Mietrückzahlung nach fristloser Kündigung zum 15.?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Man kann tatsächlich auch mündliche Verträge abschließen oder per Handschlag und die sind dann auch gültig. Sonderregelungen sind dann allerdings schwer zu beweisen und doch sind dann die gesetzlichen Bestimmungen maßgeblich. Warum ist denn die fristlose Kündigung nicht gültig? Wäre für Dich nicht so toll, denn sonst müsstest Du noch für die kommenden Wochen Miete zahlen. Deine Fingerabdrücke sind ja zu identifizieren und er soll doch bitte die entsprechenden Beweise dafür vorlegen und Dir nachweisen, dass es Deine sind oder eben wer die verursacht hat. Ich meine, dass man bei einem Auszug den Wohnraum so zu hinterlassen hat, wie man den vorgefunden hat, sprich, wenn der Raum frisch renoviert war, dann hast Du den auch so zu übergeben. Da außer den angeblichen Fingerabdrücken kein Schaden entstanden ist, den der Vermieter bemängeln könnte, hast Du sicherlich nichts mit der Kaution zu tun und die Kaution wohl auch Nichts mit den Nebenkosten, die man ja zeitgleich berechnen kann. Zählerstände solltest Du festhalten und auch von einer neutralen Person bestätigen lassen, denn sonst bist Du vielleicht in der Verpflichtung dem seinen Verbrauch anteilsmäßig zu begleichen. Warst Du dort eigentlich gemeldetO

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von trunks21
26.03.2016, 04:38

Zählerstände wurden leider nicht fest gehalten :-( 
Gemeldet war ich dort, nur wusste sein Vermieter nicht, dass ich bei ihm Wohne. 

0

 Ich bin dann zum 15. ausgezogen, hatte Ihm aber für den Monat Februar die volle Miete gezahlt. Habe ich Anspruch darauf, 50% wieder zu bekommen? 

Du hast keinen rechtlichen Anspruch darauf, dass Du die Hälfte wiiederbekommst

Wir hatten nur einen mündlichen Mietvertrag. Er fordert auch von mir ca. 150€ Renovierungskosten (da ich angeblich die Wand im Zimmer mit meinen Fingerabdrücken beschmiert hätte)

Bei mündliche Verträgen gelten die gesetzlichen Bestimmungen und es ist keine Renovierung erforderlich, also ist die Forderung zurückzuweisen.

 Zudem verlangt er von mir, dass ich ihm den Rest der Kaution noch nachzahlen soll - obwohl ich schon ausgezogen bin - da die Nebenkostenabrechnung noch nicht da wäre. Ist das alles rechtens? Wir hatten ja nur einen Mündlichen Mietvertrag.

Wenn vereinbart, dann muss eigentlich auch die Kation bezahlt werden,

Bei mündlichen Verträgen sind Vereinbarungen aber oft schwer zu beweisen.

Schau mal hier rein:

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/immobilien/muendliche-mietvertraege-handschlag-statt-unterschrift/9212374.html

MfG

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eine fristlose Kündigung erfolgt nicht "zum" sondern "am". Sie wirkt sofort und somit fristlos. Dazu kann dem gekündigten Mieter eine Auszugsfrist gewährt werden, während der das Mietverhältnis aber schon beendet ist. Sollte diese Kündigung wegen fehlender Grundlage wirkungslos sein, dann kann der gekündigte Mieter das Mietverhältnis unbeschadet fortsetzen und geruhsam eine Räumungsklage abwarten. Der Richter entscheidet dann, ob die Kündigung gerechtfertigt oder unwirksam war.

Du bist der Meinung, dass die fristlose Kündigung unwirksam war bist aber dennoch am 15.2.16 aus der Mietsache ausgezogen. Damit hast du diese Kündigung anerkannt. Das Mietverhältnis ist daher wirksam beendet.   

Der mündliche Mietvertrag regelt sich insgesamt nach den Bestimmungen des BGB. Betriebskosten sind in der Gesamtmiete inkludiert und müssen nicht abgerechnet werden, eine Kaution muss nicht geleistet werden. Du hast trotzdem einen Geldbetrag als Kaution übergeben, der dir nach Ende des MV verzinst zu erstatten ist. Dazu kann der Vermieter aber 6 Monate ins Land gehen lassen. Eine Nachzahlung von Kautionsteilen kann der Vermieter nicht fordern.

Die Mietsache ist im besenreinen Zustand an den Vermieter zurück zugeben. Der Flur gehört wohl nicht zur Mietsache, Schäden im Bereich des Zuganges zur Mietsache müssen dir als möglicher Verursacher nachgewiesen werden.

Aufgrund der von dir anerkannten fristlosen Kündigung kann der Vermieter eine Mietausfallentschädigung von dir verlangen. Diese Entschädigung kann bis zu 3 Monatsmieten betragen. Dazu könnte er gegen die hinterlegte Kaution aufrechnen. Deshalb fordere unter Fristsetzung in den nächsten Tagen eine Kautionsabrechnung zugangssicher durch Einwurfeinschreiben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das ist insgesamt eine schwierige Frage, weil bei einem mündlich geschlossenen Mietvertrag keine Partei eindeutig die seinerzeit geschlossenen Vereinbarungen ( wie z.B. Abrechnungszeitraum der jeweiligen Monatsmiete , Regelungen zur Kaution und Renovierung bei Auszug ) eindeutig und klar beweisen kann.

Die schriftliche Kündigung scheinst Du aber hingegen in schriftlicher Form zu haben. Worauf stützt Dein ehemaliger ( Unter- ) Vermieter denn da die fristlose Kündigung genau ?

