Frage von lululululu94, 33

Mietwohnng trotz SCHUFA?

Hallo ich bekomme knapp über 1600€ Gehalt, will in Puchheim zum 1.5. im direktem Umkreis von München in eine Wohnung ziehen die 630€ kostet (+ 2 Monatsmieten Kaution)

Leider habe ich es versäumt meinen Handy-vertrag vor dem Ende meiner Ausbildung zu kündigen, daher muss ich jetzt 900€ in Monatsraten zu 30€ zurückzahlen...

Der Vermieter hat durch den Vormieter, bzw. meinen besten Freund der seit mehreren Jahren im selben Haus wohnt nur gutes über mich gehört, aber davon kann der sich ja bekanntlich nix kaufen.

Wie soll ich das dem Vermieter best möglich "beichten"?

Ich möchte dem Vermieter natürlich transparent begegnen und ihm aufstellen was ich monatlich zahle und wie der Eintrag zu Stande kam... wie weit ist das sinnvoll?

Macht es Sinn vorab einen größeren Betrag (bis zu 500€ hätte ich noch über dafür) zurück zu zahlen (was ja in der SCHUFA vermerkt wird)?

Natürlich gibt es die Möglichkeit meine Eltern um eine Bürgschaft zu beten, aber ich weiß, dass die da kein großer Fan von sein werden und meiner Mutter möchte ich das mit 22 Jahren nicht wirklich antun :/

Expertenantwort
von bwhoch2, Community-Experte für Mietrecht, 29

Ein negativer Schufa-Eintrag erschüttert Vertrauen. 22-jährige geniessen in der Regel sowieso nicht soviel Vertrauensvorschuss.

In so einer Situation ist es wichtig, dass Vertrauen neu gebildet wird.

Das fängt damit an, dass man ganz klar darlegt, woher der negative Eintrag kommt. Die Erklärung, die Du hier schreibst, würde eher noch mehr Vertrauen kosten. Was hat das Ende einer Ausbildung mit dem Ende eines Handyvertrags zu tun? Du hättest ihn sowieso bis zum regulären Vertragsende weiter zahlen müssen. Als Vermieter würde ich mich fragen, wie zuverlässig Du bist, wenn mal wieder eine Umstellung Deiner Lebensverhältnisse ansteht.

Da würde ich als Vermieter schon eher Deinen Eltern vertrauen, wenn deren Einkommen passt, kein negativer Schufa-Eintrag vorhanden ist und sie den Eindruck machen, dass sie hinter Dir stehen.

Jetzt noch schnell was zurück zu zahlen, um ein wenig besser bei der Schufa da zu stehen, bringt gar nichts. So schnell ändert sich der Eintrag nicht, zumal Du dann immer noch Miese hättest.

Sei offen und biete dem Vermieter an, dass entweder Deine Mutter oder Dein Vater als Mitmieter in den Mietvertrag aufgenommen werden können. Das ist noch besser als eine Bürgschaft, weil auch bei einer Bürgschaft die Sicherheit bis maximal 3 Monatsmieten begrenzt ist. Zusätzlich zur Kaution also nur noch eine Monatsmiete. Das wäre mir als Vermieter deutlich zu wenig.

Zwei Mieter, die sich von Anfang an schriftlich die Erlaubnis zur alleinigen Kündigung des Mietverhältnisses geben. Das halte ich für wichtig. Deine Eltern werden die Wohnung nicht kündigen, solange Du die Miete regelmäßig pünktlich zahlst und auch sonst alles mit dem Mietverhältnis in Ordnung ist. Sie hätten aber die Möglichkeit, den Mietvertrag eigenständig zu beenden, wenn Du ihr Vertrauen missbrauchst und Mieten nicht bezahlst und sie damit in die Verantwortung kommen. Wohingegen Du auch die Möglichkeit hättest, allein den Mietvertrag zu kündigen, wenn das aus irgend einem Grund sinnvoll und notwendig ist.

Auf diese Weise verschaffst Du dem Vermieter maximale Sicherheit und wenn Deine Eltern auch einen guten Eindruck hinterlassen und vor allem den, dass sie hinter Dir stehen, wirst Du die Wohnung auch bekommen, denn eines ist klar:

Wieso soll Dir ein Vermieter trauen, wenn Dir Deine Eltern schon nicht vertrauen?

Und bedenke: Du bist sicher nicht der einzige Mietinteressent und somit hast Du nur eine Chance, wenn Du maximale Sicherheit bieten kannst. Vie, Glück!

Antwort
von DerHans, 33

Das entscheidet ganz alleine der Vermieter ob er dir vertraut.

Aber gerade wenn es sich um einen relativ geringen Betrag handelt, zeigt das ja, dass du es mit deinen Verpflichtungen bisher nicht so genau genommen hast.

Eine Bürgschaft deiner Eltern wäre ganz sicher hilfreich.

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Mietrecht & Mietvertrag, 14

Wie soll ich das dem Vermieter best möglich "beichten"?

Es ihm ehrlich sagen.

Ich möchte dem Vermieter natürlich transparent begegnen und ihm aufstellen was ich monatlich zahle und wie der Eintrag zu Stande kam... wie weit ist das sinnvoll?

Bei mir als Vermieter hättest Du damit schon gepunktet, aber zur Zeit habe ich keine Wohnungen mehr frei.

Expertenantwort
von albatros, Community-Experte für Mietrecht, 12

"Leider habe ich es versäumt meinen Handy-vertrag vor dem Ende meiner
Ausbildung zu kündigen, daher muss ich jetzt 900€ in Monatsraten zu 30€
zurückzahlen..."

Ich kann dir nicht folgen, was hat das Eine mt dem Anderen zu tun?

Antwort
von enlark, 30

Na ja, es kommt drauf an was du für einen Schufaeintrag hast. Hast du dort einen Inkassoeintrag? Dieser kommt eigentlich nur zu Stande wenn du die Mahnungen des Anbieters ignoriert hast und diese dann ein Inkassounternehmen beauftragt haben. Ansonsten, wenn es nur eine Rückzahlung an den Anbieter ist, ist es nicht schlimm. Dann sieht der Vermieter wenigstens das du eine monatliche Rate hast, welche du regelmäßig zurück zahlen tust.

Meine Frage als Vermieter wäre nur, warum eben nur 30 € monatlich? Warum gehen nicht 100? Wenn du dir das nicht leisten kannst, kannst du dir dann die Miete leisten?

Ansonsten Frage doch die Familie ob sie es ausgleichen und du das Geld privat zurück bezahlen kannst?!

Dann könntest du den Eintrag entfernen lassen.

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