Frage von BlackSocket, 67

Migranten, Asylanten, Kontingentflüchtlinge, was gibt es noch für Arten von "ausländischen Besuchern" und unter welchen Begriff fallen diese?

Heyho, ich wollte mich für meine nächste Unterrichtsstunde über alle Arten von "ausländischen Besuchern" informieren, jedoch ist es schwer sowas zu finden, da ich nicht wirklich viele Begriffe in diesem Themenbereich kenne. Ich habe bislang etwas für Migranten (Emigranten, Immigranten, Binnenmigranten) und Flüchtlinge/Exilanten (Recht auf Asyl, Kontingentflüchtlinge) gefunden und passende Definitionen. Was gibt es noch für Arten von Besuchern? Und wie würdet ihr die definieren/wie kommen sie zu diesem Status?

Vielen Dank, dass sie sich die Zeit nahmen um meine Frage zu lesen und danke für eventuelle Antworten. Mfg Black

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von EgonL, 19

Hallo meine Begriffe und Erläuterungen ...,

zuerst ein Zitat, Soziologe Helmut Schelsky brachte es auf diese Formel: >>Wer die Sprache beherrscht, beherrscht auch die Menschen.<<

Immer wieder höre und lese ich, auch hier im Netz, welch beispiellose Nonchalance eine vernunftbegabte Kulturnation an den Tag legt, wenn es darum geht, unterschiedlichste Menschengruppen unter den Begriff >>Flüchtlinge<< zu subsumieren. Das ergibt die Notwendigkeit zu umfänglichen Korrekturen.
Denn die offenkundig gewollte Mischung unterschiedlicher Begriffe wie >>Flüchtling<<, >>Migrant<<, >>Asylbewerber<<, >>Verfolgter<<, oder >>Zuwanderer<< und (>>Migrations-Hintergrund<< was auch immer diese Bezeichnung bedeutet). Ein weiterer Begriff ist >>Wirtschaftsflüchtling<<. Und ">>Fachkraft<<"

Flüchtling ist, wer sicheres Terrain betritt, wenn das Heimatland nicht (mehr) in der Lage ist, für Leib und Gesundheit zu bürgen;

der Asylbewerber darf sich auf den Artikel 16a Satz 1 des Grundgesetzes berufen, das feststellt, dass dieser Schutzgewährung die nachweisliche politische Verfolgung vorauszugehen hat;

Migranten hingegen verlassen ihr Land aus eigenem Antrieb (sie emigrieren) - in der Hoffnung auf einen höheren Lebensstandart im Zielland;

Wirtschaftsflüchtling ist, (meine Definition) wer bei uns in Deutschland Kapital erwirtschaftet und dies vor dem Fiskus in ein Steuerparadies versteckt. Der bekannteste dürfte wohl Uli Hoeneß (Unternehmer und ehemaliger Präsident des FC Bayern). Ein anderer flüchtete sogar selbst vor dem Fiskus. Waldemar "Waldi" Hartmann (Journalist, Moderator und Sportreporter) wohnte aus steuerlichen Gründen von 2000 bis 2015 in Chur in der Schweiz. (Seine eigene Aussage bei "Markus Lanz" auf mehrmalige Nachfrage. Nach der Steuerhöhe wurde er gefragt, "Antwort: dies sei Verhandlungssache"). Anmerkung von mir, "Wirtschafts-(steuer) flüchtlinge" bezahlen in der Schweiz weniger Steuern.

Schutzsuchende aus (Bürger-)Kriegsgebieten aufzunehmen, ist eine humanitäre Herausforderung ersten Ranges. Fest steht aber auch, das weder die Genfer Konvention noch andere Vertragswerke Staaten verpflichten, Migranten (sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge) Unterschlupf zu gewähren. In der nötigen Deutlichkeit ausgedrückt: Wer nicht politisch verfolgt oder kriegerischen Auseinandersetzungen ausgesetzt ist, ist auch kein Flüchtling !!! 

Infam, egoistisch und politisch extrem kurzsichtig ist die für allzeitige Verwendbarkeit gefügig gemachte Leier von den >>Fachkräften<<, die unserem Arbeitsmarkt fortan in kürzester Zeit zu Verfügung stehen sollen. Denn abgesehen davon, dass der Terminus >>Fachkraft<< nur auf den geringsten Teil der Neuankömmlinge zutrifft, ist zu fragen, ob diesen - und damit Herkunftsländern - nicht erheblich eher geholfen wäre, wenn dieses vorgebliche Ausbildungsniveau dort zu Anhebung des Lebensstandards nutzbar gemacht würde. Diese geburtenstarken Nationen brauchen vor allem mit Hinblick auf die künftige Entwicklung zuvörderst ein gut ausgebildetes Personal, um gegenüber der wirtschaftsstarken Konkurrenz der etablierten Industrienationen und Schwellenländer nicht noch weiter zurückzufallen. So viel muss aus der Geschichte gelernt werden !!!

Antwort
von TanjaStauch, 19

So eine Frage ist natürlich böse.

Gerade wenn das Thema überkocht.

In Deutschland wird nicht groß differenziert, weshalb eine Person nach Deutschland flieht.

