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Mindestlohn bei Postdienstleistungen beschlossene Sache- ein Durchbruch für generellen Mindestlohn?

gefragt von MetropolMetropol am 21.08.2007 um 15:59 Uhr

Wenn ich anschaue, wie kaputt eine Freundin, die in der Pflege arbeitet, jeden Tag ist, und was sie dafür bekommt...meint Ihr, der Beschluss für die Post könnte ein Durchbruch hin zu allgemeinem Mindestlohn sein?


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Reply


Heeeschen
beantwortet von Heeeschen am 21. August 2007 16:06
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Ich denke, die Politik ist - endlich - auf dem richtigen Weg. Ich hoffe sehr, dass wir endlich einen Mindestlohn (minimum 7,50 €/h) in Deutschland bekommen, damit JEDER, der Fulltime arbeitet, sich davon auch ernähren kann.

Und das OHNE zusätzlich Almosen vom Staat bekommen zu müssen.

Kommentar von Simple_avatar4smallHilde Marie am 21. August 2007 17:06

Genau!!! DH!!!

Kommentar von 2a96701186bf29458cb4c59d606fbbd9smallAndreas Pueschel am 21. August 2007 23:22

Bedenkt man, dass rund 180 Stunden im Monat gearbeitet wird, dann entspricht das einem Bruttolohn von 1.350 €. Bleibt dann ca 1.000 € nach Abzug der Sozialabgaben und Steuern übrig für Miete, Heizung, Strom, an Auto und Urlaub garnicht zu denken. In meinen Augen ein Almosen. Davon kann eine Familie dahinvegetieren, aber nicht leben!


Indy72
beantwortet von Indy72 am 21. August 2007 16:47
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Schwer zu sagen, ob das der erhoffte Durchbruch für den Mindestlohn ist! Aus meiner sicht sollte jede Arbeit so entlohnt werden, dass man davon leben kann und zwar ohne weitere staatliche Subventionen. Andere Volkswirtschaften sind mit dem (oder trotz des) Mindestlohns nicht zusammengebrochen. Dagegen können sich die Arbeitssuchenden und Wenigverdiener aufgrund der veränderten Sozialgesetzlage praktisch wehrlos!


anonym
beantwortet von frederike73 am 21. August 2007 17:03
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Ich denke es handelt sich nicht um einen Durchbruch aus zweierlei Gründen. Erstens ist die Regierung uneinig über das Thema (CDU dagege, SPD dafür). Zum anderen ist die Situation in der Postbranche eine Besondere, da die Liberalisierung der Postzustellung es neuen Firmen auf dem deutschen MArkt erkaubt hat Briefe zuzustellen. Da sie dies nur billiger als die Post machen wenn sie Dumping-Löhne zahlen können, ist der Beschluss zum Mindestlohn in der Branche längst überflüssig. Einen Flächenmässigen Mindestlohn wird es aber i.d. nächsten 2 Jahren nicht geben.

Kommentar von Simple_avatar4smallHilde Marie am 21. August 2007 17:12

Stimmt, die privaten Zusteller - sie gibt es nicht erst seit gestern, sondern schon seit vielen Jahren, können ihre Dienste nur deshalb so günstig anbieten, weil die Beschäftigten ohne Pause im Akkord arbeiten, wenig verdienen und bei unserem Arbeitsmarkt: Wer das Handtuch wirft - es stehen etliche andere Bewerber schon vor der Tür.


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 21. August 2007 17:33
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Das ist doch nur Augenwischerei, wenn die Parteien sich hier darauf geeinigt haben, die privaten Postdienste in die "Entsenderegelung" aufzunehmen.

Dieses Gesetz, das mal für Bauarbeiter eingeführt wurde, hat doch nur einen Sinn in Branchen, bei denen ausländische Kolonnen hier arbeiten und das ist bei den privaten Postboten sicher nicht der Fall.

Und wenn der Mindestlohn andere Volkswirtschaften nicht zum Zusammenbruch gebracht hat, wie immer wieder betont wird, dann mögen diejenigen sich aber bitte einmal die Höhe des dort gezahlten Mindestlohns ansehen - der ist weit entfernt von 7.50 €.

Kommentar von 091c3a8979eeff2ed5b6f04e3ccc4e26smallHeeeschen am 23. August 2007 09:41

Ja, der liegt größtenteils über 8,-- €.


anonym
beantwortet von Kaldex am 21. August 2007 18:46
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Ich denke, daß diese Neuregelung leider keinen Durchbruch in Richtung Mindestlohn darstellt, Hier stecken staatl. Interessen dahinter: die BRD hält noch große Anteile der Post-Aktien. Müßte die Post gegen Dumpinglöhne der anderen ab 2008 konkurrieren, würde der Aktienkurs vermutlich erhebl. absacken. Aber auch so wirds weiter Lohndrückerei (bei allen Postunternehmen) geben. Ich kann nicht mit Demosthenes übereinstimmen, daß ein Mindestlohn nur Sinn macht für Branchen, in denen viele ausl. Kolonnen tätig sind. Er macht generell Sinn um zu gewährleisten, daß private Unternehmen NICHT faktisch Subventionen empfangen. Hier gibts ein Busunternehmen, das behinderte Kinder zur Schule fährt. Deren Fahrer werden mit 3,5 €/h abgespeist und den Rest dürfen wir alle via aufstockendem AlG 2 drauflegen. Willst Du, daß solche Zustände weiter um sich greifen? Im Übrigen halte ich 7,5 € für zuwenig. In Frankreich gilt 8,15 €! Wer bietet mehr?





anonym
beantwortet von poetvl am 21. August 2007 21:01
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Mindestlohn mus sein, dieses Thema hatten wir schon des öfteren.Wenn nicht freiwillig, dan eben gesetzlich. Fulltimejobs mit so wenig Geld, das man noch Sozialhilfe braucht ist Ausbeutung und unwürdig. Hut ab vor denen die trotzdem arbeiten, aber es verstösst gegen jegliche Ethik so wenig zu bezahlen, das der Arbeitende nicht von seiner Arbeit leben kann. Das verstösst in meinen Augen gegen alle Konventionen. Es hat sich leider in der Vergangenheit gezeigt, das profitable Arbeitgeber freiwillig auch nicht mehr bezahlen. Deshalb ist der Mindestlohn wohl ein geeignetes Mittel, die Sahne von oben auch etwas nach unten zu veteilen.




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