Mieten steigen, wohin soll das führen?

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10 Antworten

Nicht die steigende Bevölkerungszahl ist ausschlaggebend dafür, dass es auf dem Wohnungsmarkt knapp wird.

Zwischen 2000 und 2001 nahm die Bevölkerung um ca. 2 Mio EW ab. Dennoch nahm die Anspannung auf dem Wohnungsmarkt zu. Sie wird natürlich verschärft durch eine ganze Reihe weiterer Faktoren. Einer davon ist natürlich auch, dass die Bevölkerungszahl wieder zunimmt. Aber gewiss nicht nur durch Zuwanderung von Flüchtlingen und Asylanten. Da spielt noch folgendes mit hinein:

1. Immer mehr Single-Haushalte
2. Anspruch an die durchschnittliche Wohnungsgröße wird immer höher
3. Durch Kita-Ausbau und Rechtsanspruch auf Unterbringung steigt die Zahl der Kinder je Familie wieder an.
4. Immer mehr Menschen werden immer älter, brauchen also länger eine Wohnung.
5. Die Abwanderung aus strukturschwachen Regionen sorgt in besser aufgestellten Gegenden für zusätzliche Knappheit.
6. Anwerbung von gut ausgebildeten ausländischen Arbeitskräften
7. Wirtschaftskrisen in anderen EU-Ländern, die viele junge Leute dazu veranlassen, nach Deutschland zu ziehen.
8. Ausländische Unternehmen investieren in Deutschland und bringen Mitarbeiter mit.
9. Der privat finanzierte Wohnungsbau wurde durch sonderbare und bürokratische Gesetze (z. B. Verminderung der Abschreibung) einigermaßen abgewürgt.
10. Zunehmend höhere Anforderungen wegen Energieeinsparungen.
11. Immer mehr mieterfreundliche Gesetze veranlassen viele Hauseigentümer dazu, die im selbst bewohnten, abbezahlten Haus leer stehenden Wohnungen nicht mehr zu vermieten.
12. Mangel an ausreichend Handwerkern sorgt für Knappheit und stark steigende Preise.
13. Viele Wohnungen fielen aus der Sozialbindung raus. Neue wurden kaum als Ersatz gebaut.

Da ließen sich sicher noch einige weitere Punkte finden, die mit dazu beitragen, dass Wohnraum knapp und deswegen teuer ist.

Bei weitem nicht immer sind es raffgierige Mieter, die die Mieten so in die Höhe treiben. Steigende Kosten an allen Ecken und Enden und nicht nur solche, die unmittelbar die vermietete Wohnung betreffen, müssen durch steigende Mieten ausgeglichen werden. Die im letzten Jahr eingeführte Mietpreisbremse machte zudem viele Vermieter erst darauf aufmerksam, welchen Spielraum sie tatsächlich noch haben und schließlich müssen beim Verkauf einer Wohnung oder eines Hauses Abschläge hingenommen werden, wenn die Mieten über die Jahre nicht erhöht wurden und deshalb weit hinter den Marktmieten zurück liegen. Um den Wert einer Immobilie nicht zu beeinträchtigen, müssen daher die Mieten beizeiten angehoben werden.

Das alles klingt für Mieter wenig tröstlich, aber allein die Aufzählung der obigen Punkte zeigt wiederum auch viele Ansatzpunkte auf. Das allerwichtigste aber, um den steigenden Preisen was entgegen zu setzen, ist der Bau von preisgünstigen Wohnungen in nicht so guten Lagen. Also Häuser, die solide, aber günstig gebaut werden in Lagen, in denen wegen gewisser Beeinträchtigungen die Grundstückspreise nicht so hoch sind, wie in den guten Lagen. Das geht und muss von den Kommunen und vom Staat verstärkt angeschoben und gefördert werden.

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Das Problem ist nicht der einzelne Vermieter, sondern die Verzahnung der Strukturen.

Die Wohnungsmieten (und diverse andere Dinge) machen abhängig, und das gesamte Staatssystem ist bereits von der Wohnimmobilienlobby und von anderen Lobbies abhängig geworden. Gleichzeitig werden die Bürger rückkoppelnd von den Staatssystemen immer abhängiger (und damit verbunden leider auch immer gefügiger).

Wir erleben gegenwärtig eine steil ansteigende Entdemokratisierung, die fälschlich als Demokratie bezeichnet und als erhaltenswert behauptet wird.

