Frage von Laabee1112, 159

Minderjährig und schwanger, was kann ich tun?

Ich habe vor einer Woche mit meiner Mutter über Geschlechtsverkehr gesprochen und sie fragte mich ob mein Freund und ich denn verhüten würden, dann antwortete ich ihr ehrlich, dass wir das nicht immer getan hatten, nach einem positivem schwangerschaftstest muss ich jetzt noch auf das Ergebnis meiner heute anstehenden Blutuntersuchung warten. Leider deuted aber einiges auf eine Schwangerschaft hin wie selbst meine Mutter sagte. Für den Fall dass ich schwanger bin wären meine Eltern für eine Abtreibung, die Eltern meines Freundes dagegen, mein Freund kann sich nicht so recht entscheiden und ich, da ich noch minderjährig bin, hätte jetzt die Frage ob ich verpflichtet wäre in ein Mutter-Kind-heim zu gehen, wenn ich das Kind bekäme oder ob ich auch die Möglichkeit hätte, mit dem Baby zuhause zu bleiben..? Ich würde eigentlich abtreiben, weil ich somit einfach 3 leben, meins, das meines Freundes und das des Kindes zerstören würde, ich könnte dem Kind und auch mir selbst nichts bieten und in die Schule könnte ich dann auch erstmal nicht, das Problem ist einfach dass ich riesige Angst vor dem abtreiben bzw. vor dem Eingriff hätte, würde mich aber andererseits fast weigern in ein Mutter-Kind-heim zu gehen. Lieben Gruß und Danke im Voraus.

Antwort
von armeskaenguru, 19

Hallo

Du möchtest eigentlich abtreiben. Du hast aber Angst vor dem Abtreiben bzw. vor dem Eingriff.

Die Frage ist einmal, in welcher Woche bist Du. Bis zur 9. Woche könnte man z. B. medikamentös abtreiben, das ist dann kein Eingriff, sondern nur durch Tabletten. Die andere Variante ist (bis zur 14. Woche, 12. Wochen nach Befruchtung) durch Absaugung. Vor diesem Eingriff musst Du keine Angst haben. Man wird in einen Kurzschlaf versetzt und nach 5-10 Minuten ist die Absaugung beendet. Darauf wachst Du in einem Aufwachraum auf.

Die Eltern Deines Freundes dürfen nichts bestimmen, schlussendlich entscheidest Du selbst, evtl. zusammen mit Deinen Eltern.

Vereinbare mal einen Beratungstermin z. B. bei Pro Familia. Eine Abtreibung wäre mit einer Bedenkfrist von 3 Tagen danach möglich.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Freundlichen Gruss

tm

Antwort
von putzfee1, 31

Gen zu einer Schwangerenberatung (profamilia zum Beispiel), da müsstest du sowieso hin, wenn du abtreiben willst, da du von dort einen Beratungsschein brauchst. Und hör dir gut alles an, was man dir dort an Informationen bietet - nicht nur zur Abtreibung, sondern zu allen Möglichkeiten, die es sonst noch gibt, beispielsweise staatliche finanzielle und sonstige Hilfen etc.

Erst wenn du alle Möglichkeiten kennst, hast du eine reelle Chance, dich für die von deiner Seite aus beste zu entscheiden. Und lass dich weder von deinen Eltern noch von deinem Freund in irgend eine Richtung drängen, sondern tu das, was dein Herz dir sagt.

Nur so viel: es ist auch für eine Minderjährige möglich, ein Kind groß zu ziehen und ihm ein liebevolles Zuhause zu bieten, wenn sie alle Hilfen in Anspruch nimmt, die sie bekommen kann. Minderjährigkeit ist also kein wirkliches Argument für eine Abtreibung... zumindest dann nicht, wenn du genügend Unterstützung bekommst.

Letztendlich kann dir da aber niemand Vorschriften machen, du musst selber nach reiflicher Überlegung entscheiden, wie du vorgehst.

Antwort
von rockylady, 85

In ein Heim müsstest du nicht, du hast ja Unterstützung. Du tust mir sehr leid. Ich selbst hatte nie eine, war aber mal zur Begleitung mit und kann dir sagen, Angst vor dem Eingriff brauchst du nicht haben, es dauert nicht lang, danach ist Schonung angesagt, aber dir tut nichts weh oder so. Lass dir aber keinen Druck von außen machen, sondern entscheide ganz für dich selbst, ob du es behältst oder nicht. Und kümmer dich bitte künftig um Verhütung, das ist kein Vorwurf, aber wirklich nicht zu viel verlangt.

Antwort
von carn112004, 55

"weil ich somit einfach 3 leben, meins, das meines Freundes und das des
Kindes zerstören würde,"

Nein, du zerstörst erstmal kein Leben, wenn du dein Kind am Leben lässt; es gibt auch 16 jährige, die ein Kind bekommen, Schule abschließen und Ausbildung machen; ob das gut klappt oder nicht, hängt von ihr selbst und vom sozialen Umfeld ab.

"ich könnte dem Kind und auch mir selbst nichts bieten"

Ein kleines Kind will nichts geboten haben außer Zuwendung und das kannst du hinbekommen.

