Frage von Amyy15, 95

Militärhundeführerin-Bin ich geeignet?

Habe seit kurzem meine Ausbildung zur Tierpflegerin fertig und bin auf der Suche nach einer Arbeit.(Erstmal was gewöhnliches um mal Geld zu verdienen) Das ich mich in Zukunft in irgendeine Richtung weiter bilden will, in der ich speziell mit Hunden arbeite ist mir schon länger klar!

Jetzt habe ich mich etwas schlau gemacht, bezüglich des Hundeführers beim Militär (bei der Polizei, benötigt man die normale Polizeiausbildung vorher die mich nicht wirklich interessiert und bei der Rettung ist irgendwie alles auf freiwilliger Basis)

Denke das mir das echt gefallen könnte, zweifle nur daran das ich fürs Militär geeignet wäre!

Ich bin eher ein zartes, kleineres Mädchen, dem man eher weniger zumuten würde das es beim Militär arbeitet... Ich weiß auch nicht ob ich dem Druck stand halten könnte! Wenn ich mich selber beschreiben müsste würde ich sagen ich bin zu wenig "dominat" für diesen Beruf. Bin zwar nicht unbedingt schüchtern(nach Eingewöhnung wirds besser), aber trotzdem oft eher etwas zurückhaltender.

Andererseits wenn ich etwas wirklich will und es mir in dem Kopf setzte, dann schaffe ich das auch!

Was meint ihr? Denkt ihr lernt man mit der Zeit mit dem allem gut umzugehen und wird offener und alles oder kann ich davon ausgehen das mein Charakter einfach nicht für diesen Beruf geschaffen ist?

Antwort
von DerTommy86, 28

(bei der Polizei, benötigt man die normale Polizeiausbildung vorher die mich nicht wirklich interessiert

Wenn das schon bei der Polizeiausbildung so ist, dürfte das ja bei der Bundeswehrausbildung nicht anders sein, oder?

Du musst dir vor Augen halten, dass du bei der Bundeswehr auch als Diensthundeführer in allererster Linie Soldat bist.
Du kannst dich auch nicht von vornherein als Diensthundeführer bewerben, sondern bewirbst dich zuerst ganz allgemein für eine Laufbahn (Mannschaften, Unteroffiziere, Offiziere), eine Teilstreitkraft (Heer, Luftwaffe, Marine, Streitkräftebasis) und eine Verwendung (Fallschirmjäger, Feldjäger, Pioniere, Panzertruppen usw.).

Dazu musst du im Vorfeld wissen, dass bei der Bundeswehr Diensthunde ausschließlich bei den Feldjägern (das ist die Militärpolizei) und den Fallschirmjägern (das ist Infanterie, also Kampftruppen) eingesetzt werden und dass Diensthundeführer meistens Unteroffiziere (bzw. Feldwebel) sind.

Der Ablauf wäre dann so, dass du dich beispielsweise für eine Dienstzeit von 12 Jahren als Feldwebel bei der Feldjägertruppe bewirbst. Du durchläufst die komplette Ausbildung zum Feldjäger und zum Feldwebel und kannst dich dann irgendwann für eine Verwendung als Diensthundeführer bewerben. Wenn du genommen wirst (was nicht sicher ist), dann durchläufst du zusätzlich diese Ausbildung und bist dann Diensthundeführer, aber immer noch in erster Linie Soldat!

Und ja, bei der Bundeswehr muss man körperlich leistungsfähig sein und insbesondere mit schweren Rucksäcken und viel Ausrüstung lange marschieren können. Es kommen zwar immer wieder auch kleine, zierliche Mädels hin, aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die sich sehr schwer tun.
Als Feldwebel wirst du auch Vorgesetzter sein und insbesondere als Militärpolizist muss man sich auch verbal und körperlich durchsetzen können. Das lernt man so einem gewissen Grad auch in er Ausbildung, aber aus den ganz Introvertierten werden innerhalb von drei Jahren keine Extrovertierten.

Falls du wirklich meinst, dass das etwas für dich wäre, kann ich dir nur folgenden Rat geben:
Mach viel Sport und insbesondere Laufen und Kampfsport. Gerade Kampfsport gehört zur Ausbildung der Feldjäger dazu und es schadet überhaupt nicht, wenn man da davor schon Erfahrungen gesammelt hat. Außerdem ist das ne gute Möglichkeit, seine allgemeine Sportlichkeit zu verbessern.

Und denk daran, dass dir bei deiner Einstellung niemand garantieren wird, dass du wirklich Diensthundeführer wirst.

Kommentar von Amyy15 ,

Also ich habe es bis jetzt so verstanden das man ohne spezifische vorkenntnisse direkt den Eignungstest für den Lehrgang zum Hundeführer machen kann...

Eine Hundeführerin hat auch geschrieben das sie sich als kind immer einen Hund gewünscht hat und aber nie einen bekommen hat, irgendwann war sie alt genug und sie hat sich ihren Traum vom Hund erfüllt.

Hat sich dort Beworben und wurde nach dem Eignungstest aufgenommen und hat dann den Lehrgang gemacht!

Zitat vom Militärhundezentrum bei uns:

"Neben der Ausbildung der Hunde wird auch der Schulung der Hundeführer größte Bedeutung beigemessen: Bevor künftige Hundeführer mit der Ausbildung beginnen dürfen, durchlaufen sie eine 14-tägige Überprüfung, die sie in die Fütterung, Pflege und Ausbildungsgrundlagen eines Hundes einweisen. Darüber hinaus werden sie über 24 Stunden unter Schlafentzug und starker körperlicher Belastung vom Heerespsychologischen Dienst auf ihre physische and psychische Belastbarkeit überprüft.

