Mietwohnungsbesichtigung zwecks Verkauf an Interssenten?

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3 Antworten

Es gibt zwei Typen von Interessenten:

Solche, die selbst einziehen wollen und solche, die froh sind, wenn sie weiterhin gut vermietet ist (Kapitalanleger).

Beide wollen natürlich möglichst eine Wohnung ohne Baumängel kaufen. Einer der schlimmsten Mängel ist Schimmel bzw. Schimmelgefahr.

Gibt es bei Dir ein Schimmelproblem, oder einen anderen gravierenden Mangel, um den sich der Vermieter nicht wirklich kümmert, gibt es für Dich zwei Strategien:

Interessent ist eindeutig Kapitalanleger:

Halte Dich zurück. Was Du nicht gefragt wirst, brauchst Du auch nicht zu beantworten. Wirst Du direkt danach gefragt, solltest Du jedoch immer bei der Wahrheit bleiben und betroffene Stellen auch beschreiben oder zeigen, sofern das geht. Mach aber die Wohnung nicht schlechter, als sie ist. Möglicherweise kannst Du auf diese Weise einen Vermieter bekommen, der sich dann auch wirklich mal kümmert.

Selbstbezieher:

Zeige ganz offen, wo die Probleme sind. Der Selbstbezieher wird ggf. Abstand davon nehmen, die Wohnung zu kaufen und der Vermieter muss nun endgültig solche Probleme abstellen, um die Wohnung verkaufen zu können.

Grundsätzliches Verhalten bei Besichtigung:

Dass die Wohnung aufgeräumt ist, versteht sich von selbst. Achte darauf, dass der Besichtiger nicht mit dreckigen Straßenschuhen überall hin rennt. Es gibt Einmal-Überzüge, die sich die Leute, die zur Besichtigung kommen überziehen können. Rede Deinen Vermieter darauf an, dass er solche Dinger besorgt. Ansonsten könntest Du nämlich wirklich die Besichtigung auf die Begehung des Flurs beschränken und allenfalls einen Blick in die Zimmer zu lassen.

Ist aber Sauberkeit einigermaßen gewährleistet, sollte man auch den Zugang zu den einzelnen Räumen nicht verwehren. Auf vorsichtiges Bewegen in den Räumen darf durchaus geachtet und ggf. Leute auch ermahnt werden. Immerhin ist es Eure Wohnung. Wer sich nicht zu benehmen weiß, wird aufgefordert, die Wohnung wieder zu verlassen.

Nicht in Gespräche einmischen und nur dann was sagen, wenn man direkt gefragt wird.

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Kommentar von bwhoch2
25.10.2016, 00:04

Danke für die Auszeichnung.

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Ein privater Kaufinteressent für eine Wohnung wird wohl jede Ecke sehen wollen. Das ist doch ganz klar, das ist ja eine größere Investition für ihn.

Anders ist es, wenn ein Kaufinteressent eine Firma ist, die ganze Häuserzeilen aufkauft. Dann ist wohl nicht jede Ecke interessant.

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Bei wem hat sich der Kaufinteressent angemeldet?

Er wird sich, wie auch ein Mietinteressent, alle Räume anschauen. Wie intensiv kann man nicht sagen. Aber stell dich darauf ein das er in jede Ecke schaut.

Schränke sind allerdings tabu, außer Einbauschränke, begehbare Schränke oder ähnliche Einbauten vom Vermieter.

Fotos dürfen die Interessenten, außer du erlaubst es, auch nicht machen.

Auf dich zukommen werden wohl noch einige Besichtigungen. Allerdings mußt Du diese nicht unbegrenzt dulden. 1 - 2 pro Woche a jeweils 1 Stunde, mehr nicht. Sollte die Wohnung nach 3 Monaten nicht verkauft sein, nur noch 1 - 2 Termine pro Monat.

Interessenten ohne Begleitung des jetzigen Eigentümers oder Maklers mußt Du nicht rein lassen. Denn es ist nicht deine Aufgabe die Wohnung vorzuführen.

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