Frage von AlexST 11.08.2011

Mietminderung und Verrechnung von Nebenkosten durch Vermieter

  • Antwort von AlexST 17.08.2011

    Guten Tag

    und danke für die Antworten, die sehr geholfen haben. Danke auch für die Antworten aus dem Kreis der Vermieter/Haubesitzer. Zu deren Antworten folgende Bemerkung: Wie Ihr alle wisst, haben wir Menschen einige Grundbedürfnisse wie z.B. trinken, essen, atmen ..... Zu diesen Grundbedürfnissen zählt auch ein wärmendes, schützendes Dach über dem Kopf, also eine Wohnung. Mit diesen Grundbedürfnissen aber Geschäfte zu machen, sich an Überlebensnotwendigem zu bereichern, ist ein signifikantes Zeichen für den Zustand einer Gesellschaft. Da dieses „Business“ bei uns längst läuft und große Gewinne verspricht, kann mit Fug und Recht von Statthaftigkeit asozialer Strukturen in Deutschland gesprochen werden. Vielleicht wird es eines Tages den Hausbesitzern und Grundstückseigentümern dank der lobbyistischen Immobilienmafia gestattet, für das Atmen in ihren Gefilden Gebühren zu kassieren.

    Herzlich AlexST

  • Antwort von XtraDry 11.08.2011
    1. Ja, auch wenn Du hier wieder wer weiß wieviele gegenteilige Meinungen von selbsternannten Hausverwaltern lesen wirst, ist dies dennoch völlig korrekt und bedarf weder einer vorherigen Ankündigung und erst recht keiner Fristsetzung...

    2. Eine Mietminderung berechnet sich grundsätzlich immer von der Warmmiete. Ob Du dies nachträglich kannst, hängt davon ab, ob die angesetzten 14 % korrekt oder evtl. zu hoch sind. Der korrekte prozentuale Anteil wird jedenfalls aus der Warmmiete berechnet...

    3. Eine solche Klausel dürfte wenn überhaupt nur in Gewerberaummietvertragen wirksam sein. Allerdings kann man nur fällige Beträge gegeneinander aufrechnen, und darüber, ob eine Betrag bereits fällig sein kann, solange er noch strittig ist, kann man sicher selbst trefflich streiten...

  • Antwort von scallawags 11.08.2011

    Bautätigkeits- mit Lärmbelästigungen über 3 Monate ergeben sogar einen gerichtlich festgestellten Mietminderungsanspruch von bis zu 50%, lies mal hier: http://www.hanhoerster.de/html/mietminderung_laerm.htm

    Und lass dich bloß nicht mit Argumenten abspeisen, dass wären alles Einzelfallentscheidungen gewesen, das haben alle RAs auf der Rückseite ihrer Visitenkarte. Das sind klare Richtungsentscheidungen ;-)

  • Antwort von stechmoul 11.08.2011

    Wenn bereits eine Seite einen Rechtsanwalt eingeschaltet hat, bleibt der anderen Seite eigentlich keine andere Wahl, als das gleiche zu tun. Du kannst Dir nur selber schaden. Nicht immer trifft Rechtsempfinden auf angewandtes Recht. Nicht immer kann ein Laie ein Urteil passend deuten. Ich spreche aus Erfahrung, wenn auch als ehemaliger Vermieter.

    Übrigens kann ich nicht wirklich nachvollziehen, warum ein Mieter Mietminderung geltend macht, wenn seine Wohnqualität verbessert werden soll, wofür zunächst der Vermieter in die Tasche greifen muss. Du wirst dadurch schließlich Heizkosten sparen können. Ich habe selbst über 30 Jahre in Miete gelebt - war also Mieter -, aber wir haben solche Probleme mit unserem Vermieter nie gehabt, weil wir so gar nicht denken konnten.

  • Antwort von user761 11.08.2011

    Der Vermieter hat Recht.Wenn eine Sanierung im ganzen Haus durchgeführt wird kannst du keine Mietkürzung vornehmen.Nachträglich schon garnicht.Da wirst du bei keinem Gericht Recht bekommen.Mietschulden dürfen vom Vermieter mit einem Guthaben aus der Betriebskostenabrechnung verrechnet werden.Wenn du so weitermachst kann es zu einer Mietvertragskündigung kommen.

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