Frage von osterhase9292, 41

Minijob + Selbstständigkeit?

Gesetzliche Krankenversicherung und Steuern bei Minijob und Selbstständigkeit - Planspiel: 1. Verdienst durch Minijob ca. 300 € und 2. Verdienst (Gewinn) durch Selbstständigkeit ca. 320 €

Überlegungen: - Verdienste werden addiert, da gesetzlich versichert - Familienversicherung ist nicht, weil mehr als 415 € pro Monat bzw. 4980 € im Jahr - Steuern ist nicht, weil unter 8.652 € im Jahr - durch Minijob (eigentlich) krankenversichert und unfallversichert - Selbstständigkeit darf den Minijob weniger als 20 % übersteigen (haupt-/nebenberuflich)

Doch wie geht's weiter? Wie viel kostet die GKV? Wird die GKV nur auf den "selbständigen" Verdienst berechnet? Auf den Minijob wurden ja schon KV gezahlt. Oder wird auf 620 € der volle Betrag fällig? Lohnt sich dann diese Konstelllation noch?!

Antwort
von SweetSecret86, 28

Hallo Osterhase9292, zunächste der Minijob verursacht überhaupt keine Beiträge für dich. Die zahlt der Arbeitgeber pauschal alleine. Nur bei der Rentenversicherung kannst du freiwillig auf den vollen Beitrag aufstocken. Die 320 € aus Selbständigkeit rechnet man in dem Zusammenhang auch nicht monatlich. Die GKV geht natürlich bei einer hauptberuflichen Selbständigkeit, von einem fiktiven Einkommen von ca. 2'400 Euro aus. Leider ist dies durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes (BVG) vom 22. Mai 2001 (I 1879 – 1 BvL 4/96) nicht angreifbar. Falls du mit einem Beitrag von 93 Euro, oder weniger gerechnet hast, muss ich dich leider enttäuschen. Rechne mal lieber mit ca. 350 Euro monatlich. Du musst halt vergleichen ob du lieber in der GKV bleiben willst, oder ob dir greifbare Leistungen für deinen bezahlten Beitrag lieber sind.

Kommentar von osterhase9292 ,

Auch wenn Minijob = hauptberuflich und Selbstständigkeit = nebenberuflich...?

Das heißt eigentlich, dass mindestens 1 Verdinst nur für die GKV `drauf geht?!

Kommentar von SweetSecret86 ,

Es gibt einige Faktoren die hier reinspielen. Wenn du sagen würdest, was du in der Selbständigkeit ungefähr machen möchtest. Ich kann dir nur dann die Bemessungsgrundlagen raussuchen, wenn ich weiß um was es genau geht. Der Gewinn ist nicht unbedingt die ausschlaggebende Rechengröße. Der Zeitaufwand und der Umsatz spielt ebenfalls eine Rolle bei der Bewertung. 

Antwort
von SweetSecret86, 28

Ergänzend zu vorhin:

Du musst halt vergleichen ob du lieber in der GKV bleiben willst, oder ob dir greifbare Leistungen für deinen bezahlten Beitrag lieber sind.

Wegen der Unfallversicherung ist noch anzumerken, dass dies eine Arbeitgeberversicherung ist. D. h. den Beitrag zahlt der Arbeitgeber allein und ist nur eine Art "Hapftpflichtversicherung" des Arbeitgebers, wenn dieser bei einem Arbeits- bzw. Wegeunfall dir irgendwelche Beträge zu ersetzen hätte. Wenn du keinen Grund für ein totales Selbstverschulden gegeben hast, springt dann die Berufsgenossenschaft ein. 

Für deine Selbständigkeit sowie die Freizeit musst du dich - falls du den Wunsch nach einer Versicherung hast - selbst Versicherung und selbst bezahlen. Bis auf wenige Ausnahmen, ist die Mitgliedschaft für Selbständige in der BG freiwillig und empfehlenswert. Unfälle können schnell passieren.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community