Frage von FynnMcLane, 68

Miet Recht ?

Hallo, ich habe ein kleines Haus gemietet in dem ich alleine gewohnt habe. Anfang der Miete war 1.1.2015 und Ende der 31.12.2015, grund für die Kündigung war ein irreperabler Wasserschaden der mich am 15. 8. 2015 überraschte. Seit diesem Datum habe ich zu 100 % die Miete gekürzt und eine Hotelkostenübernahme von meiner Versicherung bekommen. Das Haus war laut Gutachter unbewohnbar. Mein Vermieter hat jetzt die Nebenkostenendabrechnung fertig, er hat mir dort die Gebäudeschutz, die Müllabfuhr sowie die Grundsteuer für 12 Monate berechnet. Da mir aber von meinem Vermieter das betreten des Grundstücks und des Hauses verweigert wurde, ich somit Müllabfuhr und Wohnfläche nicht nutzen konnte sehe ich nicht ein diese für 12 Monaten zu bezahlen. Das Haus war laut Gutachter unbewohnbar. Muss ich Grundsteuer, Müllabfuhr und Gebäudeschutz für 12 Monate bezahlen?

Danke Mit freundlichen Grüßen P. Heck

Expertenantwort
von bwhoch2, Community-Experte für Mietrecht, 39

Lese ich richtig? Du hast die Miete zu 100% gekürzt und das Hotel zu 100% bezahlt bekommen und jetzt kriegst Du den Kragen immer noch nicht voll?

Natürlich ist äußerst bedauerlich, was Dir widerfahren ist, aber normalerweise dient die eingesparte Miete dazu, sich eine andere Unterkunft zu finanzieren. Also entweder 100 % Mietkürzung, wenn man z. B. bei Verwandtschaft unterkommt oder Übernahme der Hotelkosten, wenn man gezwungen ist, in ein Hotel zu gehen. Wenn Du also einerseits Dir Miete gespart und somit das Geld für andere Zwecke verfügbar hattest und andererseits in dieser Zeit keine Kosten für sonstige Unterkunft entstanden sind, dann ist das doch schon eine ganze Menge.

Bei den Betriebskosten ist es so, dass die verbrauchsabhängigen Kosten, wie Wasser oder Heizung natürlich auf 0 zurück gehen, wenn Du das nicht brauchst und wenn für Sanierung Wasser und Wärme gebraucht wird, geht das natürlich zu Lasten des Eigentümers, evt. der Versicherung.

Die anderen Kosten, wie Versicherungsprämien, Grundsteuer und Müllgebühren, die bezahlt werden müssen, auch wenn man z. B. keinen Müll macht, sind jedoch unvermeidlich und müssen natürlich weiterhin vom Mieter bezahlt werden.

Da Du Dir immerhin die Miete für 4 1/2 Monate gespart hast, sollte das Dir nicht allzu schwer fallen.

Du hast im Hotel gewohnt. Angenommen Du hättest in dieser Zeit irgendwo eine Ersatzwohnung beziehen können, dann hättest Du dort auch die Kosten für Müll, Grundsteuer, Versicherung etc. gehabt, wie auch für Heizung und Wasser. In diesem Fall wäre an Dir der Verbrauch hängen geblieben, also die Heizkosten und das Wasser, aber die Gebühren, Steuer und Versicherung hätte die Versicherung ebenfalls übernommen.

Demzufolge ist es korrekt, wenn Du die genannten Nebenkosten für das ganze Jahr zahlen musst.

Kommentar von FynnMcLane ,

Danke...

Was heißt ich bekomme den Hals nicht voll? Die Frage war nicht wann ich den Hals voll habe, sondern das ich wissen möchte ob ich die restlichen Monate zahlen muss obwohl ich dort nicht gewohnt habe. 

Kommentar von bwhoch2 ,

Tschuldigung für den Seitenhieb, aber ich glaube, ich habe Dir eine
ausreichende Antwort gegeben, auch wenn sie Dir vielleicht nicht
gefällt.

Kommentar von IGEL999 ,

Es ist einfach so, dass du dich durch die Kürzung von 100 % UND den erstatteten Hotelkosten bereichert hast. 

Rein rechtlich musst du die einbehaltene Miete an die Versicherung weiterreichen. Sonst liegt ein Verdichetungsbetrug vor.

Antwort
von ChristianLE, 38

Im Normalfall zahlt der Mieter diese Kosten unabhängig davon, ob er dort gewohnt hat, oder auch nicht.

In deinem Fall wurde Dir offensichtlich der Zugang verwehrt, so dass diese Kosten ggfs. nicht zu zahlen sind. Letztendlich wäre dies aber immer eine Einzelfallentscheidung und muss von einem Richter beantwortet werden, da die Gesetzgebung derartige Eventualitäten nicht berücksichtigt.

Mir stellt sich aber die Frage, warum Du das Mietverhältnis nicht fristlos gekündigt hast, wenn die Wohnung unbewohnbar gewesen ist? Das wäre hier nämlich möglich gewesen sind.

Bevor Du allerdings einen Fachanwalt oder ähnliches aufsuchst (kostet ja alles Geld), solltest Du erst einmal selbst der Abrechnung widersprechen und ggfs. auch einen Nachweis beifügen, dass Du die Wohnung nicht betreten/nutzen durftest.

Erst wenn sich der Vermieter dagegen sträubt, würde ich einen Fachanwalt aufsuchen.

Kommentar von FynnMcLane ,

Das Problem mit dem widersprechen der Abrechnung ist aber das ich Geld für den benutzen Strom  (trocknungsgerät)von der Versicherung wiederbekomme. Dieses Geld hat mein Vermieter aber anstatt es an mich zu überweisen und dann noch Nebenkosten Geld zu verlangen einfach mit den noch zu zahlenden Betrag der Nebenkosten verrechnet.

Kommentar von bwhoch2 ,

... was sein gutes Recht ist. (s. meine Antwort)

Kommentar von FynnMcLane ,

Ausserdem hieß es während der repertur arbeiten das ich zum 1 .11 wieder hätte einziehen können. Doch dann wurde entschieden da es ein Fachwerk ist das zu viele Balken erneuert werden müssen und sich das der Verteiler nicht leisten kann. Er hat das Haus jetzt verkauft. Versicherung hat wohl nur einen Teilbetrag bezahlt. Das ist der Grund warum ich keinen Gebrauch von meinem sonderkündigungsrecht gemacht habe. 

Antwort
von beangato, 37

Wende Dich damit an den Mieterschutzbund.

Antwort
von hanoj1, 35

würde es bezahlen gibt nur Ärger anwalt und so weiter St alles zeit

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