Miete vertrag?

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7 Antworten

Rein praktisch:

Angenommen, Du stehst am Einzugstermin mit Deinem Kram vor der Wohnungstür. Du klingelst, der Ex-Mieter macht auf und dann sagst Du zu ihm: "Rück mal ein wenig zu Seite, jetzt komme ich!" Oder was?

Du würdest es nicht spaßig finden, jetzt erst eine Diskussion mit ihm darüber anzufangen, dass er bitte sofort das Feld zu räumen hast, denn Du musst jetzt sofort rein, weil Deine Sachen sonst auf der Straße stehen.

Besser wäre es so:

1. Bevor Du Deinen Umzug einem Umzugsunternehmen in Auftrag gibst oder diesen endgültig organisierst, wirst Du beim Vermieter nachfragen, ob die Wohnung zum vereinbarten Zeitpunkt leer und bereit ist für Deinen Einzug. Ist er unsicher oder verneint er das, fängst Du an Dir einen Plan B zu überlegen und umzusetzen.

a) Frage klären, ob Du evtl. noch etwas länger in Deiner Wohnung bleiben kannst und zu welchem Preis. Diesen teilst Du dann dem neuen Vermieter mit.

b) Wenn Du pünktlich raus musst, brauchst Du eine Ersatzunterkunft. Wenn es in Deinem Verwandten-/Bekanntenkreis jemand gibt, bei dem Du vorüber gehend bleiben kannst, mach einen Preis aus, den Du Deinem neuen Vermieter nennst. Überlege dabei auch, wo Dein Hausrat vorübergehend gelagert werden kann. Falls das Kosten verursacht, ebenfalls Mitteilung an den neuen Vermieter.

c) Wenn a und b nicht funktionieren, suchst Du Dir eine vorübergehende Bleibe über Airbnb oder Homecompany (Anbieter für vorüberhende, meist möblierte Unterkünfte). Zusätzlich kannst Du Umzugsspeditionen anfragen, zu welchem Preis sie Deinen Hausrat vorübergehend einlagern können. Preise an den neuen Vermieter. (Alternativ auch Pension oder Hotel für Dich anfragen.)

2. Der Vermieter weiß nun Bescheid und kann seinem "Noch-Mieter" mitteilen, was er zu erwarten hat, wenn er nicht pünktlich die Wohnung verläßt.

3. Wenn nun tatsächlich der von Dir befürchtete Fall eintritt, setzt Du Deinen Plan B um. Gleichzeitig per Einschreiben Mitteilung an den neuen Vermieter mit dem Kostenvoranschlag, der die Kosten pro Tag oder Woche ausweist und in dem Du auch mitteilst, dass Du Teilrechnungen stellen wirst. Frag dabei auch, ob es absehbar ist, wann die Wohnung frei wird. Wenn nicht, drohe mit fristloser Kündigung.

4. Such Dir schon mal eine andere Wohnung und wenn Du eine gefunden hast, teile das dem Vermieter mit und setze ihm eine kurze Frist, innerhalb der er nochmal erklären kann, ob bis zum Zeitpunkt x (Einzugstermin für die Ersatzwohnung) sicher damit zu rechnen ist, dass die Wohnung für Dich frei sein wird.

5. Kann der Vermieter nicht innerhalb der von Dir gesetzten (kurzen) Frist absolut sicher bestätigen, dass Dir die Wohnung bis spätestens zum möglichen Einzugstermin bei der Alternativwohnung zur Verfügung steht, kündigst Du den Mietvertrag fristlos und schließt den neuen ab.

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Ihr Vertrag bestimmt Ihren möglichen Einzugstermin. Verantwortlich für die geräumte Bereitstellung ist der Vermieter. Wäre ein Einzug wegen des Räumungsversäumnisses nicht möglich, können Sie für die Dauer bis zur Räumung auf Kosten des Vermieters eine geeignete Zwischenlösung, z.B in einem Hotel, suchen und auf Kosten des Vermieters Ihre Möbel einlagern. Der Vermieter kann sich diese Kosten für Hotel und Möbeleinlagerung dann vom verspätet ausgezogenen Mieter zurückholen; nicht Ihr Problem. 

Sowas kommt im Hinblick auf die damit einhergehenden Kosten aber äußerst selkten vor. Eher geht der scheidende Mieter ins Hotel uns lagert seine Möbel ein, bis erwas gefunden hat. So erspart er sich die Kosten der Räumungsklage und Schadenersatzansprüche des Vermieters.

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Wenn du am Tag des Mietbeginns noch nicht in deine Wohnung kannst, hat der Vermieter ein echtes Problem. Er ist dir gegenüber dann schadenersatzpflichtig und muss dir die Kosten ersetzen, die dir dadurch entstehen.

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Normalerweise kannst du  zu dem Tag einziehen wie es im Mietvertrag steht. Bleibt nur zu hoffen, dass der jetzige Mieter bis dahin ausgezogen ist.  Sonst wird es problematisch.

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Wenn Mieter und Vermieter unterschrieben haben, dann hast Du einen wirksamen Mietvertrag.

Laut BGB ist der Vermieter verpflichtet Dir zu Mietbeginn die Mietsache zur Verfügung zu stellen und Du bist verpflichtet Miete zu zahlen.

Du kannst z.B. Schadenersatz fordern wenn die Mietsache nicht rechtzeitig zur Verfügung stellen aber auch fristlos kündigen.

Schau mal hier rein:

http://www.frag-einen-anwalt.de/Wohnungsuebergabe-nicht-rechtzeitig---f106661.html

MfG

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Du hast einen wirksamen Mietvertrag und kannst, wenn Dir die Mietwohnung nicht zu Mietvertragsbeginn übergeben wird gegenüber dem Vermieter Schadensersatzansprüche stellen, z.B. bezüglich Einlagerung Möbel, Unterkunft in einer Pension usw. Der Vermieter wird dann diesbezüglich den jetzigen Mieter in Regreß nehmen.

Einziehen kannst Du natürlich nur, sobald die Wohnung durch den Mieter geräumt und an den Vermieter übergeben wurde.

Es ist Sache des Vermieters bei einer Nichträumung gegenüber dem Mieter dann eine Räumungsklage einzureichen.

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Sobald dein Vertrag in Kraft tritt muss der Vormieter die Wohnung auch verlassen - es ist seine Sache sich um eine Wohnung zu kümmern.

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Kommentar von dafee01
20.01.2016, 17:42

Normalerweise ist das so! Nur wenn der Mieter bis dahin nicht ausgezogen ist, kannst man ihn nicht so einfach vor die Türe setzen.

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Kommentar von johnnymcmuff
20.01.2016, 22:25

Sobald dein Vertrag in Kraft tritt muss der Vormieter die Wohnung auch verlassen - es ist seine Sache sich um eine Wohnung zu kümmern.

Zieht der Nochmieter nicht aus, hat sowohl der Nachmieter und auch der Vermieter ein Problem.

Natürlich bekommt man ihn dann per Räumungsklage aus der Wohnung.

Das kann Monate dauern und kostet sehr viel Geld.

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