Mieter kann Miete nicht zahlen, Vermieter kündigt fristlos, was passiert danach?

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15 Antworten

Wenn der Mieter die Miete nicht zahlen, kann und der Vermieter kündigt ihn fristlos, was sind die spät folgen.Muss ich trotzdem irgendwann die Miete zahlen?

Natürlich muss man irgendwann die Miete zahlen.

Sofern der Vermieter klagt und einen Titel auf die Forderung erwirbt, kann er mindestens  dreißig Jahre lang versuchen das Geld zu bekommen.

Er beauftragt dann z.B. einen Gerichtsvollzieher und das treibt dann die Schulden jedesmal ein Stückchen höher.

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Gewerbliche Mietverträge können befristet oder unbefristet abgeschlossen werden. Auch die Kündigung kann außerordentlich fristlos oder ordentlich und fristgemäß erfolgen. Welcher Art dein MV war, solltest du hier darlegen. Daraus ergeben sich unterschiedliche Folgen hinsichtlich der Forderungen des Vermieters. Rückständige Mieten und künftige Mieten bleiben also unter Umständen besehen und werden nicht erlassen. Infolge einer erfolgreichen Zahlungsklage des Vermieters sind die Forderungen des Vermieters dann gerichtsfest und gelten 30 Jahre nach dem Urteil.

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Das wäre ja einfach, wenn man dann die schuldige Miete nicht mehr zahlen müsste! Dann würde ja jeder sich ein Geschäftsraum mieten, zahlt die Miete nicht, wird gekündigt und sucht sich den nächsten Geschäftsraum. So müsste ein Unternehmer ja niemals Miete zahlen!

Aber mal im Ernst: Du hast einen Geschäftsraum gemietet, er stand dir zur Nutzung zur Verfügung und du hast die Miete nicht bezahlt. Als Folge der Mietschulden wurde dir gekündigt, nicht an Stelle von der Mietforderung.

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Bei einer außerordentlichen Kündigung des Mietverhältnisses auf geschäftlicher Ebene haftet der Mieter für die entstandenen und noch nicht erbrachten Mietkosten bis zum Zeitpunkt der Kündigung.

Der Vermieter dürfte sogar einen Gerichtsvollzieher mit einer Pfändung beauftragen, im Falle einer Insolvenz oder offenlegung durch den Schuldner würde dann eine "Einreihungsliste" erstellt und an alle Gläubiger ausgehändigt werden.

Es passierte schon mal das dann auf die Zwangsvollstreckung verzichtet wurde, da Gläubiger X z.B. mit seinen Mietkosten auf Platz 4 der Liste stand, vor ihm Finanzamt, Bank und ein anderer Lieferant und er bereits wusste, dass die Erlöse der Vollstreckung niemals reichen würden, um auch nur einen Cent zu bekommen.

In solchen Fällen kann man sich und sollte man auch evtl. vorab außergerichtlich einigen. Denn mahlen die Mühlen dieser Institutionen erst einmal wird es für alle unschön und für mind. einen sehr teuer. 

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Zahlen wirst Du so oder so müssen. Wenn Du jetzt zahlst (evtl. Ratenzahlung) und Dich mit dem Vermieter einigst wird es billiger.

Machst Du das nicht,  kommen evtl. Anwalts und Gerichtskosten, Zinsen, Inkassokosten auf dich zu und das wird teuer.

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Mit der fristlosen Kündigung ist der Mieter zum Auszug verpflichtet.

Die Pflicht zur Zahlung der Miete endet mit der Beendigung des Mietverhältnisses. Allerdings dürften hier Schadensersatzforderungen im Raum stehen. Wie diese genau aussehen, wäre zu klären. Rückständige Mietzahlungen müssen selbstverständlich nachgezahlt werden.

Zieht der Mieter nicht aus, ist mit der Räumungsklage zu rechnen. Diese ist mit weiteren Kosten für den Mieter verbunden.

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Muss ich trotzdem irgendwann die Miete zahlen?

Selbstverständlich. Warum sollte der Vermieter dir das Geld schenken?

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Muss ich trotzdem irgendwann die Miete zahlen? 

Ja natürlich. Die Forderung löst sich ja nicht in Luft auf. Du musst definitv alle bis zur Kündigung aufgelaufenen Mietforderungen bezahlen.

Darüber hinaus kann der Vermieter auch noch Schadenersatz verlangen, z.B. Mietausfall für den Zeitraum bis zur erneuten Vermietung, oder Anwalts- und Gerichtskosten.

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Hallo,

der Mieter muss die schuldige Miete dennoch erbringen, auch wenn ihm wegen der Schuldsache gekündigt wurde. Es besteht auf Seiten des Vermieters ja noch ein zivilrechtlicher Anspruch auf die nicht erbrachte Miete.

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Wenn der Vermieter Deinen Geschäftsraummietvertrag fristlos gekündigt hat und dieser eigentlich eine Dauer von 4 Jahren gehabt hätte, musst Du dennoch weiter die Miete zahlen bis max. die 4 Jahre voll sind.

Nur wenn der Vermieter zwischenzeitlich einen anderen Mieter findet, bist Du raus.

Dem Vermieter steht es in jedem Fall als Schadensersatz zu, auch wenn Du den Laden nicht mehr nutzen kannst. Einfach die Miete nicht mehr zahlen wäre ansonsten eine sehr einfache Möglichkeit, einen längerfristigen Mietvertrag zu beenden. Dann könnte man sich so etwas glatt sparen.

Musst Du also jetzt Dein leider umsatzschwaches Geschäft aufgeben, musst Du Dir unbedingt eine andere gute Einnahmequelle suchen. Da Du sicher nicht nur Mietschulden hast, nehme ich an, dass auch eine Insolvenz, ggf. auch eine Privatinsolvenz in Frage kommt.

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??? NATÜRLICH musst du irgendwann die Miete nachzahlen ??? 

Warum auch nicht!?!

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Und zusätzlich zur Miete musst Du auch noch die Kosten des Vermieters, die ihm durch die Kündigung erwachsen, zahlen . Und eventuell auch noch Schadenersatz für künftigen Mietausfall bis zum Ende der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist wegen verschuldeter Nichteinhaltung des Mietvertrags.

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die forderung bleibt bestehen .ev. mit zins und zinseszins .

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Kommentar von Gerhart
08.01.2016, 10:56

Ohne Zinseszins!

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Verträge zwischen Geschäftspartnern müssen nicht unbedingt mit dem BGB konform sein. Liess dir also genau deinen Vertrag durch was darin steht zu Mietrückständen. 

Und ja. Mietrückstände sind Schulden die zu bezahlen sind.

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Kommentar von Gerhart
08.01.2016, 10:54

Das Zivilrecht fußt auf dem BGB!

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Nachdem Du "nur" angeblich Probleme mit Miete, Mieter, Nachmieter und Vermieter hast würde ich mich doch endlich von Fachleuten, unter Vorlage aller Unterlagen, beraten lassen.....


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