Frage von cid1980, 13

Mindestunterhalt Begriff Erwerbstätig?

Guten Tag,

Was hat es mit dem Begriff "Erwerbstätig" auf sich?

Einmal der Selbstbehalt von 880 und 1080.

Meine Anwältin sagt, dass man nur erwerbstätig im Sinne des Unterhaltes ist wenn man Einkünfte generiert.

Ich habe hierzu andere Meinungen im Netz gelesen. Ich baue gerade einen Online Shop auf und generiere noch keine Einkünfte habe Ausgaben die aber keinen Interessieren....

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Antwort
von ichweisnix, 11

Es ist kein erwerbstätige ja / nein, sondern Einkünfte stammen aus Erwerbstätigkeit oder eben nicht. Falls es Erwerbseinkünfte und nicht Erwerbseinkünfte gibt, wird der Selbstbehalt anteilig angepasst. Sprich wenn 50% der Einkünfte aus Erwerbstätigkeit stammen sind es 980€.


Ich baue gerade einen Online Shop auf und generiere noch keine Einkünfte habe Ausgaben die aber keinen Interessieren....

Das interessiert in den Moment wo mit den Shop auch Einnahmen erzielt werden. Dann sind die Ausgaben natürlich vorher abzuziehen.

Antwort
von rasperling1, 13

In Deinem Fall geht es offenbar um Kindesunterhalt. Wenn Du einem Kind unterhaltspflichtig bist, musst Du mindestens den untersten Satz der Düsseldorfer Tabelle zahlen. Das ist der so genannte Mindestunterhalt. Vor der Zahlung dieses Mindestunterhalts schützt Dich auch der Selbstbehalt nicht - egal ob man ihn mit 880,- Euro oder mit 1.080,- Euro ansetzt. Es sei denn, Du könntest nachweisen, dass Du beim besten Willen nicht so viel verdienen kannst, um den Mindestunterhalt zahlen zu können. Dieser Nachweis wird Dir aber nicht gelingen. Da Du offenbar nicht erwerbsunfähig bist, kann man von Dir verlangen, dass Du irgendeinen x-beliebigen Job annimmst (vielleicht sogar noch einen zusätzlichen Nebenjob), um den Kindesunterhalt zahlen zu können. Wer einem minderjährigen Kind unterhaltspflichtig ist, darf sich nämlich nicht einfach selbständig machen, wenn dabei nichts raus kommt. Erst einmal musst Du den Mindestunterhalt sicherstellen, erst danach darfst Du dich um Dich selbst und um Deine eigenen Lebens- und Berufswünsche kümmern.

Kommentar von AalFred2 ,

Da hast du etwas vollkommen falsch verstanden. Der Selbstbehalt heisst Selbstbehalt, weil man ihn selbst behalten darf, bevor man Unterhalt zahlt. Erst, wenn man mehr verdient, muss man davon Unterhalt zahlen.

Kommentar von rasperling1 ,

Nein: man darf sich auf den Selbstbehalt erst dann berufen, wenn man nachweislich alles versucht hat, an seiner Einkommenslage irgendwas zu verbessern. Dazu gehört u.U. auch, sich einen Angestellten-Job zu suchen und/oder einen Nebenjob anzunehmen. Nur demjenigen, der ALLES versucht hat, um mehr Geld zu verdienen, dabei aber ohne eigenes Verschulden erfolglos war, hilft die Selbstbehaltsgrenze. 

Kommentar von AalFred2 ,

Sorry, ich hätte offensichtlich deine Antwort etwas genauer lesen sollen. War wohl nicht mein Tag gestern. Betrachte meinen Einwand bitte als das, was er ist, überflüssig.

Kommentar von rasperling1 ,

Die ganze Sache ist einfach enorm kompliziert :-)

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