"und in die Schule könnte ich dann auch erstmal nicht,"

Nicht unbedingt; die Schule ist verpflichtet, dir soweit als möglich entgegenzukommen, damit du trotz Kind mit möglichst wenig Zeitverlust deinen Abschluss schaffst; insoweit du also mit zu Hause pauken zurecht kommst, ist das ein weniger großes Problem.

Und in ein Mutter-Kind-Heim musst du nicht, jedenfalls wenn deine Mutter sich nicht total daneben benimmt.

Kommentar von Ginalolofrigida ,

Vorsicht bei den Antworten dieses Mannes zum Thema, er ist ein Abtreibungsgegner und tritt immer und unbedingt nur für die Mutterschaft ein.

Kommentar von carn112004 ,

Sag doch, statt rumzulabern, was an meinen Antworten falsch ist.

Es gibt 16-jährige, die trotz Kind Schule und Ausbildung packen; selbstverständlich gibt es auch 16-jährige, die das nicht unter einen hut bringen; sage ich also etwas unzutreffendes? Nein.

Ist es falsch zu sagen, dass ein kleines Kind braucht erstmal vor allem Zuwendung braucht (da fürs finanzielle der Staat sorgt und dem kleinen Kind es völlig wurscht ist, obs aufs Staatskosten lebt oder nicht)? Nein; dass es bei älteren Kindern psychologisch nicht mehr wurscht ist, ob die von Hartz4 leben oder vom Einkommen der Eltern ist klar, aber ich erwähne es halt auch nochmal; sage ich also etwas unzutreffendes? Nein.

Trifft es zu, dass Schulen jungen Müttern eigentlich entgegenkommen sollen? Ja, ich kann sogar entsprechende Gesetze verlinken, wenn man das anzweifelt; tun das Schulen immer in der Praxis? Nein; macht das meine Aussage falsch? Nein.

Dass sie nicht unbedingt ins Mutter-Kind-Heim, haben auch schon andere gesagt.

Bleibt also nur, dass du den Wunsch hinter meinem Kommentar falsch findest, dass das ungeborene der Fragestellerin möglichst am Leben gelassen werden sollte (und zwar möglichst ohne, dass damit gleich das ganze Leben der Fragestellerin "ruiniert" ist); dir ist ersteres natürlich wurscht, aber nur weil dir das Leben von ungeborenen wurscht ist, warum hast du ein Problem damit, dass es anderen nicht wurscht ist?

Abgesehen davon, trete ich nicht immer und unbedingt für die Mutterschaft ein; sehe nämlich kein Problem bei Adoption.

Antwort
von FuHuFu, 38

Erst mal darf Dich niemand zu einem Schwangerschaftsabbruch zwingen, weder Deine Eltern, noch Dein Freund. 

Geh auf alle Fälle mal zu einer Schwangerschaftsberatung in eine anerkannte Beratungsstelle. Denn nur mit dem Beratungsschein dürfte ein Schwangerschaftsabbruch straffrei vorgenommen werden. Dann hast Du immer noch alle Möglichkeiten der Entscheidung offen. Bei der Beratungsstelle erfährst Du auch alles, was Du brauchst, also welche Staatlichen Hilfen es gibt, wie das mit der Schule weitergehen kann, welche Verfahren es für den Abbruch gibt (Ausschaben oder Abtreibungspille), etc.

Du musst nicht zwangsläufig in ein Mutter-Kind heim. Das hängt halt stark von Deinen Eltern ab, ob Du mit dem Kind zusammen weiterhin zuhause wohnen darfst.  

Deine Entscheidung wird sicher auch stark davon abhängen, welche Unterstützung Du bekommst. Werden Deine Eltern Dich unterstützen, wenn Du das Kind ausrägst? Wird Dein Freund Dich unterstützen? Wie werden sich die Eltern Deines Freundes verhalten? 

Ich finde, Du solltest Dir erstmal alle Entscheidungsmöglichkeiten offen halten, indem Du Dir den Beratungsschein holst. Dann kannst Du mit allen Beteiligten nochmal reden. Deine Eltern könnten auch  nochmal mit der Schule sprechen, um zu sehen, ob und wie weit schulische und mütterliche Verpflichtungen vereinbar sind.

Dann kann es Dir aber niemand abnehmen, dass Du für Dich - nach Vorliegender aller relevanten Informationen . eine Entscheidung triffst und die auch umsetzt.

