Frage von Fabio90, 155

Mieterhöhung falsch berechnet. Widerspruch gegen Mieterhöhung. Neue Frist?

Hallo Zusammen,

der Vermieter meiner Großmutter, hat ihr eine Mieterhöhung nach §558 BGB zugeschickt. In seiner Berechnung ist ein Zuschlag für eine "gefragte Wohngegend" enthalten. Nach Prüfung des Mietspiegels ist dieser Zuschlag für die Straße meiner Großmutter ungerechtfertigt.

Lt. § 558 b (2) Satz 1 BGB, muss meine Großmutter nach Ablauf des zweiten Monats zustimmen. Dementsprechend natürlich auch Widerspruch einlegen.

Wenn Sie jetzt im zweiten Monat, kurz vor Ende Widerspruch einlegt, muss der Vermieter dann ein neues Schreiben erstellen und die Frist verlängert sich dementsprechend wieder bis zum Ablauf des zweiten Monats?

Also: Zugang der Mieterhöhung 15.10. d. J. Zustimmung bis zum 31.12. d. J. neue Miete theoretisch ab 01.01. d. neuen J.

aber wenn Sie Widerspruch zum 28.12. d. J. dann kommt ein korrigiertes Mieterhöhungsverlangen zum Bsp. am 05.01 d. neuen Jahres, ist dann neue Frist 31.03. und neue Miete zum 01.04?

oder liege ich falsch?

vielen Dank für die Hilfe!

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Fabio90,

Schau mal bitte hier:
Mietrecht Miete

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Miete & Mietrecht, 155

Einfach gar nicht gegen das unwirksame Mieterhöhungsverlangen machen; man muss die Gegenpartei nicht auf seine Fehler aufmerksam machen!

Kommentar von Fabio90 ,

ist es nicht verpflichtend auf das schreiben zu reagieren? Beziehungsweise der Vermieter kann dann ja innerhalb von 3 Monaten Klage einreichen. 

Kommentar von johnnymcmuff ,

Nein,man ist nicht verpflichtet auf ein falsches Mieterhöhungsverlangen zu reagieren.

Beziehungsweise der Vermieter kann dann ja innerhalb von 3 Monaten Klage einreichen. 

Man wird dem Vermieter dann irgendwann sagen/schreiben, dass sein ursprüngliches Mieterhöhungsverlangen unwirksam war und dann kann er formgerecht ein neues Mieterhöhungsverlangen aufsetzen.

Du sparst dadurch Geld , aber ziehst den Zorn des Vermieters auf Dich.  :-)

Antwort
von Gewuerzmeister, 148

Innerhalb zwei Monaten muss widerspruch eingelet werden. Nach dem Widerspruch werden die Karten neu gemischt. Welche Fristen sich dann ergeben hängt von dem weiteren Fortgang ab. Die Zwei-Monats-Frist bezieht sich nur auf das ursprüngliche Schreiben.

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