Frage von CB2101, 52

Minusstunden auf dem Zeitkonto, aber ist die Vereinbarung überhaupt rechtswirksam?

Hallo zusammen, habe bereits viele Einträge zu dem Thema hier gelesen. Aber mit welchem Wortlaut ist eine Zusatzvereinbarung zum Thema Arbeitszeitkonto überhaupt wirksam? In meinem Vertrag steht zum Punkt Arbeitszeit: 45 Stunden/Woche nach Vereinbarung und Bedarf. Zeiterfassung: Die Zusatzvereinbarung vom "Datum" behält ihre Gültigkeit. Zum Vertrag bekam ich zusätzlich ein 2 seitiges Dokument mit der Überschrift "Zeiterfassung-Einführung und Anwendung eines elektronischen Zeiterfassungskontos" Dann eben wie die zeiterfassung funktioniert, das man sich verpflichtet die Start und Endzeiten zu erfassen etc. Zweck des Erfassungssystems: - Erfassung von Ist- Arbeitszeit und der abgleich mit Soll Arbeitszeit, -Erfassung Mehrarbeit, -Erfassung Urlaubstage etc. Es gibt keinen Punkt in dem explizit etwas zu Minusstunden aufgeführt wird. Sprich das diese verrechnet werden dürfen sofern sie anfallen etc. Vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen mit ersten Tips,Erfahrungen etc. .Überlege allerdings auch mal einen Arbeitsrechtler zu kontaktieren.

Antwort
von Shelly82, 26

Ich bin KEIN Arbeitsrechtler, meine aber mal gehört zu haben dass es entweder explizit im Arbeitsvertrag stehen muss, was mit Plus- oder Minusstunden passiert (ist auch bei mir so). 

Sollte das nicht der Fall sein, könnte eine Betriebsvereinbarung das regeln. 

Ich würde aber einen Arbeitsrechtler kontaktieren.

Antwort
von Lumpazi77, 20

Du musst das Zeitkonto sehen wie ein Bankkonto und ja es ist rechtens

Kommentar von CB2101 ,

Danke Lumpazi. Das Konto sehe ich ja auch so. Nur ist es eben so, dass die Arbeitszeit von mir nicht abgerufen wird, da bei uns das Arbeitsaufkommen sehr unterschiedlich ist von Monat zu Monat. Da heißt es einfach oft "Heut ist nix los, Sie können heim gehen". Zack wieder 2 Stunden minus. Es wird sogar in letzter Zeit von der Personalabteilung darauf geachtet, dass man gar keine Plus Stunden mehr machen kann. Sobald man mal länger bleibt (und das nicht einfach so, sondern weil es nötig war) wird man angesprochen, dass es nicht nötig sei länger zu bleiben. Ich kann also gar kein minus abbauen.

Kommentar von Lumpazi77 ,

Bei einer Belegschaft von 40 Mitarbeitern ist jederzeit die Gründung eines Betriebsrats möglich. Der regelt dann diese Dinge.

Alternativ kann hier die Gewerkschaft helfen !

Kommentar von CB2101 ,

Habe jetzt noch mal alles ganz genau durchgelesen (ist schon 3 Jahre her das ich den Vertrag unterzeichnet habe). Es gibt einen Absatz in dem festgesetzt wird, dass Plusstunden vergütet werden und Minusstunden mit dem Gehalt verrechnet werden können. Aber am wichtigsten wäre jetzt für mich der Satz "Der Ausgleichszeitraum geht jeweils von 01. Januar bis 31. Dezember". Heißt das nun, wenn ich am Ende des Jahres Minusstunden habe und mir diese bisher nicht vom Lohn abgezogen wurden, dass diese somit verfallen sind und mir nicht mehr nachträglich abgezogen werden können?! Ich bin für das laufende Jahr 43 Std im Minus und die anderen Jahre war das nie so viel. Deshalb habe ich jetzt auch nochmal genau nachgeforscht.

Kommentar von Lumpazi77 ,

Das bedeutet m.E., dass die am 31.12. noch stehenden Minusstunden vom Gehalt abgezogen werden !

Kommentar von CB2101 ,

So lese ich es auch. Ist aber noch nie passiert. Das Zeitkonto läuft einfach immer weiter. Sprich es wird am Jahresanfang nicht auf null gesetzt. Was ja dann eigentlich auch nicht korrekt ist

Kommentar von Lumpazi77 ,

Sei doch froh, so hast Du wieder ein ganzes Jahr um das auszugleichen !

Antwort
von Reviewer, 25

die vereinbarung wurde von deinem AG zusammen mit dem betriebsrat geschlossen. also frag den

Kommentar von CB2101 ,

Es gibt keinen Betriebsrat bei uns im Unternehmen. Sind mittelständisch mit ca. 40 AN

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