Frage von AsylumShaco, 34

Mikrofon Kaufempfehlung?

Hallo,

ich versuche mich schon seit einigen Wochen für ein Mikrofon zu entscheiden das ich für Audio aufnahmen verwenden will. Das Problem dabei ist das ich relativ wenig Ahnung von Audio Technik habe. Deswegen würde ich euch bitten mir eine Kaufempfehlung auszusprechen :)

Zu den Fakten:

  • Das Mikrofon sollte am besten kein USB Mikrofon sein da ich eine schlechte Soundkarte habe
  • In meinem Budget von 150-200€ sollte das Zubehör sprich, Spinne, Arm, Kabel (atomspeise?) und Popschutz dabei sein.

Meine bis jetzigen beobachtungen: http://www.thomann.de/de/rode_procaster.htm Und das NTA1

Ich danke jedem der sich meinem Problem annimt und mir hilft.

Grüße, Shaco

Expertenantwort
von Monster1965, Community-Experte für Mikrofon, 23

Bei einem USB-Micro wird deine Soundkarte komplett umgangen. Also kein Problem, wenn die schlecht ist. Und das heißt Phantomspeisung, auch wenn Atomspeise auch cool klingt :D

Ich würde das hier nehmen: http://www.thomann.de/de/rode_podcaster_bundle.htm Gerade ausverkauft, aber ich würde eh erst nach Weihnachten bestellen, da ist es günstiger.

Wenn du kein USB-Micro nimmst, dann brauchst du ein Interface dazu. Das gibts ab 80€. Bleiben also noch 120€ für Micro und Zubehör. Und das ist einfach echt wenig. Bei dem Preis würde ich also zu dem oben genannten USB greifen.

Antwort
von Streamer, 15

Antworten bzgl. USB und Interfaces hast du ja schon bekommen. Je nachdem was du aufnehmen möchtest ist eine monitoring-Funktion ein Muss. Wenn du Kopfhörer während der Aufnahmen trägst um z. B. zu Musik zu singen oder zu anderem Ton zu sprechen solltest du dich selber hören können. 

Das Rode NT-USB liegt in deinem Preisrahmen und benötigt weder einen extra-Popschutz noch Stativ (da Tischbeine). 

Alternativ würde ich mir das Audio-Technica AT2020 USB+ ansehen. Ein Mikrofonstativ gibt es bei thomann von K&M für 26€. Das AT2020 USB wird zwar anscheinend auch mit Tischstativ geliefert, das sieht aber nicht unbedingt stabil aus. Alternativ kann man sich natürlich einen Tischarm zulegen, je nach Bedarf. Einen Pop-Schutz gibt es günstiger, damit habe ich aber schlechte Erfahrungen gemacht, ich empfehle den von K&M (20€). Das sind schon mal zwei USB-Mikrofone, die sich sehen lassen können. 

Antwort
von Zamon, 19

Zu den Fakten:

Kein USB Mikrofon: deine Begründung ist komplett falsch. Grade wenn du eine schlechte Soundkarte hast, brauchst du einen anderen Analog-Digital-Wandler. Und in USB-Mikros ist der dabei, d.h. USB Mikros benutzen deine Soundkarte nicht, sondern haben eine eigene integriert.

Das Rode NT1A und das Procaster bekommst du nicht an deinen PC angeschlossen, zumindest nicht ohne Soundkarte/Audiointerface.

Atomspeise bringt mich zum grinsen :) Phantomspeisung meinst du denke ich: das ist die Stromversorgung des Mikros. Kondensatormikrofone benötigen eine Versorgungsspannung, weil sie eine integrierte Verstärker- und Auswertelektronik haben. Diese Versorgungsspannung von meist 48V wird im XLR-Kabel mitgegeben. Deswegen kann man solche Mikros nicht einfach mit einem Adapter an einen Mikroeingang eines PCs stecken. Die gängige Lösung dafür ist ein Audiointerface. Bewährt haben sich für kleine Lösungen z.B. das Steinberg UR22 oder das Focusrite 2i2 oder Solo. 

Das sprengt allerdings deinen Preisrahmen. Ohne Audiointerface ein solches Mikro zu kaufen funktioniert nicht. Und die billige Behringer-USB-Kleinmischer-Variante funktioniert zwar, aber damit hast u Vorteile der teuren Mikros (rauscharmut etc.) wieder verspielt, also Geld sinnlos zum Fenster rausgeschmissen.

Deswegen würde ich dir zu einem USB Mikro raten. Da ist alles bei, egal, was du bisher an Equipment hast, einfach einstecken und es funktioniert.

Das Rode NT USB hat einige gute Kritiken bekommen, ich selbst hab es allerdings noch nicht testen können.

Kommentar von AsylumShaco ,

Danke für deine Antwort sie hat mir sehr geholfen. Ich dachte bis jetzt immer das ein interface die soundkarte ersetzt. Naja, falsch gedacht :)

Du bekommst den Stern sobald es geht.

Kommentar von Zamon ,

Ein Audiointerface würde auch deine Soundkarte ersetzen.

Die interne Soundkarte macht nur einie einzige Sache: Die 3,5mm Klinke Buchsen für ein Headset/PC-Lautsprecher/Kopfhörer oder ein kleines Mikro ansteuern.

Sobald du ein USB Gerät anschließt, läuft das parallel dazu: in den Soundoptionen kannst du dann zwischen den verschiedenen Möglichkeiten auswählen. Ein USB-Audiointerface ist quasi eine externe Soundkarte, die auch parallel zur Internen genutzt werden kann.

Ein USB-Mikrofon ist die kombination aus Mikrofon und Soundkarte in einem: Das mikrofon macht die Schall -> Analogsignal umwandlung, die Soundkarte macht das Analogsignal zu einem digitalem Tonsignal, was der PC verarbeiten kann.

Dazu ist dann völlig irellevant, welche interne Soundkarte du hast, weil die auch nur die analogen Ton Ein- und Ausgänge digitalisiert.

Nochmal im Überblick:

Mikro: wandelt Schall in Analoges Tonsignal, ein Kondensatormikrofon benötigt aber (im Gegensatz zum dynamischen Mikrofon) Strom. 

  • XLR-Kondensatormikro bekommt 48V Phantomspannung über das Kabel. Woher? Entweder von einer professionellen Soundkarte (= Audiointerface) oder einem Mischpult.
  • USB-Mikro kommt der Strom oft auch über das USB-Kabel. Zusätzlich integriert ist eine Soundkarte, die das Mikrosignal gleich digitalisiert und das Mikro dirket als Toneingang auflistet (siehe Windows Soundeinstellungen)

Soundkarte oder Audiointerface: Analog-/Digitalwandler. Als alleinstehendes, externes Gerät oft über USB oder Firewire mit dem PC verbunden. Soundkarten mit XLR-Anschluss bieten dort auch Phantomspannung an. Integrierte Soundkarten haben meist keine Anschlussmöglichkeit für professionelle Mikrofone und haben oft eine nur für Telefonie ausreichende Qualität.

Mischpult: hat mehere Mikrofoneingänge (analog) die es auf einige wenige analoge Tonausänge zusammenfügt. An den Eingängen kann meist auch Phantomspannung eingeschaltet werden.

Variante: USB-Mischpult: Oft Kleinmischer, die eine Soundkarte integriert haben und über USB an den PC angeschlossen werden können. Damit können die angeschlossenen Mikrofone am PC aufgenommen werden. Die Analog-Digital Wandler sind bei billigen Produkten allerdings sehr schnell am rauschen.

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