Frage von wine42, 108

Mieterteror-Wir sehen fast keinen Ausweg mehr,was tun?

Wir sehen fast keinen Ausweg mehr,was tun

Wir sind vor 14 Jahren in ein Mietshaus(das sich gerade in Sanierung befand) mit 2 Stockwerk, Dachboden+Keller gezogen,dabei haben wir uns die Wohnung nach unseren Wünsche mit eigen finanziert so eingerichtet das wir hier unseren Lebensabend so lang wie Gesundheitlich mögliches verbringen. Wir sind Jahrgang 1942/44 und wohnen im Erdgeschoss 3 Raum. Vor 1 Jahr ist über uns eine Familie mit 1 Kind (3 Jahre) eingezogen und haben versucht gleich das Kommando nach ihren Vorstellungen im Haus zu übernehmen da sich der Großvermieter kaum sehen lässt.. Bis zu einen gewiesen Punkt konnten wir da auch mitgehen.Da man aber nur Rechte beanspruchte und die Pflichten für uns blieben kam es zum Bruch.

Seit dem werden wir durch lautesTrampeln,Rennen und auf den Boden Schlagen zu jeder Tageszeit und auch in Ruhezeiten von der Mieterin terrorisiert. .Vom Mann der Mieterin können wir wenn erZuhause ist nichts dergleichen sagen. Außerdemwäre aber nun noch zu betonen das auch von den Kind kaum Lärm verursacht wird,den das Kind ist in der Woche den ganzen Tag im Kinderhort,aber die Mieterin geht nicht arbeiten und lärmt die meiste Zeit des Tages in der Wohnungüber uns auch nach 22:00 Uhr(mitwas ???)Gütliche Einigungen auch mit Vermieter habennichts gebracht,wobei der Vermieter sagt da können wir auch nichtsmehr machen den wir können den Mieter das laufen nicht verbieten.

Wir haben die Mieter noch nie und in keiner weise mit ähnlichen belästigt.

Wir wollen ganz einfach nur unsereRuhe.

Dies kam am 30.6. bei einen Disput mit der Mieterin zur Sprache wo uns verboten wurde an die Decke zu klopfen wenn uns wieder fast die Decke auf den Kopf fällt. „ Ich habe dabei nochmal darauf hingewiesen das wir ganz einfach nur Ruhe und das auch Nachts „haben möchten. Die Antwort war „da geht doch ins Altersheim“

Wir fühlen uns durch diese Äußerung Diskriminiert und Beleidigt

Was tun??? Wir danken für Hinweise und Ratschläge

Fam.------

Antwort
von Interesierter, 50

Ob und wenn ja, inwieweit hier die Lärmbelästigung das zulässige Maß überschreitet, ist aus der Ferne schwer zu sagen. Leider wissen wir auch nicht, wie hellhörig das Haus ist.

Generell ist aber zu sagen, dass ihr ein gewisses Maß an Lärm ertragen müsst. Die Rechtsprechung ist in diesem Punkt auch recht kinderfreundlich.

Was gar nicht geht ist, das ihr von unten zu klopfen anfängt, wenn ihr euch gestört fühlt.

Ich denke, es wäre hier wohl das Beste, das Gespräch mit Vermieter und Hausverwaltung zu suchen.

Antwort
von fiatjustitia, 36

Kinderlärm gilt nach einem vor wenigen Jahren beschlossenen Gesetz des Bundestages nicht als Lärm; dies ist aber nicht grenzenlos. Wichtig ist, über einen längeren Zeitraum mit Angabe von Tag und Uhrzeit die Lärmbelästigung zu protokollieren und Zeugen zu gewinnen. Der Lärm muss auch auf Band oder mp3 aufgenommen und gemessen werden. Womöglich hat der Mieterverein ein Messgerät. Dann sollte der Rat eines guten Rechtsanwaltes unter Vorlage der Beweismittel eingeholt werden. Ist der Lärm unzumutbar, kann die Miete gekürzt werden. Vorher muss der Vermieter schriftlich aufgefordert werden, den Lärm abzustellen. Natürlich kann man auch gegen die Decke klopfen, wenn der Lärm unzumutbar ist. Wenn die Miete zu Recht gekürzt wird, wird der Vermieter tätig werden. Man kann auch gegen die Eltern des Kindes auf Unterlassung klagen. Die Eltern werden vor Gericht alles abstreiten und die Kläger als Kinderfeinde darstellen. Deshalb ist dieser Weg riskanter.

