Frage von alpakachen, 50

Mieter gibt Untermieter die Kaution nicht zurück. Was tun?

Guten Abend,folgende Situation: Scheinbar hat der Mieter zur Überbrückung bis zum Ende seines Vertrags einen Untermieter einziehen lassen. Es wurde eine Pauschalmiete vereinbart. Mietbeginn 1.11.15- Mietende 31.1.16. Am 25.1 muss der Untermieter jedoch ausziehen da der Mieter noch Schönheitsreparaturen durchzuführen will.Von der Miete möchte der Mieter dem Untermieter anteilig nichts erstatten. Im nächsten Schritt wird klar, dass die Untervermietung nicht abgesegnet ist. Bei der Übergabe echauffiert sich der Mieter über Schmutz (Etwas Staub etc) und behält jetzt die Kaution ein.Was kann der Untermieter tun?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Gerhart, 30

Du postest hier einen Kommentar , als ob du diese Mietangelegenheit als Außenstehender bzw. Ratgeber betrachtest. 

Die von dir als "Mieter" bezeichnete Person ist der Vermieter, der "Untermieter" ist der Mieter. Beide sind also Partei im Mietvertrag. Ich vermute, dass dieser Mietvertrag schriftlich abgefasst und dabei der BEFRISTUNGSGRUND in diesem befristeten Mietvertrag benannt wurde.

Ohne Befristungsgrund würde dieser MV als unbefristet gelten mit der Wirkung, dass der MV gekündigt werden MUSS und zwar schriftlich.

Der Mieter wurde vorzeitig wie auch immer aus der Wohnung gedrängt, ohne dass es eine schriftliche, hinreichende Begründung gab. Vermutlich wurde dieser Vorgang nicht mit einer vorzeitigen Entlassung aus dem Mietverhältnis und protokollierter Herausgabe der Mietsache an den Vermieter flankiert. Damit stellt "...muss der Untermieter jedoch ausziehen" keine Beendigung des MV dar, eine Erstattung der Miete muss der Vermieter nicht leisten. 

Die Höhe der Pauschalmiete kann durchaus unangemessen sein, ist sie im Vertrag festgeschrieben, muss sie bezahlt werden. Mietwucher ist bei Inklusivverträgen schwer zu beweisen, allerdings wären 20,00€/m² wirklich deutlich überteuert (Beispiel). Angriffspunkt wären die Heizungkosten, die offensichtlich der Vermieter nicht neben sondern in der Inklusivmiete erfasst hat.

"Absegnung" - hier meinst du als Kommentator wohl die Genehmigung der Vermietung durch den Eigentümer/Vermieter der Mietwohnung. Diese fehlende Genehmigung setzt den MV zwischen M und UM nicht außer Kraft.

Dann kommt wieder eine Übergabe ins Spiel - ist das die Übergabe zwischen UM und M am 25.01.2016 oder die zwischen Eigentümer/Vermieter und M nach dem 31.01.2016? Ein Recht auf sofortige Übergabe der Kaution nach dem 25.01.2016 besteht nicht. Aber es besteht auch kein Zurückhaltungrecht hinsichtlich der Kaution. Die hier benannte Begründung des Einbehaltes  ist haltlos, weil der Vermieter dem Mieter keine Gelegenheit zur Mängelbeseitigung eingeräumt hat.

Antwort
von anitari, 37

Im nächsten Schritt wird klar, dass die Untervermietung nicht abgesegnet ist.

Spielt keine Rolle

Was kann der Untermieter tun? 

Das was jeder andere Mieter auch tun kann.

Gibt es ein Übergabeprotokoll?

Was ist zu Betriebskosten vertraglich vereinbart?

Kommentar von alpakachen ,

Betriebskosten waren pauschal im Mietpreis. (Es wurde auf jeden Fall zu viel gezahlt)
Anzeigen?

Kommentar von Pfaffenhofener ,

Wieso hast Du mehr bezahlt als vereinbart? Was soll eine Anzeige bringen bei privatrechtlichen Differenzen?

Kommentar von anitari ,

Die Kaution nicht bzw. noch nicht auszahlen ist keine Straftat.

Forder Deinen Vermieter nachweisbar per Einwurfeinschreiben auf die Kaution bis zum ... zu erstatten.

Kommt er dem nicht nach Mahnbescheid erlassen.

Gibt es ein Übergabeprotokoll wo festgehalten ist worüber sich der Vermieter echauffiert hat?

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