Und eine "Kautionszahlung" ( in Deinem Fall die Nachforderung einer Solchen ) hat zunächst einmal nichts mit einer noch ausstehenden Nebenkostenabrechnung zu tun. Eine "Kaution" wird bei EINZUG in die Wohnung fällig, und nicht erst 6 Monate später. ( ausser es wurde seinerzeit mündlich anders lautend vereinbart...was DANN zu beweisen wäre )

Leichter KÖNNTE aber die Beweisführung dahingehend sein, von wann bis wann Du in der Wohnung als Untermieter gewohnt hast und somit ggf. eine Nachforderung an den anteiligen Betriebskosten für diesen Zeitraum in Abhängigkeit der seinerzeit gleichzeitig anwesenden Mitmieter.

Im Zweifelsfall könnte also nur eine Rechtsabwägung beider Parteien über einen ( u.U. teuren ) Zivilprozess erzielt werden. Versucht Euch daher besser untereinander zu einigen und einen "Vergleich" aufgrund der damaligen ( mündlichen ) Vereinbarungen zu treffen.

Das Streichen eines Zimmers kostet in der Regel ( bei ordentlichem "DIY" ) keine 150 Euro, wenn es nicht gerade ein vollkommen verschmierter "Saal" war.

Und wenn es keine eindeutig nachweisbaren Vertragsbedingungen zur Abrechnung und Fälligkeit der Miete gab, so rechnet man normalerweise vom 1. bis zum letzten eines Monats. Oder hast Du Quittungen über Deine bereits erfolgten Mietzahlungen ? ( wo Du z.B. nachweislich vom 15. bis 31. September auch nur die Hälfte der regulären Miete zahlen musstest )

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von trunks21
26.03.2016, 04:32

"Oder hast Du Quittungen über Deine bereits erfolgten Mietzahlungen ? ( wo Du z.B. nachweislich vom 15. bis 31. September auch nur die Hälfte der regulären Miete zahlen musstest )"

Ich habe ihm die Miete immer überwiesen. Sowie vom 15.09-31.09 auch nur diesen Zeitraum. Sein Vermieter wusste auch nicht, dass ich in der  Wohnung mit lebte. 

"

Das Streichen eines Zimmers kostet in der Regel ( bei ordentlichem "DIY" ) keine 150 Euro, wenn es nicht gerade ein vollkommen verschmierter "Saal" war."

Es war sogar "nur" der Flur. 

0

Mündliche Mietverträge haben für Mieter den Vorteil, dass das BGB gilt. Alles darüber hinausgehende sind Kannbestimmungen (Kaution, Schönheitsreparaturen, Umlage von Betriebskosten). Da diesbezüglich nichts nachweisbar vereinbart wurde, ist dafür auch nichts zu zahlen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Auch mündliche Verträge sind bindend.

Da aber hier keine Dinge explizit benannt oder ausgeschlossen wurden, gild des jeweilige Mietrecht des Bundeslandes.

Du hast bereits freiwillig zu viel Miete gezahlt - diese Summe müsste er zeitnah erstatten.

Sofern Kaution vereinbart wurde, aber nicht voll bezahlt, könnte er diese Differenz aber sicher als Teilzahlung zur Kaution werten.

Klar hat er das Recht die Kaution bis zur vollständigen Abwicklung ( Nebenkosten Abrechnung und Renovierung) einbehalten, dazu ist sie ja da...

Da es nur Wintermonate waren, sind die Heizkosten sicher nicht gering.

Wie er diese aber exakt abrechnen will, scheint mir fraglich - selbst mit Ableser wäre die Berechnung ungenau - eher eine Schätzung - zumal Bad und Kuchen Mitbenutzung ja schwer berechnet werden kann.

Es ist immer schade, wenn Freundschaften so zerbrechen, aber hier solltet ihr vernünftig reden ...

Er behält Kaution inklusive der Februar teil Miete vorerst ein bis zur Abrechnung...und fertig.

Ob Renovierung des Zimmers überhaupt nötig ist ? Auch hier habe ich Zweifel - auch weil dies im Mietvertrag nicht geregelt wurde - und er sicher nur die Gründe vorschiebt um Dich zu ärgern...

Das würde vermutlich auch ein Richter so sehen - sofern Fotos keinen desolaten Zustand offenbaren.

Biete ihm schriftlich an, die Wand des Zimmers mit weiß zu übermalen..

Dann bist Du auf der sicheren Seite.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von trunks21
26.03.2016, 04:27

Du hast bereits freiwillig zu viel Miete gezahlt - diese Summe müsste er zeitnah erstatten.

Du meinst die Zeit zwischen 1. und 15.?

Ob Renovierung des Zimmers überhaupt nötig ist ? Auch hier habe ich Zweifel - auch weil dies im Mietvertrag nicht geregelt wurde - und er sicher nur die Gründe vorschiebt um Dich zu ärgern..

Es gab ja keinen Mietvertrag. Nichtmal sein Mieter wusste, dass ich in dieser Zeit bei ihm gewohnt habe. Angeblich hätte ich die Wand durch abstützen mit meiner Hand beschmiert hätte. 

0
Kommentar von albatros
26.03.2016, 09:52

Das deutsche Mietrecht gilt bundesweit und ist nicht strukturiert nach Bundesländern.

0
Kommentar von johnnymcmuff
26.03.2016, 11:24

Wie er diese aber exakt abrechnen will, scheint mir fraglich - selbst mit Ableser wäre die Berechnung ungenau - eher eine Schätzung - zumal Bad und Kuchen Mitbenutzung ja schwer berechnet werden kann.

Zumal man bei einem mündlichem Vertrag behaupten könne, dass die Nebenkosten in der  Miete enthalten waren, siehe mein Link.

0