Frage von fresaaa24, 65

Minijob VOR Mutterschutz bei ALG 2?

Hallo Experten,

ich habe seit Jahren einen 400,- Minijob, letztes Jahr habe ich Hartz 4 beantragt, der Lohn des 400€ Jobs wird ja anteilig vom ALG 2 Betrag abgezogen. Nun zu Beginn des Mutterschutz unterbreche ich ja meinen Minijob für min. 3 Monate und bekomme somit auch kein Gehalt. Daher meine Frage: Wird das Geld vom Jobcenter in dieser Zeit nun voll gezahlt? Muss ich das melden/beantragen? Wenn ja, wie?

Antwort
von Parhalia, 35

Wenn das Einkommen dann gänzlich wegfällt, so wird Dir das Jobcenter in der Zeit des Wegfalls auch wieder die regulären Leistungen in voller Höhe bezahlen.

Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber ich glaube, dass Du den Mutterschutz beim Arbeitgeber 6 - 7 Wochen vor erreichen einer bestimmten Schwangerschaftswoche bereits anmelden musst. Wenn Du das erledigt hast, so gehst Du umgehend auch zum Jobcenter und stellst dort einen "Änderungsantrag" in Hinsicht auf Deine Nebeneinkünfte. Dann wirst Du für Deinen Antrag vermutlich die Anlage "EK" neu ausfüllen müssen ( Einkommensauskunft ) und zusätzlich eine Arbeitgeberbescheinigung von Deinem Arbeitgeber ausfüllen lassen.

Dann werden die fehlenden Einkünfte ab der letzten regulären Lohnauszahlung für die folgenden Monate in der neuen Leistungsberechnung entsprechend berücksichtigt werden. 

Wichtig sind in diesen Formularen dann vor allem die Daten, von wann bis wann Du vorraussichtlich im Mutterschutz sein wirst und wann der letzte Arbeitslohn in welcher Höhe dementsprechend auf Deinem Konto eingehen wird.

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Hartz IV, 30

Wenn du 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin bis 8 Wochen nach der Geburt im Mutterschutz bist und kein Einkommen erzielst,dann hast du in dieser Zeit natürlich Anspruch auf volle Leistungen vom Jobcenter,abzüglich dann evtl.schon beziehende Einkommen wie Kindergeld usw. !

Du suchst dir im Internet eine ALG - 2 Veränderungsmitteilung,die kannst du ausdrucken und dann ausfüllen,darin steht dann alles weitere,also wenn du z.B. Angaben über Einkommen machst,dann wirst du zumindest eine Einkommensbescheinigung des AG - vorweisen müssen und dann aktuelle Kontoauszüge,als Beleg das kein weiteres Einkommen in der Zeit bezogen wurde.

Würdest du im Anschluss noch in Elternzeit gehen wollen,du also ungekündigt wärst,dann würdest du vom Elterngeld max. 300 € an Freibetrag absetzen können,wenn du auch min.soviel verdient hast,dass gilt nicht nur bei versicherungspflichtigen Beschäftigungen.

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