Die Unsinnigkeit liegt teilweise aber auch bei der Masse der Bürger, die sich von diversen Trends verführen läßt.

Beispiel: Welchen Sinn macht es, wenn da z. B. eine Wohnimmobilenegesellschaft als Aktiengesellschaft existiert, und genau diejenigen, die in den Wohnungen wohnen, sind gleichzeitig Aktionäre dieser Gesellschaft und erwarten hohe Dividenden und Kurssteigerungen, die nur durch stetige Mieterhöhungen erreicht werden können?

Das Ende der Kette kann eigentlich nur sein, daß schon recht bald auch die arbeitende Bevölkerung in eine umgewandelt wird, die nur noch durch staatliche Transfers existieren kann. Doch ich habe Zweifel daran, daß selbst in einem solchen Endzustand die Menschen erkennen werden, daß sie nichts weiter sind als die Beute der Finanzhyänen.

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Google mal nach "Schlafgängern".

Wenn es so weitergeht, wird es die nämlich bald wieder geben.

Und das Problem hat nichts mit Asylanten zu tun. Die leiden unter einem völlig aus dem Ruder laufenden Kapitalismus nämlich genauso und dieses Wirtschaftssystem ist auch einer der Gründe, warum sie fliehen mussten.

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Die Mieten steigen mit den Einkommen under Preisentwicklung für Wohnraum.

Für sozial schwache Personen wird über den öffentlich geförderten Wohnungsbau für Hilfe gesorgt.

Das Eigentumsrecht kann nicht angetastet werden. Der Vermieter darf im freien Wohnungsbau und bei nicht öffentlich geförderten Wohnungen vermieten, an wen immer er das möchte. Die Mietpreisgrenze greift dabei bereits.

Schaltet sich der Staat da bedrohlich regulierend ein, bricht der Wohnugsnmarkt zusammen.

Bei der Wohnunsbelegung regelt die Natur den Wechsel der Bewohner.

Das ältere Ehepaar auf 100 m² war bei seinem Einzug mit 4 Kindern vermutlich einmal genauso jung wie Sie heute!?! 

Zwangsumsiedlungen sind besonders im hohen Alter ein Graus für die Betroffenen!

Der Tod rafft in aller Regel die älteren Wohnungsnutzer bevorzugt dahin, so dass dann wieder diese größeren Wohnungen auch für zahlenmäßig größere Familien bereitstehen.


Sie, als einem nach Ihren Worten "laut Regierung in einem Sozialstaat (lebender Bürger)... oder war das für Ankömmlinge gemeint ? Oh oh... jetzt nicht falsch verstehen ;) Bin sicher nicht ausländerfeindlich, aber wenn für das eigene Volk einfach nichts getan wird, fragt man sich ob man fehl am Platze ist, "

können sich diese Frage nicht nur selber beantworten, sondern mit Fleiß auch Ihr Schärflein zur Änderung Ihrer persönlichen oder auch der wohnwirtschaftlichen Situation aller bedürftigen Menschen in diesem Lande beitragen!

Packen Sie es an!

Wie lautet noch gleich der Wahlspruch hier in unserem Hause:

"Suchst Du Ärger und weißt nicht wie, baue Häuser und vermiete sie!"

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Kommentar von Sensila
29.09.2016, 15:55

Das von Ihnen so genannte  "ältere Pärchen" ist Mitte 30 und die Kinder sind 2 Monate, 7 Jahre, 13 Jahre und 20 J. und sie finden nichts Bezahlbares, außer ihre jetzigen 3 Zimmer für 600 Euro, aber der Platz reicht sicher nicht für die Personenanzahl !

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Es wird auf lange Sicht dazu führen, dass es mehr Obdachlose gibt. 

Viele werden schon jetzt aus den Städten verdrängt. Man weiß kaum noch wohin. 

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Kommentar von Sensila
29.09.2016, 15:35

so sieht es aus ! Warum wird Geld in was weiß ich investiert, wenn es an bezahlbaren Wohnungen mangelt und die wenigen davon werden nun ja nicht  "uns " gegeben :(

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Um die Frage perfekt zu beantworten muss man schon einige Ahnung von der Materie haben. Es gibt aktuell mehrere Auslöser für den hohen Mietspiegel.

