Nazrael am 22.10.2008 um 14:33 Uhr
Ich mache mir große Sorgen. Eine meiner besten Freundinnen ist grundlos, wie sie sagt, traurig. Obwohl Ferien sind, sie weder überlastet noch unterfordert ist und ihre Freunde bzw. wir sie besuchen. Sie ist ein unglaublich lieber, hilfsbereiter Mensch und zumeist sehr fröhlich, nur verkriecht sie sich mit all ihren Sorgen in ihr mentales Schneckenhaus - irgendetwas aus ihr herauszubekommen ist beinahe unmöglich. Ich befürchte auch, dass sie sich etwas antun könnte. Auf ihre Aussage, sie sei nutzlos, habe ich natürlich entgegnet, dass ihre Freunde, die sie sehr gern haben, das ganz anders sehen, sie als Freundin schätzen und dass das eben gar nicht nutzlos sei. Ihr einziger Kommentar dazu war, dass all diese Leute auch ohne sie leben könnten. Ich weiß, dass das jetzt keine einfache Frage ist, aber inzwischen bin ich echt ratlos und mache mir große Sorgen. Vielleicht hat jemand einen guten Tipp, weil er selbst schon solche Erfahrung mit jemandem gemacht hat, selbst so jemand ist oder ähnliches? Vielen Dank für hilfreiche, ernst gemeinte Antworten!
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Vielleicht setzen sich alle Ihre Freunde mal mit ihr zusammen und erklären ihr, wie wichtig sie für jeden einzelnen ist und was sie an ihr schätzen..... Ic drück euch die Daumen....LG
Hört sich nach Depressionen an, sie sollte die professionelle Hilfe eines Psychologen in Anspruch nehmen.

Wie bereits gesagt, das klingt nach Depressionen, gerade Menschen die immer Fröhlich sind, die jeder mag, die immer Erscheinen als wenn sie selber nie Sorgen haben, haben häufig Probleme damit ihre Sorgen anderen mitzuteilen.Es frisst sie auf, hilf ihr diese Hürde zu nehmen, sag ihr das sie eine Depression haben könnte, sag ihr das dur dir Sorgen machst. Und nimm sie einfach mal in den Arm, manchmal brechen dann alle Dämme. Viel Glück für dich und deine Freundin.

Das wichtigste ist hier schon gesagt worden. Wenn Sie Äußerungen macht, daß sie nicht mehr leben wolle, würde ich das sehr ernst nehmen. Eine solche Äußerung ist immer ein Hilferuf und sagt so etwas wie "Ich schaffe es nicht alleine, bitte helft mir". Gleichzeitig "verkriecht" sie sich, wie Du schreibst, so daß es schwer ist an sie heranzukommen. Du kannst Ihr zeigen, daß Du immer für sie da bist und sie unterstützt, aber auch daß Du Verständnis hast dafür, daß es ihr schlecht geht und daß sie sich verkriecht. Irgendwann wird sie sich öffnen, und zwar wenn sie das Gefühl hat, daß sie sich nicht zu schämen braucht mit Ihren Ängsten, Sorgen oder was auch immer.
Eine Möglichkeit wäre noch, ihr das Versprechen abzunehmen, daß sie sich nichts antut. Ob das für Euch beide passend ist kann ich nicht sagen, aber es ist etwas was oft Bedeutung hat. Und schließlich WILL sie Ihr Leben ganz sicher nicht beenden, es wäre nur der letzte verzweifelte Ausweg, wenn sie das Gefühl hat, nichts anderes tun zu KÖNNEN.
Vielleicht findest Du als Freundin auch jemanden, der Dich unterstützen kann in der Frage, wie Du am besten reagierst, egal ob es jemand professionelles ist (Berater, Therapeut, Beratungsstelle, Telefonseelsorge, Internetnotruf usw.) oder aus der Familie / Freundeskreis. Alles Gute!

Ich hab manchmal so Phasen. Entweder denk ich dann an irgendetwas in der Zukunft, auf das ich mich freue, oder mache etwas Produktives, wo ich dann stolz auf mich sein kann. Ich denke solche Erfolgserlebnisse sind besonders wichtig.
So etwas kann auch wieder vorbeigehen...
Sei einfach für sie da, das ist wichtig... sehr wichtig sogar und habe sie einfach lieb... sag ihr regelmäßig, wie wichtig sie dir und anderen ist... das fehlt oft...
meine freundin hatte das auch. einfach rede reden reden. vielleicht ist was mit der familie, bekannt, verwannte oder schule. bei meiner freundin war das aber ein anzeichen für eine lebensümstellung (sie ist zu emo geworden). pass gut auf sie auf damit sie sich nichts antut (wie ritzen, selbstmord) setz euch zusammen und redet über die probleme dass hilft.. lg

Manche Menschen, gerade die hoch Sensiblen, sind einfach so das sie immer wieder Phasen haben in denen sie sich zurück ziehen und evtl. auch traurig sind.
Das ist erst einmal kein Krankheitssymptome oder ein Grund zur Besorgnis.
Lasse deiner Freundin die Zeit die sie für sich selber benötigt und signalisiere ihr das Du für sie da bist.
Wenn sie nicht innerhalb von ein paar Wochen wieder aus ihren Schneckenhaus auftaucht, dann versuche doch mal mit ihren Eltern dadrüber zusprechen.
Die werden dann alle weitere Maßnahmen einleiten.
LG Wolpertinger
Werden wir auf jeden Fall in dieser Weise noch einmal versuchen, ich befürchte nur, dass sie sich auch dann verkriechen wird.
Dann müsst ihr auch hartnäckig bleiben, und es ihr beweisen das ihr sie auch braucht....
Eine Ergänzung von mir, wenn ich darf: Es ist sicher ganz wichtig zu zeigen, daß Ihr sie als Freundin braucht und daß ihr Interesse an an ihr habt. Aber ich glaube es ist auch wichtig, Verständnis für die Reaktion des Verkriechens zu zeigen und sie nicht unter Druck zu setzen - Druck hat sie jetzt sicher schon genug.