Frage von ceylan10, 103

Mietrechte.. Reinigungsplan?

Unzwar haben wir mit meinem mann einen reinigungsplan bekommen. In dem steht

ungerade woche sind unsere vermieter dran, und gerade woche wir mit treppenhaus putzen.

Und gestern abend als ich mit meinem Mann nach hause kamen , lag ein zettel vor unserer haustür da drin stand wir sollen jede woche feucht die treppen putzen.! Dürfen die das einfach so beschließen ? Sind nur 2 parteien.. Wir sind junge leute die jeden tag 8,9 std arbeiten,und unsere vermieter sind rentner. Wens nach denen gehen würde sollen wir jeden tag gartenarbeit machen kehren putzen. Die kommen jeden tag mit anderen sachen an. Und jetzt sollen wir jetzt die treppen für unsere vermieter mitputzen. Bitte helft uns weiter, sind am verzweifeln.. :/

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Antwort
von DerHans, 55

Wenn ihr die Treppe allein nutzt, ist es natürlich möglich, dass ihr sie auch alleine putzen müsst. Benutzen die Vermieter sie ebenfalls, um z.B.  zum Dachboden zu gelangen, ist die Verteilung weiterhin korrekt.

Natürlich kann der Vermieter auch nicht einseitig die Bedingung ändern. Einen solchen "Zettel" braucht ihr also gar nicht zu beachten.

Wenn ihr zeitlich nicht in der Lage seid, eurer Pflicht nachzukommen, müsst ihr eben jemanden dafür bezahlen.

Kommentar von ceylan10 ,

Unsere vermieter wohnen eins über uns.. Und ich putze eigt immer in der woche wo wir dran sind. Anscheind ist das ist ausreichend, und wollen jetzt noch das wir für die vermieter mitputzen.. Mir fällt dazu echt nix mehr ein..

Antwort
von Nemesis900, 64

Ein Treppenhaus ist ein Gemeinschaftsraum für den erst einmal der Vermieter zuständig ist. Wenn ihr diesen Putzen sollt muss das auch im Mietvertrag so vereinbart sein, einfach so kann das nachträglich nicht bestimmt werden.

Kommentar von ceylan10 ,

Also in mietvertrag steht es nicht drin.. Und auf dem reinigungsplan auch nicht. Wie gesagt die entscheiden einfach mal sachen wie die lust und laune haben. -.- 

Kommentar von Geistwesen ,

Logisch, die sind Rentner, die haben viel Zeit und Langeweile; da kommt man schonmal auf solche Ideen.

Grundsätzlich sind solche Sachen vertraglich zu regeln und der Grundsatz besagt auch, dass man an den Rechten und Pflichten partizipiert wird.
So ist zum Beispiel gemeinsam genutztes (z.B. Flur, Treppenhaus, Bürgersteig vorm  Haus, Garten ...) auch gemeinschaftlich zu pflegen(was nur logisch ist). Das heißt natürlich nicht, dass der Vermieter gar nichts macht und die Pflege des Wohn- Gartenkomplexes kurzerhand komplett an euch abtritt, getreu dem Motto:" Lass die jungen Leute das mal machen, die haben die besseren Knochen und wir haben ein Leben lang genug geschafft."

Da hilft nur das Gespräch zu suchen und sachlich nüchtern die Thematik anzusprechen. Ich würde zunächst allgemein gehalten über das Thema Innen- und Außenrevierpflege sprechen, erläutern das euch klar ist, dass es notwendig und in gemeinsamem Interesse ist, alles pfleglich zu behandeln, zu erhalten usw., so dass der Vermieter sich in seinem Interesse, seinen Anliegen grundsätzlich verstanden fühlt. Anschließend würde ich konkreter werden und betonen, dass es nur fair sei, diese Pflichten gerecht aufgeteilt zu wissen. Alles darüber hinaus, entbehrt alleine der Fairness halber allerdings jeglicher Grundlage und darf(muß) zuletzt auch ganz klar zur Ansprache gebracht werden.
Gegen Mietnachlass, ein bischen Taschengeld oder für zusätzliche Privilegien würde ich mich an eurer Stelle für kleine Gefälligkeiten einspannen lassen, aber zum Sklave der Alten würde ich mich nicht einspannen lassen. Alles was sie können, ist euch auf die Nerven gehen, rechtlich wird Ihnen die Handhabe fehlen euch ernsthaft blöd kommen zu können.
Wenn es Ihnen nicht passt, können sie euch ja verklagen, wenn sie meinen das zu was führt.

Davon ab kannst du Ihnen im Fall der Uneinsichtigkeit ganz nebenbei zu bedenken geben, ob es denn besser sei euch als Vermieter zu verlieren, stattdessen eine "laute Migrantenfamilie" zur Miete zu haben. Der Gedanke schürt bei den Alten bestimmt Ängste; die Blockwarte von einst hassen meist nichts mehr als Fremde, fremde Gerüche, fremde Sprachen und Lärm.(Toleranz ist da meist nicht vorhanden, Vorurteile umso mehr). Das kann man sich zu Nutze machen.

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