Frage von AnnaSa23, 72

Mietrecht Betriebskostenabrechnung ?

Hallo! Ich habe zwei Fragen zum Thema Mietrecht...

1.) Wann muss eine betriebskostenabchnung dem Mieter spätestens zugestellt werden und kann sie einfach nur persönlich von jemandem der Hausverwaltung in den Briefkasten geschmissen werden oder muss per Post verschickt werden? Wir haben im Dezember 2015 die Abrechnung für 2014 bekommen (wurde einfach persönlich in den Briefkasten geschmissen) und haben bisher so getan als hätten wir sie nicht bekommen und jetzt (April2016) die erste zahlungserinnerung (aber auch nur, weil wir mit der Hausverwaltung wegen einer anderen Sache in Kontakt treten mussten)... Verjährt die betriebskostenabrechnung? Oder haben wir irgendwie eine Chance, die Nachzahlung nicht zahlen zu müssen? Muss dazu sagen, dass unsere Hausverwaltung immer nur gegen uns spielt und uns nie irgendwie entgegen kommt... Ob es reperatuten sind etc... Müssten wir immer alles selber zahlen oder hätten Jahre warten müssen bis endlich was passiert...

2.) wenn man einen Monat Miete vergisst zu bezahlen oder die Miete wegen mangelnder kontodeckung zurückgebucht wird, muss einem der Vermieter dann eine Erinnerung oder Mahnung schreiben? Und wenn ja, in welchen Zeitraum?

Vielen Dank im Voraus!

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Expertenantwort
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 35

1.) Wann muss eine betriebskostenabchnung dem Mieter spätestens zugestellt werden

Spätestens 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraumes. Das kann das Kalenderjahr sein, muß es aber nicht.

und kann sie einfach nur persönlich von jemandem der Hausverwaltung in
den Briefkasten geschmissen werden oder muss per Post verschickt werden?

Sie kann dem Mieter auch persönlich in die Hand gedrückt, persönlich unter der durch geschoben, per Boten, z. B. dem Hausmeister, oder per Brieftaube durch ein offenes Fenster zugestellt werden. Entscheidend ist das der Vermieter den fristgerechten Zugang nachweisen kann.

Wir haben im Dezember 2015 die Abrechnung für 2014 bekommen (wurde einfach persönlich in den Briefkasten geschmissen) und haben bisher so getan als hätten wir sie nicht bekommen und jetzt (April2016) die erste zahlungserinnerung (aber auch nur, weil wir mit der Hausverwaltung wegen einer anderen Sache in Kontakt treten mussten)... Verjährt die betriebskostenabrechnung?

Freundlicher Vermieter. Er hätte auch am 31. Tag Zugang der Abrechnung gleich das gerichtliche  Mahnverfahren einleiten können.

Allgemeine Verjährungsfrist sind 3 Jahre. Also noch reichlich Zeit für den Vermieter das volle Programm, bis hin zur Klage, auf den Weg zu bringen.

2.) wenn man einen Monat Miete vergisst zu bezahlen oder die Miete wegen mangelnder kontodeckung zurückgebucht wird, muss einem der Vermieter dann eine Erinnerung oder Mahnung schreiben?

Nein.

Er könnte auch hier 1 Tag nach Fälligkeit, das ist i. d. R. der 3. Werktag des Monats, ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten.

Oder dem Mieter kündigen. Unregelmäßige oder mehrfach verspätete Mietzahlungen rechtfertigen, ohne Abmahnung, auf jeden Fall zur fristgerechten Kündigung.

Expertenantwort
von bwhoch2, Community-Experte für Mietrecht, 27

Geh einfach davon aus, dass dort Profis sitzen. Die haben bestimmt einen Beleg für die fristgerechte Zustellung. Der dicke Hammer kommt schon noch.

Eine Miete "vergessen" + 1 Euro rückständige Nebenkosten und ihr seid reif für die fristlose Kündigung.

Da das Verhältnis offenbar nicht das Beste ist, wird die Hausverwaltung, wenn diese auch den Vermieter oder der Vermieter ist, das gerne aufgreifen, um Euch loszuwerden.

Antwort
von schleudermaxe, 11

Wir Vermieter müssen gar nichts müssen, nur wenn wir wollen, müssen wir, sonst natürlich nicht.

Und verjährt ist eine BK-Abrechnung in drei Jahren und es reicht sogar aus, wenn wir das Ding in den Kasten stecken und der Nachbar nimmt sie weg, so jedenfalls die Gerichte hier bei uns.

Alles ganz einfach, im  Mietrecht.

Und wir verschicken für unsere rd. 1.000 Mieter schon lange keine BK-Abrechnungen mit Nachforderungen per Post. Die kommen meist nie an, nur die mit Guthaben, die kommen immer an.


Antwort
von schelm1, 22

Lesen Sie doch einfach mal, was Sie da in Ihrem Mietvertrag alles so vereinbart haben. Dieses Lesen und Verstehen bewahrt Sie vor manchem vermeidbaren Ärger!

Was glauben Sie, wie ein normaler Brief in Ihren Briefkasten gelangt? - Der wird schlicht vom Briefträger ohne besonderen Nachweis eingeworfen!

Wirft ihn ein Mitabeiter des Verwalters hingegen als Bote ein, so hat der Verwalter, der sich wohl aufgrund der späten Zustellung, für die ihm der bloße interne Nachweis der Inverkehrsetzung des Briefes über die Post zweifelhaft erschien, eines Boten als Zeugen für die noch frisiwahrende  Zustellung bemüht. - Mancher Vermieter kennt halt seine "Papenheimer"!

