Mietrecht, Renovierungs-Kosten?

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7 Antworten

Muss der Mieter diese Auslegeware im Zuge der Renovierung der Wohnung erneuern bzw. die Kosten tragen für neue Auslegeware?

Bei Teppichboden geht man von einer Lebensdauer von ca. 10 Jahren aus. 

Nach 19 Jahren dürfte ein Bodenbelag dann schon viele Gebrauchsspuren haben die unter normaler Abnutzung fallen und der Vermieter  muss die Kosten für einen neuen Bodenbelag tragen.

Im Mietvertrag ist festgelegt, dass der Mieter beimAuszug renovieren muss.

Wenn das wörtlich so im Mietvertrag steht, dann ist diese Klausel unwirksam und der Mieter muss bei Auszug nur besenrein hinterlassen; so die aktuellen Urteile vom Bundesgerichtshof.

Der Bundesgerichtshof hat viele Klauseln in Mietverträgen für unwirksam erklärt.

Falls Du Vermieter bist, solltest Du Dich bei Haus & Grund anmelden, dort erhält man viele nützliche Tipps.

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Nein, Bodenbelag ist Sache des Vermieters. Wenn der Mieter die Auslegware nicht mutwillig beschädigt hat, kann man ihm keine Kosten aufbrummen. Die normale Abnutzung ist mit der Miete abgegolten.

Im Mietvertrag ist festgelegt, dass der Mieter beimAuszug renovieren muss.

Wobei fraglich ist, ob diese 19 Jahre alte Klausel noch rechtswirksam ist. Der Mieter müsste also unabhängig von der Wohndauer renovieren. Egal ob er nun 20 Jahre, 2 Jahre, 2 Monte oder 2 Wochen in der Wohnung gewohnt hätte. Das wäre unwirksam und die Wohnung ist besenrein zu übergeben.

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Kommt ganz darauf an. Hat der Mieter die Auslegeware beschädigt? Oder ist sie noch in einem guten Zustand?

Renovieren heißt normalerweise nur, Wände neu streichen und defekte Dinge erneuern, die durch das Verschulden des Mieters kaputt gegangen sind oder beschädigt wurden.

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Auch wenn Teppichböden im Mittel länger halten, als die von Gerichten angenommenen 10 Jahren, ist nach solch einer langen Mietzeit von normaler Abnutzung auszugehen.

Der Austausch des Bodenbelags geht zu Lasten des Vermieters.

http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/t1/teppichboden.htm

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Muss der Mieter diese Auslegeware im Zuge der Renovierung der Wohnung erneuern bzw. die Kosten tragen für neue Auslegeware?

Weder das eine, noch das andere. Abnutzungen durch vertragsgemäßen Gebrauch hat der Mieter nicht zu vertreten, bzw. muss die Kosten der Erneuerung nicht bezahlen (Vgl. § 538 BGB).

Im Mietvertrag ist festgelegt, dass der Mieter beimAuszug renovieren muss.

Ich gehe jede wette ein, dass diese Festlegung unwirksam ist und die Wohnung besenrein hinterlassen werden kann. Endrenovierungsklauseln sind seit einigen Jahren unwirksam.

Weiterhin ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass im Vertrag starre Fristen und Quotenklauseln vereinbart wurden. Die sind mittlerweile auch unwirksam.

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Im Mietvertrag ist festgelegt, dass der Mieter beimAuszug renovieren muss.

Da kommt es auf die exakte Formulierung der Klausel an. Viele Bestimmungen wurden im Laufe der Jahre vom BGH für unwirksam erklärt, da sie die Mieter unangemessen benachteiligen. Bei so einem alten Mietvertrag ist fast davon auszugehen, dass das hier auch der Fall ist und der Mieter dann nur besenrein übergeben muss.

Die Auslegeware muss er bei normaler Nutzung keinesfalls ersetzen, denn normale Abnutzung ist mit der Mietzahlung abgegolten.

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Der Mieter muss nur das zahlen, was er übermäßig genutzt hat.

Die Auslegware hat er ja bereits mit seiner Miete abbezahlt.

Eigentlich muss die Wohnung nur "besenrein" übergeben werden. Dass die Wände in hellen Farben gestrichen sein sollen, KANN vertraglich vereinbart werden.

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