Frage von KnorxyThieus, 65

Microsoft Office Outlook vs. Outlook.com - was ist besser?

Hallo,

da ich vor einiger Zeit Microsoft Office 2016 erworben habe, beschloss ich, es mir zu gönnen, meine Mails künftig nicht mehr online auf outlook.com, sondern offline mit MS Outlook zu verwalten. Von den hohen Standards anderer Office-Programme beeindruckt, meinte ich, hier müsste dann ja so ziemlich alles möglich sein.

Einen Monat lang teste ich MS Outlook nun schon, doch nicht wirklich stellt sich der erhoffte Erfolg ein: Es gibt zum Beispiel keine einfache Option des Archivierens (https://www.gutefrage.net/frage/wie-kann-ich-unter-outlook-2016-eine-tastenkombi...), der Lesebereich ist starr an das Fenster gebunden, und auch alles andere scheint ziemlich kompliziert (dabei bin ich ziemlich PC-erfahren): So habe ich etwa immer noch nicht herausgekriegt, wie das Datum für die Nachverfolgung anzupassen ist. MS Office ist denkbar schlecht an Cortana & die Windows-10-Apps gekoppelt, sodass beide Erinnerungsfeatures aneinander vorbeiarbeiten, man kann nicht mehr mit Outlook-Aliasen senden, die Kontaktsuche, wenn auch mit einer wahrscheinlich zehnmal so komplizierten GUI wie online ausgestattet, findet nicht einmal Kontakte anhand eines Spitznamens, und und und ...

Ich hege inzwischen recht starke Zweifel, ob dieser Wechsel sinnvoll war.
Ist MS Outlook nur so riesig, dass man sich erst einfinden muss, und mit einer guten Beratung kann ich mich bald gut dort einleben, oder trügt mich mein glänzender Eindruck von MS Office in puncto Outlook, und die Software ist Käse und man wird nie effektiv mit ihr arbeiten können?
Bitte nennt mir eure Meinung (Bitte an der Umfrage teilnehmen!) ...

Sehr wichtig ist mir neben der effizienten Arbeit und genannten Features vor allem auch ein minimalistisches und übersichtliches Design. Wenn ihr meint, eine andere E-Mail-Software (ich habe da wenig Ahnung) würde meinen Anforderungen noch besser gerecht, so könnt ihr diese ebenfalls gerne angeben. Gleich vorweg zur Windows-10-Mail-App: Aufgrund des wirklich stark beschränkten Funktionsumfangs dieser, der fehlerhaften Synchronisation, dem kontrastarmen Design und der unpraktischen Ordnerleiste etc. habe ich diese schnell verschmäht.

Nun bin ich gespannt auf eure Tipps :-)

Mit freundlichen Grüßen,
KnorxThieus (♂)

Antwort
von buma1978, 36

Outlook kann seine Stärken erst voll als Client an einem Exchange Server als Teamsoftware ausspielen. Auch ist Outlook konstruktiv älter als die "freien" Windows 10 Tools und nicht für eine Interaktion mit diesen gedacht. Outlook archiviert gemäß den getroffenen Einstellungen automatisch in die Archiv.pst. Der Lesebereich sollte aus Sicherheitsgründen deaktiviert werden. Das Datum der Nachverfolgung wird bei geöffneter Nachricht unter Optionen-Nachverfolgung-Benutzerdefiniert geändert. Die erweiterte Suche hat bei mir noch immer alles gefunden was in Outlook gespeichert ist. Nur muss man bei den Parametern etwas acht geben wo, was gesucht wird. Es kann natürlich nichts finden von dem es selbst oder Exchange nichts weiß. Vermutlich liegt der Fehler also eher in der Herangehensweise als im Produkt. Für Einzelnutzer ist Outlook etwas überdimensioniert.

Kommentar von KnorxyThieus ,

Hallo,

irgendwie scheinen sich die Vorstellungen von Mail-Verwaltung, wie ich sie aus dem Web kenne, stark von den "professionellen" zu unterscheiden - wieso kann ich so eine große Software nicht genauso einfach nutzen wie einen kleinen Online-Dienst?

