Mietnomaden verhindern?

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7 Antworten

Das mit den Schlössern etc. kannst Du vergessen.

Wenn der Mieter mit 3 Monatesmieten im Rückstand ist, kannst Du ihm fristlos kündigen. Eine Räumungsklage kann dann eingereicht werden. Auch wenn Du die Idee hast, vorher zu vereinbaren, dass die Räumung auf Kosten des Mieters geht, ist das wahrscheinlich sinnlos, da er in der Regel eh kein Geld hat, sonst würde er ja die Miete zahlen.

Du kannst den Mieter vorab überprüfen lassen. Google mal nach Haus + Grund Vereinen in Deiner Nähe. Das ist das Gegenstück zum Mieterbund (also für den Vermieter). Dort gibt es Formulare über Schufa-Auskunft.

Dies ist zwar vom Mieter freiwillig auszufüllen - aber wenn er das nicht macht, hat er wahrscheinlich eh Einträge. Dieses Formular kannst Du vom Haus + Grund-Verein überprüfen lassen (kostet - glaube ich - 20 € - lohnt sich aber).

Ansonsten sieh zu, dass Du die Kaution bekommst, dann kannst Du etwaige Forderungen damit verrechnen.

Ein Anruf beim Vorvermieter könnte auch interessant sein, aber auch nicht unbedingt richtig! Wenn er ihn loswerden will, kann er im Prinzip alles erzählen - schaden kann es aber trotzdem nicht.

P.S. Den Stromvertrag kann der Mieter selber direkt mit dem Versorger machen. Dann müssten die dem Geld hinterherlaufen ;-)

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So einfach ist das leider nicht durchsetzbar. Du mußt halt schon beim Erstgespräch versuchen heruaszufinden, ob es sich um eine vertrauenwürdige Person handelt oder nicht. Ich hatte bisher nur Glück und hoffe daß es so bleibt. 

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Klausel: Überflüssig, denn hier hilft schon das Gesetz, aber wenn der Mieter einfach nicht auszieht, würde auch die Klausel nichts nützen. Sie wäre nicht ungültig, aber überflüssig.

Stromautomat? Noch nie gehört, dass die Netzbetreiber so etwas installieren. Das einzige, was die zuverlässig installieren, ist eine Plombe, die den weiteren Strombezug zuverlässig verhindert. Deshalb sollte man als Mieter nie selbst einen Stromvertrag machen, wenn es sich vermeiden läßt.

Ein Schloßautomat wäre natürlich eine tolle Erfindung, aber rechtlich wäre sie nicht durchsetzbar, denn die Gefahr von Missbrauch wäre zu groß. Man stelle sich vor, ein Mieter mindert zurecht die Miete, weil der Vermieter untätig ist und dieser wird dann aber tätig, indem er seinen Mieter aussperrt. Das ist völlig undenkbar, aber praktisch wäre es natürlich schon.

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Würde im Vorfeld den zukünftigen Mieter "abchecken" lassen. Detektei wäre da eine Möglichkeit.

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Kommentar von bwhoch2
29.11.2016, 19:10

Wer soll das bezahlen....

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Das hilft nicht gegen Mieter, die sowieso jeden Vertragsbestandteil unabhängig davon, ob er gültig oder ungültig ist, ignorieren.

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Da das Wohnrecht sehr hoch angesiedelt ist wäre ein solcher Zusatz nichtig.

Das ist auch (leider) gut so da es sonst auch von Vermieterseite missbraucht werden kann und der ungerechtfertigte Verlust einer Wohnung ein extremer Eingriff in das Leben des Mieters bedeutet.

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Kommentar von bwhoch2
29.11.2016, 19:10

Das Wohnrecht ist verwirkt, wenn z. B. zwei aufeinanderfolgende Mieten nicht bezahlt wurden. Der Zusatz wäre nicht "nichtig", sondern schlicht überflüssig, weil sinnlos.

Der zweite Satz des Kommentars steigert leider den Unsinn nochmal. Der Vermieter hat nur wenig Chancen eine fristlose Kündigung, gegen die sich ein Mieter wehrt und bei der die gesetzlich vorgegebenen Gründe nicht wirklich erreicht sind, auch durch zu setzen, denn klagen muss der Vermieter. Zahlen muss er sie auch im voraus. Die Kosten sind hoch und das Risiko eine solche Klage zu verlieren, damit ebenfalls. Somit ist ein Missbrauch ausgeschlossen.

Bei dreimal Mietausfall wäre er Verlust einer Wohnung gerechtfertigt. So will es das Gesetz. Unabhängig davon, ob es sich hierbei um einen Eingriff in das Leben des Mieters bedeutet.

Der mögliche Ruin eines Vermieters wäre ebenfalls ein schwerer Eingriff in das Leben des Vermieters.

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Nein, damit würdest Du gegen das Grundgesetz ( Art. 13) verstoßen, das die Unverletzlichkeit der Wohnung regelt.

Es gibt eine Regel und die besagt, Gesetz vor Vertrag!

Selbst wenn das in den Mietvertrag käme und der Mieter unterschreibt, wäre die Klausel unwirksam!

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Kommentar von bwhoch2
29.11.2016, 19:06

Das Gesetz regelt es aber praktisch schon so.

Wenn wegen dreimonatigem Mietrückstand fristlos gekündigt wird, geht die Räumung natürlich auch auf Kosten des Mieters.

Dass die Räumung sofort zu erfolgen hat, versteht sich schon allein aus dem Wort "fristlos".

Natürlich würde auch ein Mietnomade der Klausel im Mietvertrag zustimmen, aber was hilft sie, wenn er dann doch nicht freiwillig geht?

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