Darf der Vermieter ohne Vorwarnung die Garage kündigen, wenn sie nicht mehr Bestandteil der neuen Mietsache ist?

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10 Antworten

Das Problem: Im Mietvertrag der Kellerwohnung war die Garage als Bestandteil der Mietsache aufgeführt und mit einer Mietzuzahlung zur Nettomiete von 20€ datiert. Im neuen Mietvertrag erschien die Garage nicht mehr als Bestandteil der Mietsache und ein Verweis auf 20€ Garagenmiete fehlte demzufolge auch im MV. Es könnte jetzt neben dem schriftlichen Mietvertrag für die Wohnung ein mündlicher Mietvertrag für die Garage existent sein, allein dafür hast du keine Miete an den Vermieter bezahlt. Ergebnis: Du schuldest 24 Garagenmieten = 480€ + Verzugszinsen. Der Vermieter kann dich fristlos kündigen, weil du hier einen Gewerbemietvertrag nicht bedient hast. Das wäre eine andere Lesart, dennoch ein gleiches unabwendbares Ergebnis. 

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Hallo FordPrefect,

danke vielmals für die Ausfühliche Antwort.

Die Sache ist ja auch das wir das damals Mündlich vereinbart haben. Er hat mir ein Angebot für die große Wohnung gemacht und im Preis ist auch die Garage inbegriffen. Nur wurde das nicht schriftlich festgehalten. Bei der Mündlichen Vereinbarung war meine Frau und meine Schwegerin auch dabei. Somit können die das bezeugen. Selbst wenn ich wollte wüsste ich nicht wie ich die Garage räumen soll und wohin mit unsere Sachen.

Dazu kommt ja auch noch das wir alles auf freundschalfliche Basis gemacht haben. Ich bin bis jetzt immer sehr gut mit dem Vermieter zurecht gekommen. Er ist ja auch nur ein paar Jahre älter.

MfG

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Kommentar von imager761
05.11.2015, 14:12

Bei der Mündlichen Vereinbarung war meine Frau und meine Schwegerin auch dabei.

Sicher waren sie das. Nur werden Zeugenaussagen von Betroffenen als Schutzbehauptungen in der Beweiswürdigung wenig Berücksichtigung finden, wenn man es auf eine Räumungsklage ankommen lassen wollte. Es widerspricht jeglicher Lebenserfahrung, dass ein VM auf weitere Mieteinkünfte von 20 EUR/Mon. verzichtet haben will.

Und wenn er auf Nutzungsentschädigung verzichtet und gegebeweislich eine Leihe vorträgt, wäre der Drops endgültig gelutscht - bis auf den üppigen Kostenfestsetzungsbeschluss gegen dich :-O

Ich rate dir da dringend, deine Zeit und Geld eher für Räumungshelfer und Lagerraummiete zu  verwenden :-O

wüsste ich nicht wie ich die Garage räumen soll und wohin mit unsere Sachen.

Wie räumt man wohl eine Garage aus? Wie mietet man Lagerräume? Wie verkauft man die unbenötigten Sachen?

Vor allem aber: Was kümmert das den Vermieter und Eigentümer der Garage?

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Kommentar von FordPrefect
05.11.2015, 14:57

Die Sache ist ja auch das wir das damals Mündlich vereinbart haben.

Und das war grundfalsch. Bei Mietverträgen muss *immer* alles schriftlich fixiert werden, um rechtsgültig zu werden. Nichtzuletzt deswegen steht in den Formverträgen stets der Satz "Nebenabreden bedürfen der Schriftform".

Er hat mir ein Angebot für die große Wohnung gemacht und im Preis ist auch die Garage inbegriffen.

Und das steht wo?

Nur wurde das nicht schriftlich festgehalten.

Eben - und daher ist das auch kein rechtsgültiger Vertragsbestandteil.

Bei der Mündlichen Vereinbarung war meine Frau und meine Schwegerin auch dabei. Somit können die das bezeugen.

Das ist zwar möglich, wird aber aufgrund der verwandtschaftlichen Nähe vor Gericht - wenn es denn zu einer Räumungsklage kommt - kaum mit hoher Beweiskraft behaftet sein. Es entspricht auch jeder Lebenserfahrung, dass eine Garage, die *zuvor* bereits explizit uim Vertrag aufgeführt war *mit* entsprechender Zusatzmiete nach Abschluss des neuen MV plötzlich gratis inklusive sein sollte, ohne dass darüber eine einzige Zeile fixiert wurde. Das glaubt Dir kein Richter.

Selbst wenn ich wollte wüsste ich nicht wie ich die Garage räumen soll und wohin mit unsere Sachen.

Lager anmieten und / oder Garagenverkauf gegen Abholung organisieren. Alles andere ist in meinen Augen - wenn es nicht zu einer Neuanmietung der betreffenden Garage kommt - Zeit- und Geldverschwendung.

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Hallo Kuestenflieger,

Weil wir das mündlich so vereinbart haben. Der Vermieter hat mir ein Angebot für die große Wohnung gemacht und die Garage war inbegriffen. Der Betrag für die Garage ist 20 Euro also nichts wildes. Das Problem ist das er plötzlich nach 2 Jahren ohne einer Vorwarnung ankommt.

MfG


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Kommentar von imager761
05.11.2015, 13:55

Der Vermieter hat mir ein Angebot für die große Wohnung gemacht und die Garage war inbegriffen.

