Frage von Froodo123, 107

Minijob trotz Ausbildung?

Guten Tag, ich bin 18 Jahre alt und bin in meinem ersten Ausbildungsjahr. Zusätzlich zu meiner Betrieblichen Ausbildung würde ich gerne am Wochenende (Von Samstag 21 Uhr - Sonntag 6 Uhr) einen Minijob in einer Diskothek aufnehmen. Da mir von unserem Ausbildungsleiter gesagt wurde, das das ausführen eines Minijobs nicht erlaubt ist (Was nicht im Ausbildungsvertrag steht), wollte ich euch einmal fragen, was ich tun kann um trotzdem den Minijob auszuüben.

Ich bekomme für den Minijob 220 € Im Monat für 24 Stunden arbeiten im Monat. Mir macht der Minijob sehr viel Spaß und mir würde es auch nichts ausmachen kein Geld zu bekommen und freiwillig den Job zu machen. Dazu kommt das dem Dad meiner Freundin die Diskothek gehört.

Meine frage ist jetzt, kann mir meine Ausbildugsstelle den Minijob oder eher das Hobby am Wochenende verbieten ? Ich meine, ich bekomme kein Geld und mache es frewillig, also ist es ja auch kein Minijob mehr oder nicht ?

Vielen Dank für eure Antworten :)

Antwort
von alarm67, 44

Jeder kann und darf einen oder mehrere Arbeitsverträge abschließen, auch Auszubildene!

Dieses kann und darf der Arbeitgeber nicht ohne weiteres verbieten.

Nur ist bei unter 18 jährigen das Jugendarbeitsschutzgesetz und bei über 18 jährigen das Arbeitszeitgesetz zu beachten.

Der Auszubildene darf natürlich mit dem Nebenjob nicht in Konkurrenz zu seinem Ausbildungsbetrieb stehen. Auch darf seine Ausbildung hierdurch nicht gefährdet werden.

Siehe auch hier:

https://www.igmetall.de/recht-so-23500.htm

Antwort
von MikeyShu85, 52

Hallo Frodo,
das ist gar nicht so einfach. Diese Seite wird Dir dabei weiterhelfen: http://www.finanztip.de/nebenjob

Da ich nicht weiß, was deine Ausbildung für ein Job ist, kann ich Dir keine genaue Antwort geben.

Und ja, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten wäre es dann ein Hobby und dem kannst du nachgehen, wie Du lustig bist. Das kann Dein Chef Dir nicht verbieten.

Antwort
von sr710815, 4

das Verbieten eines Nebenjobs ist aber auch nicht gestattet. Erlaubnispflichtig ist das bei Beamten, das muß gemeldet werden.

Der Nebenjob soll nur nicht die Ausbildung beeinträchtigen, (zu wenig Schlaf, Konkurrenz zum Arbeitgeber usw)

Sa-So kannst Du ruhig machen, so hast Du den So. noch zum Ausruhen.

Antwort
von Familiengerd, 28

Meine frage ist jetzt, kann mir meine Ausbildugsstelle den Minijob oder eher das Hobby am Wochenende verbieten ?

Nein, das darf ** der Arbeitgeber nicht generell und pauschal!

Der Arbeitgeber/Ausbildungsbetrieb darf eine Nebentätigkeit (welcher Art auch immer) nur unter bestimmten Voraussetzungen verbieten, weil ein generelles Verbot unvereinbar wäre mit der grundgesetzlich garantierten Freiheit der Berufswahl und Berufsausübung (Grundgesetz GG Art 12 Abs. 1).

Verbieten darf er, wenn

> die Nebentätigkeit eine Konkurrenztätigkeit wäre (alleine die Tätigkeit in einem Konkurrenzbetrieb reicht für ein Verbot nicht, wenn die Tätigkeit selbst keine Konkurrenztätigkeit ist),

> die Tätigkeit gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen würde (z.B. Überschreitung der gesetzlich zugelassenen Höchstarbeitszeit),

> die durch Tatsachen begründete Befürchtung - eine bloße Vermutung reicht nicht - besteht, dass durch die Nebentätigkeit die Haupttätigkeit negativ beeinflusst würde (z.B. Übermüdung, Leistungsabfall, Gefährdung des Ausbildungsziels).

In der Ausbildung hat der Betrieb eine besondere Verantwortung und auch Fürsorgepflicht gegenüber dem Auszubildenden; von daher ist es für diese Frage hier nicht von Bedeutung, ob Du für diesen Job bezahlt wirst oder nicht. Mit anderen Worten: Auch wenn Du nicht bezahlt wirst, ändert das unter dem gerade genannten Aspekt nichts an den Ausführungen, die ich in der Antwort gegeben habe - dass der Betrieb unter den genannten Voraussetzungen auch dann ein Verbot aussprechen dürfte.

Das ist die rein rechtliche Seite.

Eine andere Frage, die ich nicht beantworten kann, ist die, ob und wie Du gegebenenfalls deswegen in eine Auseinandersetzung mit Deinem Arbeitgeber treten kannst oder willst; "Recht haben" und "Recht bekommen" sind leider viel zu oft zwei sehr verschiedene Dinge.

Gegebenenfalls musst Du Dich bei einer Auseinandersetzung mit dem Ausbildungsberater der für Dich zuständigen Industrie- und Handelskammer IHK oder Handwerkskammer HWK in Verbindung setzen.

** "können" ja, "dürfen" nein ;-)

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Ausbildung, 42

Ein Verbot einen Nebenjob auszuüben trifft nur auf Ausnahmefälle zu und wenn es im Arbeits bzw. Ausbildungsvertrag nicht schriftlich festgehalten ist,dann wüsste ich nicht warum du dies nicht weiter machen dürftest !

