Mietvertrag - Haftung des ausgezogenen Mitmieters?

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7 Antworten

Dem Schreiben ist eine schriftliche Übereinkunft beigefügt, dass Frau B die Wohnung allein behalten will und Herrn A aus den Pflichten des Vertrages entlässt.

Diese Übereinkunft ist nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben steht.

Grundsätzlich können Änderungen am Vertrag nur mit Zustimmung aller Vertragsparteien vorgenommen werden.

Gibt es also keine Aufhebungsvereinbarung, bzw. einen Nachtrag zum Mietvertrag, den auch der Vermieter unterzeichnet hat, ist auch Herr A weiterhin Vertragspartner/Hauptmieter.

 Steht Herr A nur für ausstehende Mieten bis zum 15.7. gerade, oder für alles?

Ohne schriftliche Zustimmung zur Entlassung von Herrn A durch den Vermieter, haftet dieser unbeschränkt für sämtliche Forderungen des Vermieters.

Herr A hat keinen Zugang zur Wohnung und auch keine Schlüssel, konnte somit auch den Übergabetermin nicht wahrnehmen und hat dies dem Vermieter schriftlich mitgeteilt

Das kann dem Vermieter egal sein. Die Mieter A und B sind verpflichtet, die Wohnung an den Vermieter zurückzugeben. Wie das realisiert wird, ist dem Vermieter egal.

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Was kümmert den Vermieter eine Übereinkunft, die zwischen Herrn A und Frau B getroffen wurde? Er hat Herrn A nicht aus dem Vertrag entlassen, und Herr A konnte ohne die Unterschrift von Frau B gar nicht kündigen.

Tja, Herr A, da hat Frau B sie ganz schön in die Pampe geritten.

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Herr A. haftet immer noch gegenüber dem Vermieter gesamtschuldnerisch, d.h. für die Mietrückstände, evtl. Nutzungsausfall, evtl. Schadenersatz, Räumung und auch für die Anwalts- und Gerichts- oder auch Gerichtsvollzieherkosten. Denn der Vermieter hat Herr A nicht ausdrücklich nachweisbar aus dem gemeinsamen Mietvertrag mit Frau B und Herr A entlassen. Frau B konnte allein Herrn A nicht aus dem gemeinsamen Mietvertrag entlassen, hierfür wäre die Zustimmung aller Beteiligten notwendig.

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Die Übereinkunft gilt nur zwischen A und B, nicht dem Vermieter gegenüber.

Herr A haftet, da noch im Mietvertrag steht, für alles.

Mietschulden, Schadensersatz, Räumungs-, Gerichtskosten usw. usw.

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"A" haftet im Rahmen der Solidarhaftung für alle sich aus dem Mietverhältnis ergebenden Verpflichtungen und den Kosten der Rechtsverfolgung von Ansprüchen gegen die Mieter als Solidarhafter.

Das Schreiben der Mieter mit der angebotenen Bitte auf eine Änderung des Mietverhältnisses entfaltet ohne die Zustimmung des Vemieters keinerlei Wirkung.

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Herr A. ist meiner Meinung nach nur dann komplett raus aus dem Vertrag wenn der VM das bestätigt hat, dass er von allen Forderungen freigestellt wird. Solange das nicht vorliegt kann sich der VM an jeden Mieter halten und Ersatz fordern.

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Immer wieder schön - warum unterschreibt man einen gemeinsamen Mietvertrag?

Am Mietvertrag hat sich ja nichts geändert, egal was die Mieter dem Vermieter mitgeteilt haben.

Sie bleiben beide unverändert Mieter der Wohnung und haften gesamtschuldnerisch.

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Kommentar von Bambi201264
26.09.2016, 14:04

Genau so ist es - leider.

Es sei denn, der Vermieter hat die Mitteilung schriftlich bestätigt.

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