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Mietrecht, Vermieter, Wohnung, 53

Dies kam am 30.6. bei einen Disput mit der Mieterin zur Sprache wo uns verboten wurde an die Decke zu klopfen wenn uns wieder fast die Decke auf den Kopf fällt. „ Ich habe dabei nochmal darauf hingewiesen das wir ganz einfach nur Ruhe-Ruhe-Ruhe und das auch Nachts „haben möchten. 

Wenn die Zimmerlautstärke überschritten wird, auch vor 22 Uhr , dann die Polizei rufen und oder das Ordnungsamt informieren.

Dann auch noch den Vermieter schriftlich per Einwurfeinschreiben über die Sache informieren und unter genauer Fristsetzung Abhilfe fordern.

LG

johnnymcmuff

Kommentar von Interesierter ,

Kein Gericht wird Kindern das spielen und laufen verbieten.

Ich denke, die Lösung des Problems sollte nicht nur bei der Familie mit Kind, sondern auch bei den Fragestellern gesucht werden.

Kommentar von johnnymcmuff ,

Der FS erwähnte:

Ich habe dabei nochmal darauf hingewiesen das wir ganz einfach nur Ruhe-Ruhe-Ruhe und das auch Nachts „haben möchten.

Das man kaum was gegen Kinderlärm machen kann, weiß ich, befasse mich ja nicht erst seit gestern mit Mietrecht.

Kommentar von wine42 ,

Der Lärm wird nicht vom Kind verursacht,sondern von der Mieterrin über uns

Kommentar von johnnymcmuff ,

Der Lärm wird nicht vom Kind verursacht,sondern von der Mieterrin über uns

Ich weiß.

Der in Kursiv gesetzte Satz sollte dem kommentierendem User zeigen das Nachts auch Lärm ist, dabei meinte ich jetzt nicht den Kinderlärm.

Der zweite Satz von mir bezog sich auf:

Kein Gericht wird Kindern das spielen und laufen verbieten.

Kommentar von Interesierter ,

Wir haben hier doch die typische Situation, die dem absoluten Klischee entspricht. 

Wir haben eine Familie mit Kind, wo es desöfteren auch mal "zu" laut wird. Und wir haben ein Rentnerpaar, dem seine absolute Ruhe "heilig" ist. Wer kennt nicht den "bösen Rentner", der bei jeder Kleinigkeit mit dem Besenstiel gegen die Decke klopft. 

Bezeichnend ist doch die Aussage "...Ruhe Ruhe Ruhe...". 

Wir haben hier zwei Parteien, die unnachgiebig auf ihrem jeweiligen Recht pochen und sich dabei heillos zerstreiten. 

Kommentar von wine42 ,

wir haben schon alles mögliche (8 persönliche gespräche)im guten einvernehmen ohne und mit vermieter versucht aber die obermieter wollen keine einigung auf einen kompromis sondern nur nach ihren vorstellungen.

Kommentar von johnnymcmuff ,

Wenn es im Guten nicht geht, dann halt den Vermieter auffordern etwas zu unternehmen ggf. eine angemessene Mietminderung, Polizei und Ordnungsamt einschalten.

Oder kapitulieren und ausziehen.

Expertenantwort
von bwhoch2, Community-Experte für Mietrecht, 27

Der Vermieter hat den "Fehler" gemacht, Euch eine Familie mit Kind ins Haus zu setzen. Ihr wohnt unten, die wohnen oben. Die mobben Euch so lange, bis die untere Wohnung frei wird. Wetten?

Ihr habt überhaupt keine Chance, dagegen anzugehen, wenn ihr noch ein paar gute Jahre haben wollt, die ich Euch wirklich gönne. In dem Haus werdet ihr nicht mehr glücklich.

Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, ob der Vermieter Euch bewußt die "falschen Mieter" ins Haus gesetzt hat? Könnte doch sein oder?

Wenn eine Wohnung 14 Jahre lang schon vermietet ist und man versäumt hat, die Miete beizeiten zu erhöhen, kann es eine Methode sein, die Wohnung leer zu machen und dann viel teurer neu zu vermieten.

Antwort
von Furino, 4

Für Hauskrach von mir, ohne Anhörung der Gegenseite, keine Antwort

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