Ein Abschlußtest über das Erlernte komplettiert das Programm and entscheidet über die Zulassung zur Teilnahme am Militärhundeführer-Lehrgang."

Abgesehen davon gibt es viele verschiedene Gebiete in denen man mit dem hund arbeiten kann.

Zb für den Wachdienst, Spürhunde für Drogen, Sprengstoff usw.

Auch für Personensuche usw werden sie genutzt

Kommentar von navynavy ,

Mädel, Du musst jetzt endlich einmal verraten, von welchem Land bzw. welcher Armee Du sprichst... :-) Sonst wird das hier nichts. Natürlich beziehen sich die meisten Antworten hier auf die Bundeswehr in Deutschland.

Deutschland, Österreich oder Schweiz?

Was Du wissen möchtest, ist natürlich in jeder Armee anders.

Der Begriff "Militärhundezentrum" ist mir nur im Zusammenhang mit dem österr. Bundesheer geläufig. Was stimmt?

Kommentar von DerTommy86 ,

Ach, der Hinweis, dass du Österreicherin bist, wäre ganz hilfreich gewesen ;)

Ich weiß natürlich nicht, wie die Laufbahnen im Bundesheer gestaltet sind und ab wann man sich wofür bewerben kann. Bei der deutschen Bundeswehr ist zumindest das etwas anders, als bei euch.
Zumindest kann ich dir aber sagen, dass du dich trotzdem in erster Linie nicht als Hundeführer, sondern als Soldat begreifen musst. genauso ist ein Diensthundeführer bei der Polizei immer noch in erster Linie Polizist.
Und gerade beim Militär kann es sehr schnell passieren, dass du in Auslandseinsätzen landest und dann deine Tätigkeit mit deinem Hund zusammen unter großer Gefahr fürs eigene Leben wahrnehmen musst. Unabhängig davon, ob du einen Spür- oder Zugriffshund hast.

Antwort
von alexscream, 45

Die Grundausbildung wirst du machen müssen.
Kommt natürlich drauf an wie sportlich du bist, aber ich würde es wenigstens versuchen.
Und an deiner stelle würde ich mich mal beraten lassen. Ich denke du wirst als Hundeführerin zu den Feldjägern gehen. Da gibt's auf jeden Fall Hundeführer. Dann musst du noch bedenken wie lange du dich verpflichten musst, etc. Und ob du das überhaupt möchtest.
Ich würde einfach mal gucken, wo das Nächste Beratungsbüro der Bundeswehr ist und einfach einen Termin vereinbaren.
Hoffe ich konnte ein bisschen helfen. Viel Glück

Kommentar von Amyy15 ,

Vom sportlichen Aspekt würde ich sagen: naja

Ich bin schlank und gehe täglich mit meinem Hund spazieren und auch ab und zu mit ihr Radfahren usw.

Aber sportskanone bin ich keine xD

Solange Sport aber mit meinem Hund verbunden ist, würde ich auch mehr machen...

Oke danke erstmal!

Muss mich da definitiv noch informieren, habe ja keinen Stress damit :D


Und was genau meinst du mit Feldjäger?

Kommentar von alexscream ,

Ich würde es versuchen mit der Grundausbildung :) anstatt spazieren zu gehen vielleicht auch mal joggen? Wäre auch eine Idee :) Feldjäger sind die Militär Polizei.

Antwort
von NurZurSache, 38

Ja, man wächst mit seinen Aufgaben.
Jeder kann was er will, wenn er weiß was er will!
Früher gabs beim Bund Eignungstest und vorher konnte man sich Beraten lassen.

Kommentar von Amyy15 ,

Einen (garnicht so einfachen) Eigungstest gibt es immer noch...

Kommentar von NurZurSache ,

Bei den Jungs nannten man das mit auch den "Eiertest"! Da wurde "Mann" nach verlorene gegangenes und oder Defektem Untersucht! 😉

Antwort
von Sonnenstern811, 41

Die Grundausbildung bleibt dir mit Sicherheit nicht erspart. So wie du dich beschreibst, hätte ich da Bedenken.

Vermutlich würdest du ja auch nicht nur als Hundeführerin eingesetzt werden. Kommen derlei Einsätze denn überhaupt so oft vor, bzw. werden die dringend gebraucht? Wäre das hauptsächlich Wachdienst?

Kommentar von Amyy15 ,

Bei uns gibt es ein eigenes 'Militärhundezentrum' wo man speziell die Hundeführerausbildung machen kann.

(vorheriger Eignungstest und anschließend 12 Wochen Grundausbildung zum Hundeführer+freiwillige spezialausbildung)

Also gehe ich davon aus das man keine allgemeine Militärische Ausbilung benötigt, da der Hundeführer an sich ja ein anderes Aufgaben gebiet hat.

Wie es mit den Einsätzen aussieht weiß ich leider nicht so, das kann man dann schauen wenn man wirklich soetwas machen will

Kommentar von Sonnenstern811 ,

Ach so. Kann es sein, dass du in der Schweiz lebst? Falls Deutschland, versuch mal hier mit Soldat 1991 Verbindung aufzunehmen. Er kennt sich gut aus beim Komiss.

Ansonsten muss dir die zuständige Stelle ja auch Auskunft geben können. Frag doch einfach mal per email an. Viel Glück.

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