Angefangen mit Angebot und Nachfrage, wenn mehr Leute eine Wohnung suchen als auf dem Markt sind kann der Anbieter Natürlich das Angebot so hoch ziehen bis nur noch einige Interesse haben. Durch die wachsende Bevölkerungszahl wird das immer so weiter gehen. Der Andere Grund ist der seit Jahren immer weitere Fallende Zins. Menschen möchten Ihr geld Anlegen durch die Günstigen Kredite möchte jeder ein Haus Kaufen, dadurch das jeder ein Haus Kaufen möchte wird wieder die Nachfrage nach Häusern größer als die Anzahl der verkauften Häuser auch jetzt wird der Verkäufer wieder den Preis solange anheben bis es nur noch wenige oder einen Intressenten gibt. Natürlich möchte aber der Käufer bei der Vermietung seiner neuen immobilie auch einen Gewinn erzielen oder zumindest die Kosten Decken. Durch den Großen bzw höhren Kaufpreis auf die Kreditlaufzeit aufgeteilt entsteht eine höhre Monatliche Tilgung die auf den Mieter verlegt wird. Es gibt unendlich viele Gründe weshalb die Preise steigen und steigen werden. Liegt aber auch an Städten und Dörfen. Durch den Wandel der Geschäftgebiete und die Industrialisierung sterben Jobs wie Bauer und Co aus. Dienstleistungen sind gerade Berufsgruppe Nr. und die gehen nur Dort wo Menschen leben also steigt die Konzentration von Menschen in Städten es werden wieder mehr wohnungen benötigt. Da sind wir dann wieder bei was wird angeboten und was wird nachgefragt. 

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Kommentar von Sensila
29.09.2016, 15:39

... es ging mir auch um nicht sanierte, unrenovierte alte Wohnungen, wo nichts dran gemacht wird, die Miete jedoch bei Neuvermietung ständig angehoben wird !

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Dem Vermieter gehört die Immobilie, er kann bestimmen, wer da einzieht. Das hat nichts mit Sozialstaat oder dergleichen zu tun.

Ein kleines Einkommen heißt noch lange nicht, dass man keine Wohnung findet. Man sollte seine Suche nur seinem Einkommen anpassen und keine überzogenen Vorstellungen haben, wie z. B. die Idee, sich ein Haus mieten zu können.

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Kommentar von Sensila
29.09.2016, 15:23

hallo ? hier sind kleinere Wohnungen teurer als etwas ältere Größere ... und wer zieht in 2 Zimmer für 600 Euro kalt, wenn er für 3 Zimmer nur 550 kalt zahlen müßte ?

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Natürlich wird die Konkurrenz um bezahlbaren Wohnraum härter werden, wenn pro Jahr eine Million Neue dazukommen. Auch wenn die Neuen Engel und Edelmenschen sind. 

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Kommentar von Sensila
29.09.2016, 15:26

eines ist nur fakt : die Mieten steigen und steigen, egal warum und durch wen, jedoch das , was man Einkommen nennt ist gegengerechnet ein Hohn, es steigt nämlich nicht !

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Für die sozial Schwachen gibt es Sozialwohnungen, die einfach nicht in ausreichendem Maße vorhanden sind. Das ist das einzige Problem.

Auf der anderen Seite reguliert der Staat den privaten Wohnungsneubau zu Tode. Es gibt für private Investoren keinerlei Anreize überhaupt zu bauen.

Derart utopische Mieten würde es gar nicht geben, wenn ausreichend Wohnraum zur Verfügung stehen würde.

Im frei finanzierten Wohnungsbau bestimmt die Nachfrage den Preis. Aus diesem Grund wirst Du in München vielleicht 600 € für eine kleine Wohnung zahlen, während Du auf dem Land hierfür eine große Wohnung mieten könntest.

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Kommentar von Sensila
29.09.2016, 15:41

...ich wohne auf dem Land in einem Altbau ( seit mindestens 30 Jahren nichts gemacht ), aber hier ringsherum steigen die Mieten wie in Großstädten !

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Sozialstaat.???........das ich mich nicht schlapp lache.

Aber ich gebe dir recht dem muss ein Ende bereitet werden.

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Kommentar von schelm1
29.09.2016, 16:20

Weshalb um alles in der Welt wollen Sie denn dem Sozialstaat ein Ende bereiten!?! - Leben Sie nicht darin und davon?

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