Unter dem Archivieren verstehe ich zum Beispiel, dass ich auf eine gleichnamige Schaltfläche klicke, um die Nachricht in den Ordner "Archiv" zu verschieben. Im Gegensatz zu Outlook.com scheine ich bei MS Office hier immer erst auf Verschieben klicken zu müssen.

Der Lesebereich sollte aus Sicherheitsgründen deaktiviert werden.

Wieso denn? Outlook blockiert ja standardmäßig Bilder von unbekannten Absendern, und ich habe noch nie ein Problem damit gehabt.

Das Datum der Nachverfolgung wird bei geöffneter Nachricht unter Optionen-Nachverfolgung-Benutzerdefiniert geändert.

Tut mir leid, ich bekomme es nicht hin ... wo soll den überhaupt der Optionen-Knopf sein? Den im Datei-Hauptmenü wirst du wohl nicht meinen, oder?

Die erweiterte Suche hat bei mir noch immer alles gefunden was in Outlook gespeichert ist. Nur muss man bei den Parametern etwas acht geben wo, was gesucht wird. Es kann natürlich nichts finden von dem es selbst oder Exchange nichts weiß.

Neue E-Mail => Im An-Feld den Spitznamen eintragen => Outlook zeigt nur 2 Mailadressen an, die diesem Spitznamen zugeordnet sind, Outlook.com hingegen alle 6. In den Kontaktdaten dieser Person wird diese spezielle Zuordnung zweier Adressen zum Spitznamen nicht deutlich. Auffällig ist nur, dass die beiden Adressen, die auch MS Outlook bei der Spitznamensuche findet, im Gegensatz zu den anderen vieren die E-Mail-Adresse nicht in runden, sondern spitzen Klammern hinter dem Kontaktnamen enthalten.

Für Einzelnutzer ist Outlook etwas überdimensioniert.

Aber es kann doch eigentlich nicht wahr sein, dass sich das in einer inpraktikablen Bedienbarkeit niederschlägt! :-(

Würdest du mir also zu Outlook.com raten, oder wäre Thunderbird oder etwas ähnliches ein guter Kompromiss, den ich noch testen sollte?

Kommentar von buma1978 ,

Unter dem Archivieren verstehe ich zum Beispiel, dass ich auf eine gleichnamige Schaltfläche klicke, um die Nachricht in den Ordner "Archiv" zu verschieben. Im Gegensatz zu Outlook.com scheine ich bei MS Office hier immer erst auf Verschieben klicken zu müssen.

Eine etwas archaische Vorgehensweise, Outlook setzt als Profisoftware auf automatische Abläufe, dabei ist das Archiv wirklich nur nur die "Alt-Ablage" vorläufig nicht mehr benötigter Nachrichten.

Ordnung wird über eine entsprechende Ordnerstruktur und ein darauf angepasstes Regelwerk erreicht. Ohne das dies weiterer Aktionen des Nutzers bedarf.

Wieso denn? Outlook blockiert ja standardmäßig Bilder von unbekannten Absendern, und ich habe noch nie ein Problem damit gehabt.

Es gibt immer wieder Probleme wie diese: http://www.wintotal.de/sicherheitsluecke-durch-anzeige-von-rtf-dateien-in-outloo...

Mit ausgeschaltetem Lesebereich reduziert sich das Risiko auf Nachrichten die der Nutzer auch wirklich zu lesen gedenkt. Spam mit eventuellem Schadcode kann so ungeöffnet entsorgt werden.

Tut mir leid, ich bekomme es nicht hin ... wo soll den überhaupt der
Optionen-Knopf sein? Den im Datei-Hauptmenü wirst du wohl nicht meinen, oder?

Ich habe hier nur eine ältere Version(2007), daher kann bei Dir die Anordnung anders sein. Bei mir ist "Optionen" jedoch eine Sektion im Ribbon über der Nachricht. Bei 2016 sollte das nicht viel anders sein.

Bezüglich der Spitznamen liegt evtl. ein Defekt vor https://support.microsoft.com/de-de/kb/287623 oder Outlook weiß einfach nichts davon da sie so noch nie verwendet wurden.