Antwort
von Emmakili, 24

Hm..also heutzutage ist es sowieso um einiges einfacher..bekommst Unterstützung wo es gerade geht..überlege es dir gut..ich war zwar damals"schon"17..trotzdem ist was aus mit geworden..mein großer ist 14..ich hab nen Job und alles andere um glücklich zu sein..es war zwar schwieriger mit Schule/Ausbildung aber es ist zu schaffen..ich hatte danach eine Ausschabung im 4.Monat weil das Herz des Kindes aufhörte zu schlagen und es nicht von selbst abging..quasi der selbe Eingriff wie ne Abtreibung..ich bin nicht Schuld daran und habe trotzdem ein schlechtes gewissen..könnte nie damit Leben abgetrieben zu haben..mein damaliger Ausbilder..Oberarzt in einer Psychiatrie gab mir einen entscheidenden Satz als ich schwanger war mit 17"es gibt nie den richtigen Zeitpunkt für ein Kind"...und nun bin ich sooo froh dass ich meinen großen habe und mit Eifer und Willen alles geschafft habe..wenn man will geht alles ;-)

Antwort
von Ginalolofrigida, 40

Liebes, 

- deine Eltern haben das Recht, über deinen Aufenthalt zu entscheiden, solange du minderjährig bist. Wenn deine Eltern also meinen, du gehörst nicht mehr in ihrer Wohnung, können sie dich durchaus woanders unterbringen, falls sie finanziell dazu in der Lage sind. Wenn sie nicht dazu in der Lage sind (Hartz4), kommt der Staat für deine Unterbringung auf. Keine Ahnung, wo Jugendliche mit Baby unterkommen, das Jugendamt / die Erziehungsberatungsstelle kann dir das sagen.

- die Entscheidung, ob du abtreibst oder nicht, sollst du nur für dich alleine treffen, nicht für die Kirchenmeinung, nicht für Gott, nicht für deine Eltern, Freund oder wen auch immer. Sondern ganz egoistisch nur für dich. Und zwar so, als wärst du ganz allein auf der Welt und hättest keine Hilfe und keinen Druck. Denn als Mutter, zumindest hier in Deutschland, bist du oft genug alleine gelassen und hast auf jeden Fall alleine Entscheidungen zu treffen und trägst Verantwortung auch noch für einen anderen Menschen. 

- warum du so viel Angst vor einer Abtreibung hast, verstehe ich nicht. Es gibt die Abtreibung mit 2 Medikamenten, die du einnimmst, die Nebenwirkungen sind höchstens vorübergehende Bauchschmerzen und evtl. Übelkeit. Dann gibt es die Kürettage durch den Frauenarzt. Es wird in Deutschland eine Vollnarkose dazu gemacht, eben weil es hier so viel Scham darüber gibt und die Schwangeren wollen es nicht wissen, weil sie voller Schuldgefühle sind. Medizinisch gesehen bräuchte es nicht mal eine Lokalanästhesie, denn der Schmerz ist nicht größer als z. B. beim Einsetzen einer Verhütungsspirale (IUP), die der Frauenarzt ja auch ohne Narkose macht. Mit allem dauert die Abtreibung höchstens 15 Minuten, aber wegen der Vollnarkose wacht man erst nach einer Stunde.

Also, treffe deine Entscheidung und denke, du schuldest niemandem Rechenschaft darüber. Du musst auch nicht deine Gründe jemandem erklären. Und die Leute, die dich deswegen schimpfen oder drohen, sollen die Steine auf sich selber werfen!

Kommentar von carn112004 ,

Was soll der Schwachsinn?

"Und zwar so, als wärst du ganz allein auf der Welt und hättest keine Hilfe"

Zwar gibt es Schwangere, die nach Geburt von allen im Stich gelassen werden; aber ob das bei der Fragestellerin so ist, wissen wir hier nicht.

Ist also völlig unabhängig von "ideologischer Ausrichtung" her völliger Humbug der Fragestellerin zu sagen, sie solle unabhängig davon, was ihr Umfeld so tut oder lässt, entscheiden, als gäbe es ihr Umfeld nicht.

Sinnvoll ist vielmehr, wenn sie versucht auszuloten, was aus dem Umfeld zu erwarten ist, damit sie vielleicht eine grobe Abschätzun hat, wie sehr sie dieses Umfeld nun im Stich lassen würde oder nicht.

Und abgesehen davon, ist das Jugendamt sowieso zur Hilfe verpflichtet, womit "keine Hilfe" sowieso schon mal Quatsch ist (wobei die Hilfe seitens des JA oft durchaus ziemlich mäßig sein kann).

Antwort
von Helpsteriousa, 47

Weißt du ob es schon zu spät ist für eine Abtreibungspille? Die nimmst du 3 Tage hintereinander einmal und fertig, das ist nicht so schlimm wie die O.P.

Antwort
von vani0305, 60

Natürlich könntest du mit deinen Kind auch zu Hause bleiben!

Überleg dir das gut mit den Abtreiben, nicht das du es später bereust.

Kommentar von MindCore ,

Eher andersrum.

Antwort
von Herobrine1202, 55

Siehst mal so: Kannst du dem Kind was bieten außer liebe? Kannst du es Versorgen? Hast du die Zeit?
Denn wenn du noch nicht bereit dafür bist ist das deine Entscheidung. Auch wenn alle dagegen sind kannst du abtreiben.

Antwort
von 1Doppelpunkt, 8

Hallo Laabee,

wie geht es dir denn inzwischen? Wurde im Blut die Schwangerschaft bestätigt? Schreib gern mal wieder, wenn du magst... :-*

Ganz liebe Grüße an dich,

Doppelpunkt

Antwort
von El123456789, 61

Du musst nicht wenn du nicht willst

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten