Mindestlohnerhöhung 2017, der Arbeitgeber meiner Nachbarin ist strikt dagegen, warum?

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6 Antworten

Hallo Lindgren, 

mir wird schlecht wenn ich das lese, denn das zeigt die Spiegelt eine ungerechte Gerechtigkeit wieder, die ein Weltweites Problem darstellt. 

Der AG deiner Nachbarin hat gegen kein Gesetz verstoßen, soweit wir wissen. Sich über die Erhöhung des Mindestlohns aufzuregen ist sein gutes Recht. Das es moralisch fragwürdig ist, steht außer Frage. Dies ist aber leider kein Einzelfall. Kritisch wird es erst, wenn er den Mindestlohn nicht einhalten würde. 

Deine Nachbarin hingegen ist eine ehrenwerte Frau, deren refferenzen ich nicht kenne. Doch es kann Ihr nicht schaden, sich auf dem Arbeitsmarkt ein wenig umzuschauen. 

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Kommentar von lindgren
08.06.2016, 09:18

Das ist schwierig. Sie war über 30 Jahre lang verheiratet mit 2 Kinder. In dieser Zeit war sie Hausfrau, sprich, sie hatte Putzstellen und die Eltern ihres Mannes gepflegt. Der Mann hat sie wegen einer anderen verlassen. Sie ist bei der Trennung 53 Jahre alt gewesen und heute ist sie 56 Jahre alt. Sie findet nichts anderes mehr.

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Warum er dagegen ist? Weil er dadurch mehr Kosten und weniger Gewinn hat.

Mindestlohn für die Angestellten bedeutet bei Ausbeutern weniger eigenes Geld auf dem Konto. Grund genug dagegen zu sein.

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Kommentar von lindgren
08.06.2016, 09:14

Das scheint in der Tat so zu sein. Ich kenne diesen AG privat ganz gut. Ist ein netter Kerl. Allerdings hat er einen schlechten Ruf als AG. Ich weiß von daher auch, auf welchem Fuß er lebt. Es sei ihm gegönnt. Er steckt viel Herzblut in die Firma und arbeitet auch viel. Dennoch sollte er seine Angestellten auch angemessen entlohnen.

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es kann tatsächlich sein das sich der arbeitgeber nicht leisten kann bzw will.

er hat einen sehr teuren lebensstil. wenn er sienen mitarbeiten jetzt ein angemessenes gehalt geben soll, dann hat ja ein bisschen weniger gewinn und muss vll seinen luxus ein wenig zurückschrauben.

es kann also sein, das der mindestlohn ihn nicht zur existensangst bringt, aber vll dazu , das er in zukunft ein auto weniger in der garage stehen hat.

es kann aber auch ganz anders sein. vll läuftg es in der firma gar nciht gut, der typ kann schlecht mit geld um gehen und er ist sehr hoch verschuldet. das kann man nciht genau sagen.

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Kommentar von lindgren
08.06.2016, 09:16

Nein, der Firma geht es sehr gut. Ein Global-Player, sie kommen mit den Aufträgen nicht nach (ich kenne diesen AG privat).

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Du fragst jetzt warum er gegen den Mindestlohn ist? Ganz einfach weils mehr Geld kostet, er hat scheinbar die Mittarbeiter und deine Nachbarin ausgenutzt und wenig Geld für eine Tätigkeit gezahlt die viel mehr wert ist. 

Unterscheiden sollte man auch Privatvermögen und das Geschäftsvermögen. Vielleicht ist der Auftragseingang gerade nicht so optimal, oder der Einkauf andere Rohstoffe ist gestiegen, oder er ist einfach nur giereig.

Wehren kann man sich dagegen nur schwer, bei der Gehaltsverhandlung steht eben ein Gehalt fest und wenn dann jemand kommt der für die gleiche Arbeit mehr Geld bekommt dann ist das einfach persönliches Pech. Wenn der AG schon so rumdruckst weil er jetzt den Mindeslohn zahlen muss, dann wird ein Gespräch um eine Gehaltserhöhung nur wenig gehör finden.

Das was sie machen kann, ist versuchen den Betrieb zu wechseln.

Ich finde es ehrlich gesagt peinlich wenn eine Firma stolz sagt "wir zahlen den Mindeslohn" was ist denn daran toll wenn man das mindeste bezhalt?

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Kommentar von wurzlsepp668
08.06.2016, 09:30

Frage: woher wilst Du wissen, dass die Tätigkeit viel mehr wert ist?

ein Bekannter von mir ist Selbständig, Metallbranche ...

da ein Freund von ihm einen Sohn hat, der eine leichte körperliche Behinderung hat und dadurch sehr schlecht bzw. überhaupt keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hat, hat er sich bereit erklärt, den Sohn für Hilfstätigkeiten zu beschäftigen.

der Mitarbeiter kostet ihn mehr Geld, als dieser wieder einbringen kann ....

KEIN Unternehmer beschäftigt Mitarbeiter, die das eigene Gehalt nicht wieder einbringen .......

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Klingt hart, aber ist leider wahr - weil die AG nicht bezahlen will.

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was der chef sich privat leistet ist ja irrelevant..fakt ist das er ja nicht nur 1,-€ pro person und std mehr zahlt sondern er ja dazu noch die sozialabgaben zu zahlen hat ...und nur vom gehalt her wären das ja 8000,-mehr pro monat+die pflichbeiträge...diese mehrausgaben müssen ja auch irgendwie erwirtschaftet werden

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Kommentar von Bartstoppel1902
08.06.2016, 09:17

Wie kommst du auf 8000? - Die Rechnung würde mich interessieren. 

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