Tatsächlich? Kostenlos sogar? Kann man das Angebot mal sehen? Ach so, nicht. Dann bleiben dir noch 25 Tage, die Garage zu räumen und mit allen Schlüsseln zurückzugeben.

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Ich habe mit meiner Familie bis 11.2013 knapp 7 Jahre lang im Kellergeschoss gewohnt und hatte noch zusätzlich eine Garage im Haus wofür ich extra zur Miete bezahlt habe?

OK.

Am 11.2013 sind wir hoch ins Erdgeschoss gezogen

Auch noch OK.

Jetzt habe ich heute plötzlich ein Schreiben vom Vermieter bekommen das nach durchsuchung der Unterlagen aufgefallen ist das die Garage mit Kündigung der Wohnung im Kellergeschoss nicht mehr bestandteil des Vertrages ist.

Wenn dem so ist - was sich ja anhand des neuen MVs gut prüfen lässt -, dann ist die Garage in der Tat nicht mehr Teil der Mietsache, sondern wird unbefugt genutzt.

Nur wie gesagt hat der Vermieter mich damals regelrecht angefehlt die Wohnung zu nehmen und hat mir natürlich auch einen gutes Angebot gemacht.

Durchaus möglich, aber in Bezug auf die Fragestellung irrelevant. Fakt ist wohl, dass mit Abschluss des neuen MVs die Garage nicht mehr zur Mietsache gehörig respektive nicht mehr Teil der Zusatzvereinbarung des alten MVs ist. Und damit wird sie seit 11/2013 unberechtigt genutzt.

Jetzt verlangt der Vermiter das ich die Garage bis 30.11.2015 Besenrein räumen soll und für die letzte 24,5 Monate miete nachzahlen soll.

Mit Recht.

Darf der Vermieter ohne Vorwarnung soetwas tun?

Ja. Denn für die unberechtigte Nutzung - die zudem ja hätte bemerkt werden müssen, wenn zuvor für die Garage separat Mietzins berechnet und gezahlt wurde! - steht dem VM eine Entschädigung in Höhe der entgangenen Miete zu. Diese ist auch noch nicht verfristet, also ist die aufgelaufene Miete nachzuzahlen und die Garage auch zu räumen.

Er hat mich nie zuvor auf dieses Thema angesprochen oder etwas ewähnt.

Auch dem VM kann eitwas entgehen. Das ändert aber nichts daran, dass hier tatsächlich seit 11/2013 unberechtigt eine Fremdnutzung vorliegt, die der VM nicht zu dulden und schon gar nicht fortzuführen hat.

Tip: Mit dem VM die Fortführung / Wiederaufnahme der zusätzlichen Garagenanmietung vereinbaren und die rückständige Miete ggfs. in Raten abzahlen.

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Darf der Vermieter ohne Vorwarnung soetwas tun? Er hat mich nie zuvor auf dieses Thema angesprochen oder etwas ewähnt.

Natülich :- O Du bist ja putzig: Nutzt eine Garage klammheimlich weiter, obwohl sie garnicht gemäß neuem Mietvertrag mitvermietet ist, du das weißt und dafür deshalb keinerlei Miete bezahlst?

Wie kommt man bloß auf die Idee, sie wäre als Zugabe für deinen freiwilligen Umzug mit Neuvetrag der EG-Wohnung mietfrei überlassen?

Wie ist es denn mit Kündigungsfrist?

Welche Kündigungsfrist? Selbstverständlich kann der VM mit angemessener Frist von hier drei Wochen zum Monatsletzten deren Räumung und Rückgabe ebenso beanspruchen wie eine Nutzungsentschädigung.

G imager761

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warum zahlten sie die garagenmiete nicht weiter ? wäre doch normal gewesen .

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Hallo imager761,

Wer hat denn hier was von klammheimlich erzählt. Der Vermiter ist min einmal in der Woche bei uns und weiss 100% Das wir die Garage haben. Er war schon 100 male mit mir in der Garage. Immer wenn zb Heizungsmann oder Schornsteinfeger oder sonst wer da war, hab ich das ja organisiert weill es zum Heizungskeller durch die Garage geht.

Also nochmal hier wurde nix verheimlicht oder mit Absicht genutzt. Wir haben das Mündlich vereinbart. Der Vermieter weiss das ich auch nach dem 11.2013 die Garage nutze. Er weiss auch wieviel miete ich bezahle weil er das jeden Monat kontrolliert. Und wenn da jeden Monat 20 Euro weniger überwiesen würden, dann hätte er sich schon längs beschwert. Es wäre sofort aufgefallen weil die Miete eine abslut runde Zahl ist.

MfG

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So hab mit dem Vermieter gesprochen.

Er hat es eingesehen. Ich zahle weder was nach noch muss ich die Garage räumen. In zukunft muss ich auch nix bezahlen.

Wie schon mehrfach erwehnt war das eine Mündliche Vereinbarung und plötzlich nach 2 Jahren damit ankommen...? Der Aktuelle Stand wird jetzt Schriftlich festgehalten...

Naja egal. Mit etwas Sozialkompetenzen und ein paar Argummente hat sich die Sache erledigt. Und alle ohne SARKASMUS ;-).

Danke an alle die Sachlich dazu beigetragen haben.

LG

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Uuups

Das hier ignorieren bitte

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Der Vermieter ist im Recht.

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