Ein Syrer flieht, weil er Christ ist. Oder Jeside. Oder Moslem, aber an die Ehe mit nur einer Frau glaubt. Oder an Demokratie.

Solche Typen werden vom IS in Massen ermordet.

Ein anderer Syrer flieht, weil er zu wenig Geld hat, sich seine vierte Frau zu kaufen und denkt, in Deutschland würde er eher an dieses Geld herankommen.

Hmpf...

Offen gesagt, stecke ich da in einem großen Dilemma.

Die eine (größere) Sorte verdient wirklich Schutz und Unterstützung.

Die andere (kleinere) Sorte gehört eher zu den Typen, vor denen wir alle anständigen Menschen beschützen sollten. Denen würde ich Asyl gerne irgendwo im Pazifik gönnen. Am Besten auf einem Meeresrücken 2000 Meter (oder mehr) unter Wasser.

Leider tragen sie das nicht auf der Stirn tättowiert.

Insgesamt erinnert mich das an Krimis. Die Polizei hat 10 Verdächtige. Einer war es tatsächlich. Die anderen 9 sind völlig unschuldig.

DIe CSU möchte jetzt - zur Sicherheit - gerne alle 10 erst mal einsperren. Bis sie ihre Unschuld nachgewiesen haben (oder nachweisen können, dass sie Waffenhändler sind und die deutsche Wirtschaft so massiv gefördert haben - okay: das steht so zwar nicht ausdrücklich in den CSU-Papieren, ist aber spürbar schon auch mit gemeint).

Die AFD sagt offiziell gar nichts, meint aber deutlich: Wer etwas dagegen hat, durch deutsche Präzisionswaffen ermordet zu werden, ist hier unerwünscht und sollte bleiben, wo er ist (und dort krepieren).

Mit beiden Strategien erwischt du viele Täter. Aber in jedem Fall noch mehr Menschen, die nur Opfer sind, und genau diesen Tätern entfliehen wollen.

Sinnvoll wäre in meinen Augen ein Hindernis, das man "freiwillig" überwinden kann.

Ein Jahr "Sozialpflicht" z.B. als PflegerIn in einem Krankenhaus oder Altenheim oder... oder... Wer das abgeleistet hat, soll uneingeschränkt als "StaatsbürgerIn" gelten und alle entsprechenden Rechte haben. Er / sie hat sich konstruktiv mit Menschen abgeben. Sie "verstanden". Sprachlich. Oder wie auch immer. Ein Mensch, den ich hier gerne willkommen heißen möchte. Und falls es sehr viele davon geben sollte... es gibt auch sehr viele kranke und alte Menschen in Deutschland.

Wer keinen Bock darauf hat, soll sich ein "angenehmeres Land" suchen, das es nicht so mit Menschlichkeit hat.

Und wer sich später seine Dritt- oder Viertfrau per Ebay bestellen will, weiß, dass auch sie da durch muss. Dass sie unverschleiert Kontakt zu anderen Menschen haben wird. Sie kennen lernen wird und so wohl vom Gedanken einer "freiheitlich.demokratischen" Grundordnung und der Gleichberechtigung von Mann und Frau infiziert werden wird.

Klar: Es gibt Flüchtlinge, die diesen Gedanken verabscheuen würden. Aber genau die sind es, die ich nicht hier haben will. Mit allen anderen habe ich kein Problem.

Mit dieser Strategie hätte jeder Flüchtling sein Schicksal selbst in der Hand und wir bräuchten keinen Söder, um die Menschen nach gut und böse auszusortieren.

99 % der "Bösen" würden sich dann von vornherein für ein anderes Land entscheiden. Die anderen müssen in üblen Ländern tatsächlich fliehen, weil sie eigentlich okay sind. Und diese würden uns wirklich dabei helfen, unsere Bevölkerung stabil zu halten. Und wahrscheinlich noch in vielen anderen Bereichen.

Liebe Grüße,

Tanja

Antwort
von Maity, 20

Gaststudenten, Gastschüler, Gastprofessoren, Au-Pair Mädchen, internationale Praktikanten

Das sind im Gegensatz zu den von Dir aufgezählten auch in der Tat. "Besucher". "Migranten" bkeiben in der Regel hier, erst recht Immigranten, was ja nichts anderes als "Einwanderer" heißt. "Binnenmigranten" hingegen sind gar keine Ausländer, denn das "Binnen" bedeutet, sie ziehen nur innerhalb des Landes um und gar nicht in ein anderes Land, also z.B. von Bremen nach München. 

Antwort
von MrHilfestellung, 43

Touristen.

Kommentar von BlackSocket ,

Oh vielen Dank. Daran habe ich jetzt garnicht gedacht. Hierbei bräuchte ich keine Definition zu, kann ich mir schon selbst denken. An etwas so offensichtliches denke ich nicht so oft wenn ich tiefgründige Fragen stellen :D. Danke dafür, falls du weitere kennst, die ich nicht erwähnt hatte, dann nenne mir diese bitte. Vielen Dank.

Antwort
von Modem1, 17

Zum Beispiel unangemeldete Besucher der Dritten Art . Bei den Kölner Razzias wurden mehrere aufgegriffen.

Antwort
von DanielNord, 14

Gastarbeiter? Das Wort hört man kaum noch war aber in den 70er und 80er sehr populär.

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