Frage von nwonknu, 63

Mietminderung im nachhinein bei jahrelanger Baulärmbelästigung?

Hallo, Ich wohne seit 2007 in einer eigentlich ruhigen Ecke in Berlin. Vor mind. 5 Jahren wurde die Straße aufgerissen und neugemacht das hat mind. 3 Jahre gedauert. Im letzten Jahr der Straßensanierung wurde auch noch ein Fabrikgelände zwei Häuser weiter abgerissen mit riesen Meißelmaschienen um das metertiefe Fundament rauszureißen, dass die Wohnung wackelte und sich ein Riss in meiner Wand gebildet hatte. Zu diesem Zeitpunkt kam der Lärm von beiden Seiten. Vorne Straßenbau hinten Fabrikabriss. Ich hoffte das wird dann aufhören aber dann hat die BVG ihr Gelände vor meiner Tür saniert und die Straße wurde auch mehrfach aufgerissen wegen zb. Glasfaserkabel oder Rohrbruch. Dann wurde das andere Fabrikgelände hinter dem Fabrikabriss auch noch abgerissen und da wird gerade ein Haus gebaut. Das erste Fabrikgelände wurde zum Spielplatz. Und jetzt fängt die BVG an ihren Zaun einzureißen und ich kann den ganzen Lärm echt nicht mehr ertragen. Und im Hinterhof wird auch grad in meinem Haus eine Wohnung entkernt. Ich hab zum Forderhaus Fenster und zum Hinterhaus . Der Vermieter hatte vor einem Jahr auch noch die Miete erhöht. Ich bin sehr krank und noch jung aber schon befristet in Rente und dass ich so schleppend gesund werde liegt mitunter auch an dem ständigen Lärm. Ich würde mir wünschen die Miete dauerhaft um 20 % zu mindern. Da diese Sache mit dem Baulärm nicht aufhört, sondern seit 5 Jahren konstant ist. Man hofft ja immer…Ich habe leider durch das Fortschreiten einer Krankheit bisher keine Kraft gehabt dagegen beim Vermieter anzugehen. Möchte es aber jetzt tun und es rückwirkend geltend machen bzw zumindest die Mieterhöhung rückgängig machen. Zeugen gibt es zu genüge in der Nachbarschaft, dass hier seit Jahren heftiger Baulärm standart ist. Ist es sinnvoll sich da einen Anwalt zu nehmen oder muss ich das jetzt so hinnehmen? Was habe ich für Rechte? Vielen Dank und liebe Grüße Melanie

Antwort
von Charlybrown2802, 12

ich glaube nicht das du ne mietminderung dafür machen kannst, weil es ja nicht schuld des Vermieters ist. und der Baulärm für die Sanierung, da würde ich den mieterschutzbund fragen

Antwort
von peterobm, 17

nachträglich geht da gar nix

warum hat man sich nicht schon längst ne neue Bleibe gesucht? 

Mietminderung kannst nur gegenüber deinem Vermieter geltend machen.

War schon Baulärm beim Einzug vorhanden .... in einer Großstadtmetropole muss man immer damit rechnen

http://www.mietminderung.org/mietminderung-baulaerm/

Kommentar von nwonknu ,

Wenn der Gesundheitszustand es nicht zulässt, dass man umziehen kann dann sitzt man ganz schön in der Patsche. Es geht darum, dass das Amt irgendwann die zu teure Wohnung nicht mehr bezahlt. Ende 2017 muss ich gesund sein, bis dahin ist die Rente befristet und dann möchte ich bis dahin umgezogen sein. Aber mir sitzt der Druck im Nacken und das ist auch ein Stressfaktor in Punkto Genesung. Wenn ich die Mieterhöhung nicht hätte hätte ich jetzt einen Stressfaktor weniger. Denn dann könnte ich in mehr "Ruhe" genesen (Psyche) ohne, dass mir das Amt im Nacken sitzt. Dazu kommt, dass es sehr belastend ist hier zu wohnen mit dem ganzen Lärm. Wenn ich gekonnt hätte wäre ich schon seit Jahren hier weg. :( Jetzt hoffe ich irgendwie eine Lösung zu finden. Zumal ich die Einzige im Haus bin die damals der Mieterhöhung zugestimmt hat, was ich nicht hätte tun sollen aber da war meine Psyche richtig down und alles hat mich total überfordert und ich wollte nur noch meine Ruhe. Alle zahlen den alten Mietsatz nur ich zahl mehr

Antwort
von oppenriederhaus, 12

Zunächst einmal muss man eine beabsichtigte Mietminderung dem Vermieter vorher ankündigen.

Rückwirkend geht schon mal gar nichts !

Ob Du eventuell Anspruch auf eine Minderung hast, möchte ich hier nicht beurteilen.

Lies mal hier :

http://www.rechtsportal.de/Mietrecht/Aktuelles/Mietminderung-bei-Baulaerm

Antwort
von taunide, 16

Ich denke dass sieht schlecht aus.

Rückwirkend sicher nicht, wenn Du das nicht schon seit längerem angedroht hast, Fristen gesetzt hast und nichts passiert ist..

Das Problem ist wohl auch, dass der Vermieter den Lärm nicht verursacht hat also keine Baumaßnahmen im eigenen Haus stattfinden. Insofern kann er ihn nicht abstellen. Im Rechtsstreit könntest Du darauf verwiesen werden, dass die Baupläne ggf. zur Einsicht offen lagen und du dich hättest informieren können, welche Maßnahmen geplant sind.

Ich meine mal gelesen zu haben, dass man das dulden muss, solange es in üblichen Arbeitszeiten stattfindet.

Antwort
von Stadtreinigung, 10

Nein,Rückwirkend geht das nicht,sondern nur von dem Tag an an dem du den Vermieter darauf Hinweisen tust

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