Frage von kernchen1912, 59

Mieterhöhung bekommen?

Hallo, wir haben eben eine Mieterhöhung aus "wirtschaftlichen Gründen" bekommen von 700 auf 800 €. Datum von heute und ab 1.6. sollen wir mehr bezahlen. Ist das zulässig und wenn nicht was tun?! Danke für eure Antworten

Antwort
von bwhoch2, 9

Natürlich kann Euch der Vermieter ein solches Schreiben zustellen und ihr dürft dem auch zustimmen. Es ist auf jeden Fall zulässig.

Wenn ihr aber eine solche Erhöhung um rund 14 % nicht hin nehmen wollt, könnt ihr das auch ablehnen. Da kommt es dann darauf an, welches Verhältnis ihr zu dem Vermieter habt und wie es ansonsten in der Region aussieht (Kappungsgrenze 15%?).

Habt ihr ein gutes Verhältnis und wollt das auch gern behalten, würde ich vorschlagen, mit dem Vermieter zu reden und ihm zu erklären, dass ihr mit einer Erhöhung einverstanden seid, aber nicht gleich soviel ab 1.6. Macht ihm doch einen Gegenvorschlag. Z. B. 50 oder 60 €. Wenn der Vermieter damit einverstanden ist, habt ihr wieder Ruhe. Die nächste Erhöhung kann dann frühestens ab 1. August 2017 kommen.

Ist Euch das Verhältnis zum Vermieter egal oder ist das Verhältnis sowieso schon schlecht, dann macht erst einmal nichts und zahlt auch ab 1.6. und danach einfach die Miete wie bisher weiter.

Das Schreiben zur Mieterhöhung ist kein Mieterhöhungsverlangen, wie es das Gesetz vorsieht. Da fehlt so vieles und ich glaube sicher, dass der Vermieter ohne rechtliche Beratung es nicht schaffen wird, eine korrekte Mieterhöhung durch zu bekommen.

Sieht er den unveränderten Mieteingang Anfang Juni, wird er Euch vielleicht noch einmal anschreiben. Vermutlich wieder genauso falsch. Im Juli sieht er wieder, dass ihr nicht auf sein Verlangen eingegangen seid und wird nun womöglich erstmals rechtliche Beratung einholen und dann feststellen, dass das, was er bisher gemacht hat, nicht zu einer Mieterhöhung führt.

Vermutlich werdet ihr also im Juli irgendwann ein korrektes Mieterhöhungsverlangen bekommen, das dann eine höhere Miete ab 1. Oktober bedeutet. Ist das dann korrekt begründet und ggf. mit Vergleichsmieten unterlegt, kommt ihr nicht umhin, die Erhöhung zu akzeptieren. Ihr hättet allenfalls noch ein Sonderkündigungsrecht. Wenn ihr keinesfalls bereit seid, mehr Miete, als die jetzige zu bezahlen, könntet ihr Euch auch jetzt schon auf die Suche nach einer neuen Wohnung machen und den Vermieter dann mit einer Kündigung überraschen, sobald ihr umziehen könnt.

Nur auf eines solltet ihr achten:

Wenn es bei Euch nicht die Kappungsgrenze von 15 % gibt, kann der Vermieter auch um bis zu 20 % erhöhen. Ein Rechtsanwalt würde das wohl empfehlen, wenn ihr Euch jetzt quer legt. Das wäre dann eine Erhöhung um 140 €, wenn das noch im Rahmen des Möglichen in Eurer Region ist. Also es gibt ein gewisses Restrisiko, das man beachten sollte und vielleicht ist es unter diesen Umständen dann doch besser, gleich mit dem Vermieter zu verhandeln nach dem Motto, "mit 50 (oder 60 €) mehr sind wir einverstanden. Das würden wir ab 1.6. zahlen. Andernfalls lehnen wir die Erhöhung ab." Vielleicht kommt ihr damit schon durch und seid besser dran, als wenn am Ende noch viel mehr an Erhöhung raus kommt.

Antwort
von peterobm, 27

zunächst mal klären was Wirtschaftliche Gründe bedeuten. Ortsübliche Vergleichsmiete ist zu beachten. Wann war die letzte Mieterhöhung?

Auch hier sind Fristen zu beachten, du hast da 3 Monate Zeit dem zuzustimmen oder eben deinen Auszug bekannt geben. 

Antwort
von anitari, 21

Ist das zulässig und wenn nicht was tun?!

Das Mieterhöhungsverlangen fachlich prüfen lassen.

Oder hier den genauen Wortlaut posten oder das Schreiben einscannen und als Bild hochladen. Persönliche Daten unkenntlich machen.

Kommentar von kernchen1912 ,

Sehr geehrte .....

Wir möchten Ihnen mitteilen, das wir den Mietpreis für ihre Mietwohnung in der ....Straße zum 1.6.2016 von 700 auf 800€ aus wirtschaftlichen Gründen erhöhen müssen. Bitte bestätigen sie uns ihre Zustimmung mit ihrer Unterschrift. 

Mit freundlichen Grüßen

........

Das ist der genaue Wortlaut! 

Antwort
von Roquetas, 22

Ob die Mieterhöhung zulässig ist liest Du hier:

http://www.mietrecht.org/mieterhoehung/mieterhoehung-gruende/

Kommentar von johnnymcmuff ,

Das Mieterhöhungsverlangen ist nicht korrekt, denn man hat der verlangte Zeitpunkt der Mieterhöhung ist ein Monat zu früh, hier steht alles Wichtige:

http://www.bmgev.de/mieterecho/296/24.htm 
>

und hier:

http://www.nebenkostenabrechnung.com/mieterhoehung-fristen/



was tun?

Einen Anwalt oder den Mieterbund fragen.

Dort kann man auch gleich fragen ob die Begründung ausreichend ist und wie man weiter vorgehen muss, bzw. ob man überhaupt reagieren muss.

MfG

johnnymcmuff

Antwort
von Borowiecki, 24

Jede Vermieter hat das Recht jede drei Jahre das miete zu erhöhen , auch aus wirtschaftlichen Gründen , wenn ich mich richtig erhinern kann bis 25 % kalt miete

Kommentar von anitari ,

Jede Vermieter hat das Recht jede drei Jahre das miete zu erhöhen , auch aus wirtschaftlichen Gründen

wenn ich mich richtig erhinern kann bis 25 % kalt miete

Um 20 %. in machen Regionen nur noch um 15 %

Kommentar von Borowiecki ,

Paragraf 557-561 BGB bitte lesen .

Kommentar von johnnymcmuff ,

Jede Vermieter hat das Recht jede drei Jahre das miete zu erhöhen , auch aus wirtschaftlichen Gründen , wenn ich mich richtig erhinern kann bis 25 % kalt miete

Nö. maximal 20%.

Aber leider hat jeder hier das Recht etwas zu schreiben, auch wenn es falsch ist.

Kommentar von Borowiecki ,

Weitere Fehler von deine Seite , habe geschrieben - wenn ich mich richtig erhinern kann - weil ich nicht sicher war . Dein Kommentar betrifft nicht das fragen Thema . Kannst du lesen ???? Johnny ??? Oder bist du auch frustrieret wie anitari ???

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