Mieterin hält 5 Katzen in 2-ZimmerWhg (52 qm) trotz Haustierverbot im Mietvertrag. Was können wir tun?

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6 Antworten

Im Mietvertrag ist Tierhaltung untersagt.

Generelles Verbot ist unwirksam!

Bedeutet aber kein Freibrief für Mieter.

Der Vermieter muss zunächst die Interessen aller Parteien berücksichtigen, kann aber mit entsprechender Begründung die Haltung von Hunden und Katzen untersagen:

Kleintiere; zu denen Hunde und Katzen nicht zählen darf ein Mieter in angemessener Anzahl halten.

Man sollte nicht immer die Rechtskeule schwingen und mit der Dame reden und sie vielleicht unterstützen.

Vielleicht geht man einen Kompromiss ein. z.B. dass sie zwei Katzen darf aber umgehend die Schäden beheben lässt.

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Hi,

Da kann man nicht viel tun :( Als Vermieter hat man nicht das Recht Haustiere pauschal auszuschließen, ist so eine formale Klausel im Vertrag, so ist die unwirksam. Als Tierfreund gesehen sind es auch zu viel Katzen, die so auch gar nicht mehr artgerecht gehalten werden können, aber auch da gibt es Gerichtsurteile, bei einer Frau die 14 Katzen auf 42 qm gehalten hat wurde entschieden das sie 10 Katzen abgeben muss. 4 durfte sie behalten, also ca 10,5 qm pro Katze wurde da gerechnet, da fürchte ich fast das 5 Tiere rechtlich okay sind :( 

Man müsste entsprechend nachweisen das die Dame die Pflege nicht schafft und das es auch zu Belästigungen anderer Mieter kommt, zB geruchlich oder weil die Katzen dauermiauen.

Da würde ich entweder den persönlichen Weg suchen und mit der Mieterin zusammen eine Lösung finden, zB die Tiere selber in gute Hände vermitteln und sich einigen wieviele Tiere sie behalten darf (mein Tipp wären zwei) und das dann vertraglich festhalten. 

Oder zu einen guten Rechtsanwalt für Mietrecht oder Tierrecht gehen und schauen ob er da noch Ideen hat. 

Leider wurden den privaten Vermietern mit manchen Regelungen regelrecht ein Maulkorb aufgesetzt :( das einzig positive, wenn die auszieht müsste sie rein theoretisch die entstandenen Schäden zahlen bzw alles neu renovieren, da besteht zu 100% Anspruch, allerdings auch nur wenn die Dame solvent ist. :( ansonsten hat man das nur auf Papier :(

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Kommentar von bwhoch2
22.06.2016, 16:38

Tut mir leid, aber bei einem solchen Betrug(!) braucht man auch als tierfreundlicher Vermieter nicht mehr die sanfte Linie fahren.

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Naja also normal darf sie keine Katzen halten und muss diese abgeben. Ich denke dass im schlimmsten Fall mit dem Rauswurf gedroht werden kann. 

Vielleicht kann man das ganze außergerichtlich klären...wenn nicht wird man das leider über den Anwalt laufen lassen müssen, immerhin entstand ja durch die Katzen ein Schanden in der Wohnung, was auch wieder alles renoviert muss und somit Geld kostet.

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Im Mietvertrag ist Tierhaltung untersagt.

Wenn das dort tatsächlich so geschrieben steht, ist das unwirksam.

Was können wir tun?

Der Mieterin aufgrund der Verstöße, bzw. Beschädigungen eine Abmahnung aussprechen.

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Eine Wohnung ist kein Stall! In Ställen hält man Tiere normalerweise in größerer Zahl. Zwei Katzen sind vielleicht gerade noch ok, wenn sie gut gehalten werden. 5 Katzen auf 52 m² keinesfalls. Was die Frau sagt, darf als Ausrede gewertet werden. Sie holt vermutlich streunende Katzen zur Pflege ins Haus.

Was könnt ihr tun:

Tierschutzverein bzw. Tierheim informieren, denn es besteht die Gefahr, dass die Frau noch mehr Katzen aufnimmt und vielleicht schon mit den 5 vorhandenen überfordert ist.

Der Frau eine Abmahnung schreiben. Unter Bezug auf das Haustierverbot ohne Einholung Einer Genehmigung bei Euch fordert ihr sie auf alle Katzen umgehend abzugeben und die Wohnung wieder instand zu setzen. Das betrifft insbesondere die Holzdielen und Fußbodenleisten.

Geschieht das nicht bis zum ... (Frist vielleicht 4 Wochen), kündigt ihr fristlos den Mietvertrag. Am besten schon die Abmahnung von einem Rechtsanwalt schreiben lassen, der sich im Mietrecht gut auskennt (Haus&Grund!).

Zieht das mit der fristlosen Kündigung durch und nehmt sie ggf. nur dann zurück, wenn die Katzen abgeschafft und die Schäden beseitigt sind.

Kümmert ihr Euch jetzt nicht um die Schäden, weil die Frau die Katzen abgibt und dann noch 5 Jahre in der Wohnung wohnt, werdet ihr, wenn es soweit ist, von ihr weit weniger Schadensersatz fordern können, als das jetzt der Fall ist., weil der Schadensersatz natürlich immer dem Zeitwert folgt und dieser ist jetzt deutlich höher, als in 5 Jahren.

Schließlich ist auch zu prüfen, ob die Katzen immer stubenrein waren. Es kann gut sein, dass sie als Katzenkinder oder als sie in die Wohnung kamen, erst einmal überall ihre Markierung oder Pisse hinterlassen haben. Wenn diese dann z. B. die Wand runter gelaufen ist und in die Fuge zwischen Estrich und Wand eingedrungen ist, kann es sehr schwierig sein, den Geruch wieder vollständig raus zu bringen, was eine weitere, u. U. teure Schadensbeseitigung nach sich ziehen würde.

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Da sie gegen ihren Vertrag verstößt, könnt ihr ordentlich kündigen.

Der Schaden ist aber nun schon angerichtet. Ihr solltet das festhalten und von ihr eine Sicherheit verlangen, dass dieser Schaden auch behoben werden kann, wenn sie einmal auszieht (oder auch verstirbt) Die normale Mietkaution wird da wohl kaum reichen.

Den Katzen reichen übrigens 52 qm ohne weiteres.

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