Ist der Mietvertrag gültig oder nicht?

... komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Es ist eine irrige Annahme, dass man von einem Mietvertrag zurücktreten könne. Einen Rücktritt sieht das Mietrecht nicht vor. Du hast einen Mietvertrag unterschrieben. Vertrag ist Vertrag. Dieser kann mit einer 3-monatigen Kündigungsfrist gekündigt werden. Wenn du die Wohnung morgen kündigst und die Kündigung bis zum 3. Werktag im November beim Vermieter ist, endet dein Mietvertrag am 31.01.16. Bis dahin ist auch Miete zu zahlen.

Im Vertrag steht die Bedingung, dass mein Freund noch eine Übernahmebescheinigung nachreichen wird.

Was immer das auch sein mag, der Vertrag ist trotzdem gültig. Auch wenn dieses Klausel ungültig sein mag, macht sie nicht gleich den ganzen Vertrag nichtig.

Verträge sind dazu da, eingehalten zu werden. Oder würde es dir gefallen, wenn dein Vermieter sich urplötzlich nach Abschluss den Mietvertrages dazu entschließen würde, einen anderen Mieter zu nehmen und den Mietvertrag ohne Frist zu beenden, während du deine jetztige Wohnung bereits gekündigt hast?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn von beiden Vertragsparteien, Mieter und Vermieter, unterschrieben ist der Vertrag von der ersten Sekunde an gültig.

Das soviel zitierte 14tätige  Rückstrittsrecht gibt es bei Verträgen die direkt vor Ort abgeschlossen werden nicht.

Im Klartext, der Vertrag kann nur durch Kündigung beendet werden. Was noch bis zum 04.11.15 in Schriftform zum 31.01.2016 möglich wäre.

Allerdings lese ich in einem Deiner Kommentare das ein gegenseitiger Kündigungsverzicht für 2 Jahre vereinbart wurde.

Dann ist eine fristgerechte Kündigung erst zum oder ab Ende der 2 Jahre möglich.

Da vorzeitig oder sofort raus zu kommen geht nur mit Kulanz des Vermieters.

Man kann versuchen (den Vermieter höflich bitten) geeignete Nachmieter vorschlagen zu dürfen, hoffen das sich schnell einer findet mit dem der Vermieter einverstanden ist und mit diesem zum nächstmöglichen Termin (übermorgen;-)) einen Vertrag abschließt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Mietvertrag ist voll gültig. Die nachzureichende Bescheinigung führt nicht zur Nichtigkeit des Vertrages. Hier handelt es sich lediglich um eine einseitige Nebenpflicht.

Das grösste Problem ist der beiderseitig vereinbarte Kündigungsverzicht auf die Dauer von 2 Jahren. Nach aktueller Rechtsprechung des BGH dürfte diese Vereinbarung rechtswirksam sein.

Folglich kommt ihr erst in 2 Jahren aus dem Vertrag raus. Wollt ihr früher raus, müsst ihr euch entweder mit dem Vermieter einigen oder oder ihm vollen Schadensersatz leisten. Das kann richtig teuer werden.

Ein Rücktrittsrecht gibt es bei diesem Vertrag nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wir haben folgendes Problem: Einen Mietvertrag abgeschlossen und nun etwas besseres gefunden. Möchten gerne zurücktreten (Abschluss ist länger als 14 Tage her,

Es gibt kein Rücktrittsrecht im Mietrecht, es sei denn es wurde vereinbart.

Ist der Vertrag wenn er das nicht tut (bekommt er leider sowieso nicht) nichtig .

Der Verrag ist wirksam.

oder kommt man ohne 3 Mon Kündigungsfrist nicht raus? Wenn man kündigen MUSS, ab wann gelten die 3 Mon? Dezember oder sofort, wenn bis 3. Werktag des Monats?

Man kann jetzt noch zum 31. Januar kündigen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ihr Mietvertrag ist für die nächsten 2 Jahre gültig! Handeln Sie mit dem Vermieter eine angemessene Entschädigung aus oder halten Sie Ihren Mietvertrag so ein, wie er vereinbart ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Verträge sind einzuhalten. Du kannst zwar sofort wieder kündigen, musst dann aber u.U. für 3 Monate die Miete zahlen.

Allerdings darf der Vermieter natürlich nicht doppelt kassieren

Ein Rücktrittsrecht gibt es nicht. Das gilt nur für Fernabsatz- und Haustürgeschäfte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Interesierter
29.10.2015, 19:41

Problematisch an diesem Fall ist ein beiderseitiger vertraglicher Kündigungsverzicht für 2 Jahre.

0

Sie können das Mietverhältnis mit einer Frist von drei Monaten kündigen; dies zum Ablauf der vereinbarten 2 Jahre, für die Sie einvernehmlich auf das ordentliche Kündigungsrevht verzichtet haben!


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

1. In der Regel ist bei einem Mietvertrag kein Rücktritt möglich.

2. Die Nichtvorlage der Übernahmebescheinigung macht den Mietvertrag nicht unwirksam.

3. Ein mietvertraglich vereinbarter gegenseitiger ordentlicher Kündigungsverzicht ist gem. BGH-Entscheidung max. 4 Jahre ab Vertragsschluß wirksam und auch für beide Seiten bindend. Folglich könnt ihr den Mietvertrag zu diesem Zeitpunkt gar nicht bis zum frühestmöglichen Termin am 31.1.2016 kündigen.

4. Aus diesem Grund bleibt euch nichts anderes übrig, als mit dem Vermieter einen Mietaufhebungsvertrag auszuhandeln. Entweder er läßt Euch früher aus dem Mietvertrag oder er besteht auf die Einhaltungs des Mietvertrages. Auf die Entlassung aus dem Mietvertrag habt ihr keinen gesetzlichen Anspruch.  Evtl. wird der Vermieter hier eine Entschädigungszahlung von 3 Monatsmieten als Bedingung für den Aufhebungsvertrag verlangen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Sprecht mit dem Vermieter und schildert Eure Lage.

Normalerweise findet man einen Weg.

Wenn es blöd läuft, gilt die Kündigungsfrist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Thalie100
29.10.2015, 19:28

Dieser meint Kündigung, 3 Monatsmieten und Entschädigung.

0
Kommentar von Thalie100
29.10.2015, 19:31

Die Maklerprovision... Steht nicht im Vertrag, allerdings steht ein Kündigungsverbot von 2 Jahren drin. (Beiderseits) auf das sie verzichten würden.

0
Kommentar von Thalie100
29.10.2015, 19:32

Und ab wann gilt die Frist? 3 Mon nach Einzug oder sofort (wenn wir zum 4.11. kündigen =3. Werktag)

0

Was möchtest Du wissen?