Frage von Crean567, 34

Minderwertigkeitskomplex, wie wirkt er sich auf mein Leben aus und was kann ich dagegen machen?

Hallo ich bin männlich 18 und arbeite als Handwerker, ich war mir nie sicher wie eine Psychologische diagnose bei mir aussehen würde. Doch letztens hat ein guter Kumpel aus der Berufsschule (Er ist 31) mit einer genialen Menschenkenntis mich aufgrund meines verhaltens damit zu konfronntieren.

Ich benehme mich meist normal aber manchmal kommt mein wahres ich durch, dann bin ich schüchtern und unsicher (tritt meist auf wenn ich in Stresssituationen bin oder mich zerdenke) sonst versuch ich witzig und normal zu wirken, mit alkohol was ich zur Zeit als Lösung nehme werde ich lebensfroher und glücklicher als ich je war, deswegen trinke ich aus sehr oft (nicht immer sehr viel aber sehr oft).

Dem Kumpel der mir das klar gemacht hat vertraue ich und er mir. Nach seiner Aussage wollte ich es nicht wahrhaben. Danach hab ich nur noch daran gedacht und mir sind einige Faktoren aufgefallen die das bezeugen.

  • Wie gesagt die innere Angst und Unsicherheit
  • Das ich wenn ich mit Leuten diskutiere nach wenigen Minuten ihnen zustimme obwohl es falsch ist
  • Mein Vater hat mich wie Dreck behandelt, beleidigt und geschlagen
  • Ich für Freunde alles machen würde bzw. Mache
  • Ich mich wenn ich ein Mädchen kennenlerne ewig an sie ranhefte und meist abgesägt werde

Meine frage steht oben, den ich denke das diese sachen mein Leben durchgehend beeinträchtigen wird. Und dies würde ich gerne beheben Alkohol ist auf dauer keine Lösung :( bin echt verzweifelt Sollte ich zum Psychologen?

Hab immer das gefühl weniger Wert zu sein als Andere. Das Gefühl das ich anderen nix bedeute. Manchmal male ich mir aus was passieren würde wenn ich sterbe? Würden meine Freunde und Bekannte traurig sein oder nur sagen Ohh er ist tot und mir egal

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von bikerin99, 10

Wenn du einen Minderwertigkeitskomplex hast, dann geht es darum, dass du handelst und Herausforderungen annimmst. So gibt es z.B. auch Selbstsicherheitstraining bei Psychologen oder Psychotherapeuten.
Die Idee, den Alkohol wegzulassen, finde ich super, denn sonst hast du später 2 Probleme: deinen Komplex und dann noch das Alkoholproblem.
Hole dir Hilfe bei einem Psychologen oder Psychotherapeuten. Das Wichtigste ist, dass du einen guten Draht miteinander habt, sonst ist er/sie nicht der/die Richtige und suche dann eine/n andere/n.
Du bist erst 18 Jahre und du hast noch dein Leben vor dir und du schaffst es, mehr zu dir zu stehen.

Antwort
von Skimo, 14

Die Frage wäre einfach, weshalb du diesen Komplex hast? Was gefällt dir nicht an dir?

Alkohol ist selbstverständlich keine Lösung, sondern eine Art der Verdrängung.

Wenn du dich mit denem Kollegen so gut verstehst, vertrau dich ihm doch nochmal an. Trefft euch mal in Ruhe und quatscht ein bisschen. Manchmal hilft es, wenn man einfach einen Zuhörer hat und plötzlich merkt man selbst, was los ist.

Solltest du vom Alkohol nicht loskommen, dann ist dringend professionelle Hilfe gefragt.

Teste dich selbst: Schaffst du es bis September ohne Alkohol? 

Wenn das für dich zwar manchmal ein bisschen langweilig, aber generell aushaltbar ist, dann scheint es noch okay zu sein.
Sollte dich das allerdings verzweifeln lassen, dann sieht es für mich nach einer Sucht aus.

Wohlbemerkt: ich bin auch kein Experte :-) ich versuche nur meine Ideen zu teilen.

Antwort
von OHBRF, 6

Du bist Dein eigener Minderwertigkeitskomplex!!!

Wenn Du mit Leuten diskutierst, nimmst Du schnell ihre Meinung an und stimmst ihnen zu! Wie sieht es denn mit Deinem Freund aus, dem Du so vertraust? Sagt er Dir, wie Leben (Dein Leben) funktioniert und Du nimmst Dir alles an, was er sagt? Stellst nichts in Frage sondern gehst Deinen Lebensweg, den Dir andere zeigen wollen? Du bist bei Dir noch nicht angekommen! Du hörst überwiegend auf andere, nimmst ihre Ratschläge an und stellst nichts in Frage. 

Alkohol ist ein schlechter Ratgeber! Klar, betrunken ist das Leben schöner. Es ist aber eine Scheinwelt! Dein Verzehr an Alkohol wird immer höher und ich sehe in Dir ganz klar einen Alkoholiker! Ein Alkoholiker kann auch mal ohne mit der Wimper zu zucken eine Woche ohne Alk klar kommen. 

Deine Prägung, die Du als Mensch (Kind) erfahren hast, waren mit Sicherheit gewaltsam von Deinem Vater! Das hinterlässt tiefere Spuren, als wir es zugestehen möchten. An Deiner Stelle würde ich auf jeden Fall einen Psychologen aufsuchen. Er tut Dir nichts und Du kannst nur gewinnen. 

Wenn Dir der väterliche Anker aus der Kindheit gefehlt hat, kann ich mir gut vorstellen, dass Du sehr harmoniebedürftig bist. Das würde auch erklären, warum Du Dich so an eine Partnerin heften würdest. Das ist ok. Aber ,mach Dir Gedanken, warum Du sie so vereinahmen würdest! Wenn ein Mensch, egal ob Mann oder Frau, in seinem Leben eingeschränkt wird, könnte er sich vom Partner trennen. 

Ich wünsche Dir alles Gute. Gerne unterstütze ich Dich bei Deiner Selbstfindung. 

Lieben Gruß Olli 

 

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