Frage von 1000001fragen, 104

Minijob ohne Arbeitgeber mitzuteilen?

mein Freund hat finanzielles Problem, und braucht schnell Geld. Er sucht gerade nach einem Minijob, also 450Euro Basis, möchtet den Arbeitgeber seines Hauptberufs nicht davon erzählen. Darf er seine Nebentätigkeit so heimlich ausüben?

Antwort
von LonelyBrain, 81

http://www.welt.de/finanzen/article108303310/Ein-Nebenjob-kann-schnell-zur-Abmah...

Gesetzliche wie betriebliche Vorgaben schränken die Möglichkeiten eines Zusatzerwerbs jedoch ein. Wer diese Vorgaben missachtet, geht ein großes Risiko ein – es droht eine Abmahnung, im Extremfall sogar die Kündigung durch den Hauptarbeitgeber. Um auf Nummer sicher zu gehen, solle man sich die Zustimmung des Arbeitgebers vor Beginn der Nebentätigkeit schriftlich zusichern lassen [...]

Kommentar von 1000001fragen ,

gilt es auch bei Minijob?

Kommentar von wurzlsepp668 ,

was an dem Wort "Zusatzerwerb" hast Du nicht verstanden?

Antwort
von putzfee1, 64

Dein Freund sollte einen Blick in seinen Arbeitsvertrag werfen. Wenn dort steht, dass er den Arbeitgeber über der Aufnahme des Minijobs zu informieren hat, dann sollte er das unbedingt machen, sonst liefert er seinem Chef einen Kündigungsgrund, sollte dieser auf anderem Weg davon erfahren. Alles Weitere kannst du hier nachlesen: http://www.nebenjob.de/ratgeber_nebenjobs/ratgeber1_1.html

Kommentar von Familiengerd ,

Wenn dort steht, dass er den Arbeitgeber über der Aufnahme des Minijobs zu informieren hat

Der Arbeitgeber ist auch ohne eine solche arbeitsvertragliche Regelung zu informieren.

Arbeitsvertraglich kann vereinbart sein, dass ein Arbeitnehmer eine Zustimmung des Arbeitgebers einzuholen hat, die dieser allerdings nicht verwehren darf, wenn nicht die bekannten Gründe (relevante Konkurrenztätigkeit, Beeinträchtigung des Hauptjobs, Verstoß gegen gesetzliche Bestimmungen wie Arbeitszeitüberschreitung usw.) belegbar dagegen sprechen.

Kommentar von putzfee1 ,

Der Arbeitgeber ist auch ohne eine solche arbeitsvertragliche Regelung zu informieren.

Zwingend? In dem von mir eingestellten Link hört es sich nicht unbedingt so an.

Kommentar von Familiengerd ,

Zwingend?

Praktisch ja - auch wenn sich das im Link nicht so liest

Denn nur bei Information ist der Arbeitgeber schließlich überhaupt in der Lage, beurteilen zu können, ob belastbare (also nicht nur "spekulative" oder mutmaßliche, sondern durch Tatsachen begründete) Einwände bestehen, die es ihm erlauben würden, eine Nebentätigkeit zu verbieten.

Wie anders soll denn der Arbeitgeber von der Möglichkeit, gegebenenfalls (aus begründetem Anlass) einen Nebenjob verbieten zu dürfen, Gebrauch machen können, wenn nicht durch die Pflicht des Arbeitnehmers (ob nun vertraglich festgehalten oder nicht), ihn über seine geplante Nebentätigkeit zu informieren?!

Diese Formulierung im Link finde ich schon etwas merkwürdig:

Informieren Sie Ihren Arbeitgeber und lassen Sie sich Ihren Nebenjob genehmigen, auch wenn Sie nicht unbedingt dazu verpflichtet wären. Es lohnt sich nicht, sich ungesetzlich zu verhalten.

Kommentar von putzfee1 ,

Ja, da hast du wohl recht. Mich hat diese Formulierung auch etwas irritiert, weil ich ebenfalls der Meinung war, dass der AG in jedem Fall zu informieren ist.

Aber in den allermeisten Fällen (zumindest war das bei mir bisher immer so) steht das eh im Arbeitsvertrag.

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