Frage von bababu19, 31

Minderwertigkeitsgefühl, Selbsthass, Schüchternheit?

Hallo,

mir geht es überhaupt nicht gut..traue mich nicht unter Leute, finde mich hässlich, habe das Gefühl keiner mag mich, immer Angst Fehler zu machen...fühle mich einfach wert und nutzlos. Ich habe gerade diesen Artikel hier gelesen: http://www.psychotipps.com/selbstvertrauen/folgen-geringer-selbstachtung.html

Und alles trifft auf mich zu! Ich weiß nicht mehr weiter..ich gehe noch kaputt, will nicht mehr leben..und hasse mich selber.

Weiß jemand wie man mit so etwas umgehen kann? Habe kaum Freunde und ne kaputte Familie. Habe eigentlich niemanden mit dem ich darüber reden kann oder der mich ernst nimmt.

Hilfe

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von HypnoDoc, 31

Hallo bababu19,

wende dich vertrauensvoll an einen Therapeuten (Heilpraktiker für Psychotherapie oder einen psychologischen Psychotherapeuten). Ganz ehrlich, dein Problem ist i. A. sehr gut zu therapieren und deine Selbstwahrnehmung und dein Selbstwertgefühl auf gesunde Beine zu stellen.

Allerdings solltest du dich vorher auch körperlich von deinem Hausarzt mal gründlich durchchecken lassen, denn es kann auch körperliche Ursachen für zumindest depressive Gefühlsschwankungen geben (z. B. Schilddrüse).

LG

Kommentar von bababu19 ,

Ich bringe es nicht übers Herz meine Eltern danach zu fragen...und kostet das etwas? 

Kommentar von HypnoDoc ,

OK, hier mein Ratschlag:

a) Aussagen, die in Richtung Suizidgedanken gehen, sind absolut ernst zu nehmen. Wenn du mit deinen Eltern nicht darüber reden kannst, rede ersteinmal mit deinem Hausarzt darüber (und natürlich mit Freunden!). Er wird dich dann weiterverweisen an einen Psychotherapeuten. Rede mit ihm über deine Probleme! Wenn Du mit deinen Eltern drüber reden kannst, solltest du es tun!

b) DieTherapie bei psychologischen Psychotherapeuten wird meistens (je nach deren Ausrichtng) von der Krankenkasse übernommen. Viele haben allerdings lange Wartelisten. Bei einem Heilpraktiker für Psychotherapie bekommst du in aller Regel schneller einen Termin, aber die Krankenkassen übernehmen das in aller Regeln nicht (nur manche Zusatzversicherungen übernehmen das). Das hat nichts mit Qualität zu tun, sondern eher mit deutscher Gesetzgebung.

Frage: war das schon immer so oder gab es ein auslösendes Ereignis? Grundsätzlich muss man sich auch anschauen, wie das Verhältnis zu den Eltern war/ist...

Kommentar von bababu19 ,

okay dankeschön.

Ich denke, dass ging alles so in der Pubertät los. Habe keine richtigen Freunde und wenn ich was mit anderen Leuten unternehme, dann sind die alle mindestens 6 Jahre älter als ich. (Leute aus meinem Dorf). Und da fühle ich mich nicht wirklich akzeptiert und seit dem ging alles los.

Ich weiß nicht, ob es eine temporäre Phase ist, aber danach sieht es nicht aus.

Kommentar von HypnoDoc ,

Es gäbe noch sehr viel zu sagen und zu fragen, aber das würde den Rahmen hier sprengen. Hinterfrage vielleicht mal für dich:

  • Fühlst du dich nicht akzeptiert oder ist das objektiv der Fall? Was genau löst das Gefühl aus?
  • Was ist in der Pubertät, als es losging, passiert? Gab es hier einen konkreten Auslöser als du dieses Gefühl zum ersten Mal mal hattest?
  • Haben dich deine Eltern immer unterstützt und dir das Gefühl gegeben das das was du machst richtig und gut ist?
  • Wer würdest du gerne sein? Wie sieht dein eigenes Idealbild aus?

Nur mal ein paar Ansatzpunkte...(brauchst du jetzt hier nicht beantworten, nur vielleicht drüber nachdenken, ganz im STillen)

Antwort
von siciliano96, 10

Ich muss sagen, dass die Beschreibung auf mich passt bzw passte als ich jünger war, ich weiß ja nicht wie alt Du bist, aber es ist etwas was mit den Jahren vergeht.

Als ich 10-14 Jahre alt war hatte ich oft Selbsthass, ich hab in den Spiegel gesehen und sagte "Oh man bist du Hässlich", schüchtern war ich schon immer und bin ich selbst Heute noch, aber nicht so wie ich es früher war und die Minderwertigkeitsgefühle hab ich mal mehr mal weniger - von daher kann ich dich absolut verstehen!

Bei mir hat sich die Schüchternheit mit den Jahren etwas gelegt - zwar nicht ganz aber wenigstens etwas, und das ist goldwert für mich.

Der Selbsthass hat seither auch abgenommen, seit ich paar Kilos verloren habe - da ich früher dicker war, und da ich ab und zu paar Komplimente bekam (zwar sehr selten, aber die die ich bekam, waren schon ermunternd) hab ich mir selber gesagt, so hässlich kann ich doch gar nicht sein? Zwar zweifle ich selber manchmal dran, aber ich sage mir, auch wenn das sch*iße klingt, dass es manche gibt die schlimmer aussehen wie ich.

Wenn du an dir was ändern willst, erweitere dein Kleidungsstil, mach was mit deinen Haaren - ein Versuch ist es wert und wenn du noch jung bist, dann habe Geduld, irgendwann wird es sich legen und nicht mehr so schlimm sein wie du es derzeit siehst. 

Viel Erfolg!

Antwort
von brido, 27

Wenn es immer so ist brauchst Du Antidepressiva. 

Kommentar von bababu19 ,

Will mich doch nicht mit Medikamenten vollstopfen. Einfach nur das Leben genießen und Spaß haben

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