Frage von LebeBunt, 82

Mietminderung bei defekten Internetleitungen?

Moin!

Ich hab seit meinem Einzug, ca. vor 1,5 Jahren, nur Probleme mit dem Internet. Insgesamt hatte ich jetzt 4 Techniker, einen Ingenieur und einen Techniker für die Instandsetzung hier, allesamt von der Telekom. (Zum Glück bin ich Telekomkunde.) Der letzte Ingenieur hatte nun endlich herausgefunden, das die Endleitungen an der Hauswand und im Keller porös sind und dadurch feucht und fehlerhaft. Der Techniker, der nun die Leitungen (umsonst) ersetzen wollte, sagte aber, dass die Verlegung an der Hauswand nicht geht, da ich um 2. OG wohne und dafür ein Gerüst gebraucht wird. Das müsste mein Vermieter selbst zahlen, da es einen Kabelschacht im Hausflur gibt, den mein Vermieter aber nicht geöffnet haben will, weil er den Hausflur erst neu renovieren lassen hat.

So oder so, wenn er kein "go" für den Kabelschacht gibt, gibt es für das Haus keine neuen Leitungen und für mich kein funktionierendes Internet + Telefon (VoIP).

Im Mietvertrag steht leider nichts über Telekommunikationsanlagen, Internet oder ähnliches drin, kann ich trotzdem die Miete mindern, wenn mein Vermieter nicht dafür Sorge trägt, dass alle seine Mieter funktionierendes Internet haben?

Antwort
von Biberchen, 45

einfach mal höflich beim Vermieter anfragen was er von einer Mietminderung hält.

Kommentar von catweasel66 ,

davon ist aber das inet nicht besser.....und das will ja der fragesteller eigentlich haben

Kommentar von LebeBunt ,

naja, wenn eben durch die Sturheit meines Vermieters kein Internet für mich möglich ist, wäre eine Mietminderung erst mal für mich eine Alternative, da ich eigentlich vorerst nicht umziehen wollte. 

Kommentar von catweasel66 ,

wäre aber ein völliger krux....du willst ne gute und schnelle leitung und nicht 20 euro mehr.

ich bin mir auch nicht sicher ,ob das von deiner seite her gerechtfertigt ist. man kann ja auch inet anderweitig beziehen

Kommentar von LebeBunt ,

klar könnte ich zu einem anderen anbieter wechseln, nur werden die Leitungen davon nicht wieder heile ;) 

Expertenantwort
von dadamat, Community-Experte für Internet, 34

Telekommikationsanlagen unterliegen allein dem Mieter. Ein Vermieter / Hausbesitzer ist nur für eine angeschlossene Kabelfernsehanlage (und somit auch nur für den Fernsehempfang) verantwortlich.

Antwort
von imager761, 22

Einem Telekommunikationstechniker, der nicht auf eine 5 Meter hohe Anlegeleiter steigen mag, um Kabelschellen an der Hauswand anzunageln, würde ich jegliche Berufstüchtigkeit absprechen wollen.

Tatsächlich schuldet der VM, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart,  keinen Telekommunikationsanschluss in den/die Mieträume/n, sondern nur die Zuleitung ins Haus zum HÜP im Keller und Duldung des Anschlusses dort für und auf Kosten des jeweiligen Mieters.

G imager761

Antwort
von ChloeSLaurent, 31

Hey Du.

Hier lohnt sich der Gang zum Mieterschutzbund in vollem Umfang.

Die Jahresgebühr beim Mieterverein ist zwar unumgänglich, aber da ist eine ganz andere Kommunikation und Argumentation möglich, die Du selbst nicht führen musst.

Weiterhin ist das insgesamt nützlich und Du bist Mieterrechtsschutzversichert.

Bestehende Telefonleitung am und im Haus haben standardmäßig voll funktionstüchtig zu sein! Erst bei dem was ab der TAE-Dose in der Wohnung passiert, ist der Mieter (mit Anbieter etc.) zuständig.

Eine Mietminderung eigenmächtig selbst zu veranlassen, kann schwere Folgen für Dich verursachen. Das lass bitte besser bleiben. Die Gesetzmäßigkeiten zu eigenmächtigen Mietminderungen haben sich vor 2 Jahren geändert.

LG erstmal

Antwort
von DKCteufel, 43

Genau das selbe hatte ich auch aber ich habe mich ein bischen Informiert gehabt und mann kann leider nicht deswegen die Miete mindern ich habe einfach die Miete gekündigt und bin ausgezogen.

Kommentar von LebeBunt ,

ajajaj, das wäre aber eine anstrengende Maßnahme... ich mag meine Wohnung :( 

Kommentar von DKCteufel ,

Sonst muss du ihn mal fragen ob er das ok gibt aber du den das Gerüst bezahlst oder ob man sich ergend wie einigen kann

Kommentar von LebeBunt ,

Ein Gerüst kostet mal eben so n tausender oder so. Nene, ich Zahl da nix zu, ist doch nicht meine Schuld, das die Leitungen in die Jahre gekommen und mittlerweile im Mors sind.

Kommentar von bwhoch2 ,

Es ist aber auch nicht die Schuld des Vermieters, sondern der Telekom, die für einwandfreie Leitungen sorgen muss.

Wie sich das liest, ist die Leitung, die von draussen ins Haus führt, das Problem. Im Haus, also im Keller wird es doch einen Verteiler geben, von wo aus die einzelnen Leitungen in die Wohnungen durch den Kabelschacht führen. Diese Leitungen werden wohl kaum defekt sein. Somit könnte sich doch die Telekom auf die Reparatur der porösen Leitung beschränken und weder muss außen genagelt werden noch innen der Kabelschacht geöffnet werden.

Oder könntest Du mal beschreiben, weshalb diese Leitungen auch ausgetauscht werden müßten.

Kommentar von LebeBunt ,

Es geht tatsächlich um die Endleitungen von Verteiler im Keller aus in die Wohnung. Die sind porös. Und die Telekom meinte eben zu mir, dass es definitiv eine Serviceleistung der Telekom ist. 

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