Leben unter Mutismus und hast eine ziemlich hohe Mauer aus verschiedenen Ängsten um dich herum aufgebaut. Hilf den Therapeuten dabei, dir zu helfen und Stein für Stein dieser Mauer abzubauen. Ganz oben wirst du noch Hilfe brauchen, aber je weiter unten du ankommst, desto größer kann die Wahrscheinlichkeit werden, dass du manches alleine schaffst, so wie du es jetzt schon willst. Lass dir Zeit! Du hast Jahre gebraucht die ganzen Ängste zu entwickeln, es wird also etwas dauern, bis du sie wieder verlierst. Je mehr du dich gegen den Behandlungsplan sträubst, desto schwieriger machst du es deinem Team. Geh es an! Ich drücke dir die Daumen! 

Antwort
von Nightlover70, 32

Ich würde die Medis nehmen.
Es ist doch Blödsinn wenn Du sagst Du willst es ohne schaffen. Wozu ??

Wenn die Tabletten helfen ist doch alles ok. Dafür haben wir ja die Errungenschaften der modernen Medizin.

Nimm die und vertrau darauf, dass es Dir hilft. Die innere Einstellung ist sehr wichtig dabei.

Ich bin sicher das Du damit voran kommst 👍👍

Antwort
von sojosa, 53

Wenn du ein Medikament bekommen hast, hat man dir sicher auch ne Diagnose gestellt. Wie genau lautet die denn? Wie heißt die Störung?

Kommentar von Einhornname ,

selektiver mutismus

Kommentar von sojosa ,

Sorry dass es so lang gedauert hat, aber ich wollte mich erst mal informieren bevor ich was falsches sage. Ich denke du solltest das Medikament nehmen, weil du das alleine nicht schaffen kannst. Gehst du denn nun in die Klinik? Es wäre sicher sinnvoll. Du bist nicht verloren, musst nur Hilfe annehmen und dich nicht so schnell entmutigen lassen. Lass dich drauf ein, du schaffst das.

Antwort
von jimpo, 12

Es schon sehr merkwürdig. Wenn Du sprechen sollst, bekommst Du Panik und  hier schreibst Du einen Roman.. Ist das jetzt Zufall?

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