Welcher Grund wird denn für das Verbot angegeben ?

Wenn der Nebenjob einen negativen Einfluss auf dein Ausbildungsziel hätte,oder du bei einem Konkurrenzunternehmen arbeiten würdest,dann hätte ich das Verbot ja verstanden.

Man soll dir dann doch bitte die Rechtsgrundlage für das Verbot mitteilen,wenn z.B. keines der genannten Ausnahmefälle zutrifft,so einfach würde ich das Verbot nicht hinnehmen.

Kommentar von Froodo123 ,

Vielen Dank für deine Antwort :) Mir wurde gesagt das ich dem Betrieb voll zur Verfügung stehen soll und wenn ich am Wochenende in der Nacht arbeite, kann ich mich nicht richtig erholen und die Schulischen Leistungen würden drunter leiden. Bisher habe ich nach dem Minijob bis 13 Uhr gesschlafen und würde auch nicht weniger schlafen wenn ich keinen Minijob hätte :D )

Kommentar von isomatte ,

Auf reinen Verdacht hin geht da schon mal gar kein Verbot !

Ein Verbot käme ggf.dann in Betracht,wenn du dich tatsächlich ab Beginn der Nebentätigkeit nachweislich verschlechtert hättest,also man deine schlechten Noten / Arbeit auf deine Nebentätigkeit zurück führen könnte.

Nur weil es evtl.passieren könnte ist hier kein Grund für ein Verbot.

Kommentar von MikeyShu85 ,

[...]und wenn es im Arbeits bzw. Ausbildungsvertrag nicht schriftlich  festgehalten ist,dann wüsste ich nicht warum du dies nicht weiter machen dürftest ![...]

Selbst wenn das dort schriftlich festgehalten wurde, so ist diese Klausel nach mehreren höchstrichterlichen Urteilen inzwischen für ungültig erklärt worden, da sie gegen das Grundgesetz verstößt. Davon unbetroffen bleiben natürlich von Dir beschriebene Ausnahmen.

Kommentar von isomatte ,

Na sicher und genau so eine Ausnahme sollte dann als Begründung der Ablehnung im Arbeits bzw. Ausbildungsvertrag stehen,dass hatte ich damit gemeint !

Nur weil im Vertrag dann ein Verbot stehen würde hat das keine Verpflichtung für den Arbeitnehmer bzw.Azubi,dass muss dann schon rechtlich Hand und Fuß haben.

Kommentar von MikeyShu85 ,

Dann habe ich deinen Satz falsch gelesen, sind wir uns ja einig :-)

Antwort
von AriZona04, 50

Ja, leider kann Dir Dein Ausbildungschef den Job tatsächlich verbieten, denn er will Deine gesamte Kraft für seinen Betrieb. Wenn er dir nicht die Erlaubnis gibt, kannst Du da nichts machen. Außer mit ihm in Ruhe reden und versuchen, ihn davon zu überzeugen, dass es mehr Spaß als Job ist. Aber wenn er auf NEIN besteht, ist das nun mal so.

Kommentar von Froodo123 ,

Vielen Dank für deine Schnelle Antwort, nun wenn ich kein Geld bekomme und es mein Hobby ist in der Diskothek zu arbeiten kann der Arbeitgeber trotzdem mein Hobby verbieten ? Ich meine ich gehe auch ihn die Freiwillige Feuerwehr und muss auch manchmal für eine Woche 3 Stunden jede Tag zum Lehrgang, trotzdem wir mir das nicht verboten :/

Kommentar von Familiengerd ,

wenn ich kein Geld bekomme und es mein Hobby ist in der Diskothek zu arbeiten kann der Arbeitgeber trotzdem mein Hobby verbieten ?

Ja, auch dann - wenn die Voraussetzungen für ein Verbot denn überhaupt gegeben sein sollten.

Die Frage "bezahlt" oder "unbezahlt" ist unerheblich, weil der Arbeitgeber im Ausbildungsverhältnis eine besondere Verantwortung und Fürsorgepflicht gegenüber dem Auszubildenden hat, der sich der Auszubildende nicht durch das "Schlupfloch 'unbezahltes Hobby' " entziehen kann - wenn denn ein Verbot der Nebentätigkeit überhaupt gerechtfertigt wäre.

Die Frage der ehrenamtlichen Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr ist ein ganz anderes Gebiet, das mit der Frage hier nicht vergleichbar ist.

Kommentar von MikeyShu85 ,

So leider komplett falsch. :-( Siehe meine Antwort oben.

Kommentar von robi187 ,

wenn du nur 1 schreibst würde es vieleicht gehen?

Kommentar von Froodo123 ,

Ja wenn ich nur 1en schreibe meinte er ist das verhandelbar. Aber erst im 2. Ausbildungsjahr. Aber das ist auch nur zu 5% Wahrscheinlich das das dann erst erlaubt wird :/ Doch möchte ich jetzt schon gerne damit anfangen.

Kommentar von MikeyShu85 ,

Bevor ihr euch hier weiter mit Halbwissen herumschlagt, solltet ihr euch bitte mal meine Antwort oben durchlesen. Der folgende Link erklärt alle Rechte und Pflichten: http://www.finanztip.de/nebenjob

Kommentar von alarm67 ,

Das ist so nicht korrekt! Siehe auch meine andere Antwort!

Kommentar von Familiengerd ,

Die Antwort ist nicht nur "so nicht korrekt", sondern völlig falsch! ;-)

Antwort
von kevin1905, 44

Hab ich das hier nicht gerade beantwortet? Hast du die Frage nochmal eingestellt?

Kommentar von Froodo123 ,

Jap habe ich. 1. Habe ich das Falsche Alter angegeben, 2. Ist es ein Minijob und kein Nebenjob. Tut mir leid

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