Frage von durmus89, 87

Minusstunden bei Kündigung vom Gehalt abziehen?

Arbeitszeitkonto bei Kündigung abziehen?

Sehr geehrte Mitglieder,

ich habe da eine Frage und vielleicht hat jemand mal eine Erfahrung diesbezüglich erlebt oder kennt sich mit der Thematik gut aus.

Ich war von April bis ende Juli Arbeitnehmer bei einer Arbeitnehmerüberlassung als Leiharbeiter in der Rechnungserfassung tätig und habe danach gekündigt, da ich eine Stelle außerhalb der Leiharbeit gefunden habe. Bei dem Unternehmen, wo ich im Einsatz war, habe ich um die 25 Minusstunden angesamelt, welche mir nun bei meiner letzen Abbrechnung abgezogen wurde. Das sind immerhin fast 500 EUR. Nun weiss ich nicht, ob das rechtens ist, da ich häufiger früher gegangen bin, da nichts mehr zu tun war. Ob das Konto an sich richtig geführt ist weiss ich leider nicht, da ich selbst nicht ganz hinterher war damit. Bin ich in der Beweispflicht bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung? Soweit ich mal gehört habe gehört dieser Fall zum unternehmerischen Risiko, oder liege ich komplett falsch?

Vielen Dank vorab

Expertenantwort
von lenzing42, Community-Experte für Arbeitsrecht, 45
Nun weiss ich nicht, ob das rechtens ist, da ich häufiger früher gegangen bin, da nichts mehr zu tun war.

Genau da liegt der Hund begraben, du hättest nicht einfach so gehen dürfen, sondern der Arbeitgeber hätte dich wegen Mangel an Arbeit vorzeitig nach Hause schicken müssen.

Dann wäre es das Problem des Arbeitgebers wegen dem unternehmerischen Risiko nach § 615
BGB  gewesen, nun ist es aber dein Problem.

Antwort
von DjangoFrauchen, 54

Also ich bin kein Experte, aber in dem Unternehmen, in dem ich arbeite, ist es ganz normal, dass bestehende Minusstunden bei Beendigung eines Arbeitsverhältnisses vom letzten Lohn abgezogen werden.

Antwort
von johnnymcmuff, 59

Minusstunden bei Kündigung vom Gehalt abziehen?

Minusstunden gehen in der Regel zu lasten des Arbeitgebers er befindet sich im Annahmeverzug aber unter bestimmten Voraussetzungen ist das möglich.

Nun weiss ich nicht, ob das rechtens ist, da ich häufiger früher gegangen bin, da nichts mehr zu tun war.

Hat Dich Jemand gezwungen früher zu gehen oder bist Du freiwillig gegangen?

Bin ich in der Beweispflicht bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung? Soweit ich mal gehört habe gehört dieser Fall zum unternehmerischen Risiko, oder liege ich komplett falsch?

Dazu kann ich nichts sagen, bzw. schreiben. möchte hier keine falschen Infos geben.

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