Das Urteil zur Bedienbarkeit kann ich so nicht nachvollziehen. Nur wenn man versucht Outlook mit Gewalt einen fremden Pelz anzuziehen, dann kann es schon mal hakelig werden.

Der Prozess zur Softwareauswahl beginnt mit der Erstellung eines Anforderungsprofils, dann wird dieses mit den Spezifikationen der in Frage kommenden Produkte abgeglichen und am Ende wird das praktikabelste in einem Test ermittelt.

Im professionellen Umfeld kann Outlook bestenfalls von Lotus Notes geschlagen werden, da dies (entsprechende Programmierung vorausgesetzt) eine rudimentäre verteilte Vorgangsbearbeitung zulässt. Die Team-Funktionalität von Outlook konnte bisher nur von ähnlich gestalteten Produkten wie Groupwise erreicht werden. Jedoch kann nur MS Office mit einer so breiten Unterstützung durch Anwendersoftware aufwarten. Im professionellen Umfeld daher nahezu immer das Produkt der Wahl.

Thunderbird ist eine gute Wahl wenn es um Unabhängigkeit von den großen Softwareherstellern geht. Das konsequent betrachtet hieße dann aber auch Linux und Libreoffice den Vorzug zu geben.

Beachte aber auch das der Weg von Thunderbird zurück zu MS recht steinig sein kann, so man seine Daten behalten will.

Kommentar von KnorxyThieus ,

Unter dem Archivieren verstehe ich zum Beispiel, dass ich auf eine gleichnamige Schaltfläche klicke, um die Nachricht in den Ordner "Archiv" zu verschieben. Im Gegensatz zu Outlook.com scheine ich bei MS Office hier immer erst auf Verschieben klicken zu müssen.

Eine etwas archaische Vorgehensweise, Outlook setzt als Profisoftware auf automatische Abläufe, dabei ist das Archiv wirklich nur nur die "Alt-Ablage" vorläufig nicht mehr benötigter Nachrichten.

Ordnung wird über eine entsprechende Ordnerstruktur und ein darauf angepasstes Regelwerk erreicht. Ohne das dies weiterer Aktionen des Nutzers bedarf.

Und woher weiß Outlook, welche Mails gelöscht werden dürfen? Ich bin doch derjenige, der weiß, woran ich noch denken muss!

Wieso denn? Outlook blockiert ja standardmäßig Bilder von unbekannten Absendern, und ich habe noch nie ein Problem damit gehabt.

Es gibt immer wieder Probleme wie diese:

Mit ausgeschaltetem Lesebereich reduziert sich das Risiko auf Nachrichten die der Nutzer auch wirklich zu lesen gedenkt. Spam mit eventuellem Schadcode kann so ungeöffnet entsorgt werden.

Na gut ... aber ich finde in meinem Postfach sehr selten wirklich unbekannte Mails. Mein Risiko, meine Entscheidung, nichts für ungut :)

Tut mir leid, ich bekomme es nicht hin ... wo soll den überhaupt der 
Optionen-Knopf sein? Den im Datei-Hauptmenü wirst du wohl nicht meinen, oder?

Ich habe hier nur eine ältere Version(2007), daher kann bei Dir die Anordnung anders sein. Bei mir ist "Optionen" jedoch eine Sektion im Ribbon über der Nachricht. Bei 2016 sollte das nicht viel anders sein.

Ich finde keinen entsprechenden Knopf. So sieht es bei mir aus: https://goo.gl/lfyKVf

Bezüglich der Spitznamen liegt evtl. ein Defekt vor https://support.microsoft.com/de-de/kb/287623 oder Outlook weiß einfach nichts davon da sie so noch nie verwendet wurden.

Okay, ich habe mal die Methode 1 (manuell, da das FixIt-Paket bei mir nicht lief) gewählt und die AutoVervollständigen-Liste geleert. Dies mit dem Erfolg, dass mir jetzt gar keine Adresse beim Eintippen des zugehörigen Spitznamens mehr vorgeschlagen wird. :(

Outlook weiß einfach nichts - wie kann ich es Outlook denn dann beibringen?

Das Urteil zur Bedienbarkeit kann ich so nicht nachvollziehen. Nur wenn man versucht Outlook mit Gewalt einen fremden Pelz anzuziehen, dann kann es schon mal hakelig werden.