Sie sollen Ihr Verhalten als Mieter einmal sehr gründlich überdenken! - Damit mindern Sie die Gefahr von Abmahnungen oder einer darauf ggfs. folgenden Kündigung!

Antwort
von TrudiMeier, 20

Zu 1.

Ist der Abrechnungszeitraum ein Kalenderjahr, hat der der Vermieter bis zum 31.12. des Folgejahres Zeit, dir die Nebenkostenabrechnung zukommen zu lassen. Für das Jahr 2014 wäre das also noch fristgemäß. Ob er sie dir in den Briefkasten wirft oder per Post zustellt, ist egal. Es besteht keine Pflicht, sie mit der Post zu schicken. 
Ich finde es ist eine Frechheit, seine Nebenkosten nicht zahlen zu wollen.

Zu 2. Miete muss überhaupt nicht angemahnt werden. Vergisst du zweimal die Miete zu zahlen, kann der Vermieter fristlos kündigen.  Auch unregelmäßige und unpünktliche Zahlungen muss der Vermieter nicht hinnehmen. Passiert das häufiger, wird er dich abmahnen und im Wiederholungsfall fristlos kündigen!

Antwort
von Peterwefer, 35

1. Ja, die Zustellung der Nebenkostenabrechnung ist so rechtskräftig. Und sie muss auch von euch beglichen werden.

2. Er MUSS nicht, weil die Fälligkeit der Zahlung bereits im Vertrag geregelt ist, sodass ihr nach Fälligkeit in Zahlungsverzug kommt. Freilich sind solche Mahnungen sehr üblich. Ermahnen sollte der Vermieter, wenn es so akut ist, dass die Kündigung droht.

Antwort
von meini77, 31

Die Nebenkosten-Abrechnung muss spätestens 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums zugegangen sein.

War der Turnus für 2014 der 1.1. - 31.12.2014, muss diese Abrechnung bis zum 31.12.2015 bei Euch eingegangen sein.

Selbstverständlich steht es dem Vermieter frei, die Abrechnung per Deutsche Post, persönlich, über die Hausverwaltung oder per Pferdekutsche Euch zu überbringen. Mit dem Einwurf in den Briefkasten gilt die Abrechnung als "zugestellt" (oder wie empfängst Du sonst Briefe?)

haben bisher so getan als hätten wir sie nicht bekommen

sich tot stellen ist immer der schlechteste Ratgeber. Ist die Abrechnung falsch, müsst Ihr dieser widersprechen.

Oder haben wir irgendwie eine Chance, die Nachzahlung nicht zahlen zu müssen?

nein - die Kosten, die man verursacht, muss man auch bezahlen. Oder verlässt Du ein Restaurant, ohne zu zahlen?

Muss dazu sagen, dass unsere Hausverwaltung immer nur gegen uns spielt

das hat mit Deinen Nebenkosten aber nichts zu tun.

2.) wenn man einen Monat Miete vergisst zu bezahlen oder die Miete wegen
mangelnder kontodeckung zurückgebucht wird, muss einem der Vermieter
dann eine Erinnerung oder Mahnung schreiben? Und wenn ja, in welchen
Zeitraum?

nein, muss er nicht. Er kann Dir, wenn Du mit mehr als 2 Kaltmieten im Verzug bist, kündigen.

Antwort
von berlina76, 32

Betribskostenabrechnung muß spätestens 2 Jahre nach dem Abrechnugszeitraum vorliegen. also z.b. ist der Abrechnungszeitraum Januar 2012-Dez. 2014 kann sich der Vermieter damit bis Dezember 2016 Zeit lassen.

Sie gilt als zugestellt, sobalt sie im Verfügungsraum des Mieters eintrift, dazu gehört auch der Briefkasten. Auch wenn der Vermieter diesen persönlich eingeworfen hat. Eine Zustellung per Post AG ist nicht zwingend erforderlich.

Nein der Vermieter muß die Miete nicht anmahnen, wird es aber tun wenn er Geld sehen will. Fehlen mehr wie 2 Monatsmieten kann er euch fristlos kündigen.

Kommentar von anitari ,

Betribskostenabrechnung muß spätestens 2 Jahre nach dem Abrechnugszeitraum vorliegen.

Falsch, 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraumes.

also z.b. ist der Abrechnungszeitraum Januar 2012-Dez. 2014 kann sich der Vermieter damit bis Dezember 2016 Zeit lassen.

FALSCH

Antwort
von SchmitzHermann, 18

warum habt ihr so getan als wenn ihr sie nicht bekommen habt ... müßt ihr nachzahlen ??  in meinen augen ist das betrug.... wenn ihr z. B . in einem mehrfamilienhaus wohnt mit mehreren eigentümern , kann der vermieter oder verwalter nicht eher den vorgang abschliesen bis alle bezahlt haben bzw. nicht zahlen wollen... es kann sogar soweit kommen das der hausverwalter den betrag den ihr bezahlen müßt zur mahnung ausschreibt , kosten tragt ihr... und die anderen wohnungseigentümer müßten für euch in vorleistung gehen , denn ende 15 muß der abschluß für 14 fertig sein

Kommentar von schleudermaxe ,

Wie bitte was? Mehrfamilienhaus mit mehreren ET? Was bitte ist das?

Was bitte haben meine etwaigen Mietern denn mit anderen am Hut und was bitte mit einer WEG?

Antwort
von schleudermaxe, 3

n.n.....


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