Frage von hexe1962h, 64

Minusstunden auf Zeitkonto?

Hallo zusammen

habe eine Vollzeitvertrag unterschrieben mit 151,67 Std. bei einer Zeitarbeitsfirma. Bin davon ausgegangen, das ich in dem Unternehmen mind. 7,5-8Std tägl. Einsatz habe. Nun stellt es sich heraus, das ich eher weniger als mehr Stunden habe. So dass das Zeitkonto minus sein wird und falls ich doch mal einige Plusstunden auf dem Zeitkonto hätte, diese zum Ausgleich genutzt werden können oder auch müssen. Ist das Rechtens da ich ja eigentlich mehr arbeiten wollte? Mfg H.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo hexe1962h,

Schau mal bitte hier:
Beruf Zeitarbeit

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von IngoBa, 21

Das Bundesarbeitsgericht hat nämlich am 13.12.2000 (Az.: 5 AZR 334/99) entschieden, dass eine Verrechnung des Arbeitgebers nur dann möglich ist, wenn der Arbeitnehmer Einfluss auf das Entstehen von Minusstunden hatte. Dies ist jedenfalls dann nicht der Fall, wenn nicht genug Arbeit im Betrieb vorhanden war, denn darauf hat der Arbeitnehmer keinen Einfluss.

https://kanzas.de/2011/11/25/keine-verrechnung-mit-vergutungsanspruchen-bei-nega...

Antwort
von IngoBa, 23

Lass Dir keine Minusstunden auf Dein Konto aufbrummen - daß ist nur dann zulässig, wenn Du diese selber verursacht hast, also z.B. durch freiwillig genommenen Urlaub !

Unterschreibe keine Urlaubsscheine bei Nichteinsatz - daß ist ein rechtswidriger Vorgang Seitens der Zeitfirmen.

Die Zeitfirma muss Dir in jedem Fall die Stunden zahlen, die im Vertrag stehen, auch, wenn z.B. fünf Tage kein Einsatz vorhanden war. Das ist nur deren Unternehmer-Risiko.


Antwort
von Colonia, 30

Hallo,

es zählt das, was im Arbeitsvertrag steht. Kläre das noch einmal mit Deinem Vorgesetzten und mit der Firmenleitung ab. Gegebenenfalls sind auch  mündliche Vereinbarungen gültig, allerdings sollte man solche Zusagen dann auch nachweisen können. Möglicherweise liegt hier auch ein Missverständnis vor.

Der direkte Vorgesetzte muss sich in jedem Fall nach Deinem Vertrag richten. Ohne Dein Einverständnis kann niemand die festgelegte Arbeitszeit ändern. Sollte eine der beiden Vertragsparteien eine Änderung wünschen, muss sie vertraglich geregelt werden.

Alles Gute und viel Erfolg.

Kommentar von hexe1962h ,

Zeitarbeit und Unternehmen haben das im Voraus so vereinbart!! Im Vorstellungsgespräch wurde es kurz angeschnitten, so nach dem Motte kann schon sein, abe eher selten, das weniger Std. zusammen kommen.>>Sieht nun, wo ich nun einige Tage dort arbeite eher nach weniger als mehr aus. Nur ich muss jetzt irgendwie schauen, das ich zumindest 151,67 Stunden zusammen bekomme. Wenn nicht, Minus auf Zeitkonto, das ICH dann wieder auf 0 bringen muss.

Kommentar von loarkn ,

Lass dich von dem Minus nicht allzu sehr verunsichern. Der Arbeitgeber hat sich vertraglich verpflichtet, dich 151,67 Stunden im Monat zu beschäftigen. Schafft er das nicht muss er dich trotzdem bezahlen. Die meisten Gerichte sagen, dass es in Ordnung ist, dann einseitig ein Minus aufzubauen (immer vorausgesetzt du bekommst die vereinbarte Zeit bezahlt). In dem Falle dürfen die die Minusstunden bei Austritt aus dem Unternehmen aber nicht berechnet werden. Selbst wenn du in deinem letzten Monat schon 100 Minusstunden hast und keine einzige Minute arbeiten warst musst du die 151,67 Stunden bezahlt bekommen. Zumindest wenn du das Minus nicht zu verantworten hast.

Antwort
von Schatzsucher, 28

Äh, um Plusstunden zu bekommen musst Du ohnehin arbeiten??? Oder hab ich da was falsch verstanden?

Wie das mit Plus- und Minusstunden gehandhabt wird ist abhängig von den Vereinbarungen, die getroffen wurden (Vertrag).

Bezüglich der überraschend wenig Stunden: Pausen werden nicht bezahlt... ???

Ich hoffe Du führst eigene Aufzeichnungen Deiner Stunden (soweit ich das kenne verlangen Leihfirmen das sogar). Am besten handschriftlich, wegen ev. Beweiskraft. Wenn die von Dir errechneten Stunden nicht mit denen der Personalverrechnung übereinstimmen frag nach. Die beißen normalerweise nicht. ;)

Kommentar von hexe1962h ,

Nur zu deiner Information Pausen werden nicht bezahlt!! Ich wüsste keinen Arbeitgeber, der die Pausen bezahlt.

Natürlich schreibe ich meine Stunden auf, sonst weis man ja nicht wieviele Std ich gearbeitet habe !! Ich bin schon seit einigen Jahren in der Zeitarbeit tätig. Nur hatte ich bisher so eine Situation noch nicht.

Antwort
von Schatzsucher, 24

Die drei ??? waren wohl irreführend. Das sollte heißen, dass hier möglicherweise die Erklärung liegt.

Ach so! Die Frage ist, ob sie Dich weniger arbeiten lassen dürfen als die 157,5 Stunden! Lange Leitung, Sorry.

Das sollte ein Kommentar werden. Multitasking ist heute nicht meine Stärke... 😖

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