Also, Anzahl der Funktionen hin oder her, ich finde, dies müssen übersichtlich aufbereitet werden, sodass die Bedienung ebenso einfach ist, als wären die meisten Funktionen gar nicht da.

Beispiel: Keinen Einrichtungs-Dialog, sondern einfach nur eine Benutzername-Passwort-Abfrage mit einem kleinen Knopf "Erweitert" am Rande. In Word hat MS das ja auch geschafft.

Der Prozess zur Softwareauswahl beginnt mit der Erstellung eines Anforderungsprofils, dann wird dieses mit den Spezifikationen der in Frage kommenden Produkte abgeglichen und am Ende wird das praktikabelste in einem Test ermittelt.

Und deswegen versuche ich erstmal, mich in Outlook vernünftig einzurichten, bevor ich weiter teste.

Lotus Notes & Co. klingen mir dann definitiv zu kompliziert; was die "Untreue" mit Thunderbird angeht, die Benutzerfreundlichkeit steht bei mir noch darüber.

Beachte aber auch das der Weg von Thunderbird zurück zu MS recht steinig sein kann, so man seine Daten behalten will.

Ein guter Hinweis! Von welchen Daten reden wir denn hier? :-)

Antwort
von hunos, 43

Meiner Ansicht nach ist MS Outlook in Sachen Mailverwaltung immer noch unerreicht. Während Word und Excel inzwischen kostenfreie Konkurrenten haben, die in fast nichts nachstehen, habe ich für Outlook noch nichts gesehen bzw. getestet. Archivierung geht innerhalb Outlook gut und außerhalb über outlookdatendateien .pst. Einbindung von Feeds, verschiedenen Postfächern, Aufgabenverwaltung, Kalender. Mal in die Bibo und ein Handbuch ausleihen oder bei youtube gezielt nach deinen Problemen und Tipps und Tricks suchen. Fazit: klar ms Outlook !

Kommentar von KnorxyThieus ,

Hm, das kann doch aber irgendwie nicht sein, dass man zum Bedienen der Software ein Handbuch benötigt? Bei Word & Co. erübrigt sich das ja auch!

Abgesehen davon vertrete ich die Meinung, dass es sich genau andersherum verhält mit der Ersetzbarkeit: Mit OpenOffice und LibreOffice mag technisch annähernd die MS-Office-Funktionalität erreicht werden können, doch dies auf weitaus inkomfortablerem Wege.
Was ist eigentlich mit Programmen wie Thunderbird? Sind die generell zu empfehlen?

PS: Bitte benutze doch die Umfragen-Funktion!

Kommentar von hunos ,

Thunderbird hatte ein paar Schwachstellen bei meinem letzten Test. Open Office ein paar kleine bei calc ansonsten gut. Msg-Dateien und andere Progs vertragen sich nicht so gut und Anhänge in Anhängen speichert ms Outlook besser als andere. Letztlich auch eine Frage wie die software Umgebung sonst so ist.

Kommentar von hunos ,

Achso und wer meint er kann Word Profi-like benutzen ohne Handbuch, der wird erstaunt sein was er bisher noch nicht kannte.

Kommentar von KnorxyThieus ,

Genau, es ist ja weniger eine Frage der Fehleranfälligkeit, die ja heutzutage eh überall relativ gering sein sollte, sondern viel mehr eine Frage der Benutzerfreundlichkeit, also, wie übersichtlich die GUI ist, wie einfach die Funktionen zu benutzen sind etc.

Achso und wer meint er kann Word Profi-like benutzen ohne Handbuch, der wird erstaunt sein was er bisher noch nicht kannte.

Das kann ich nicht so einfach beurteilen, nur kann ich sagen, dass ich gesuchte Funktionen bei MS Office durch Googeln bisher mehrmals viel schneller entdeckt und verstanden habe als bei Libre/OpenOffice.

Kommentar von hunos ,

Ja letzteres stimmt wohl wegen der höheren User Zahl auch erklärbar

Kommentar von KnorxyThieus ,

Na ja, spätestens, wenn ich die Formeleditoren vergleiche, liegt es aber ganz klar auch an deren GUI ...

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community