Mich hält absolut nichts mehr, was tun?

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11 Antworten

Du bekommst von mir ein Like (Daumen hoch), dass du in einer Klinik bist. Du bist volljährig. Nutze jede Minute, den wichtigsten Akteur in diesem Spiel besser kennenlernen: dich selbst! Selbsterkenntnis hilft Dir enorm dabei, mit allen möglichen Herausforderungen des Lebens, mit anderen Menschen oder den eigenen Stimmungen besser klarzukommen. Die Schmerzen hören auf und die Depressionen verschwinden. Das Leben wird viel freundvoller und die Selbsterkenntnis hört auch nie auf. Je mehr Du über dich selbst herausfindet, desto spannender wird es. Nur wenn du dich selbst sehr gut kennst, weißt dann auch was dir Spaß macht. Stelle Dir einfach drei Fragen: „Wer bin ich?“, „Was kann ich gut?“ oder „Wo liegen meine Engpässe auf dem Weg zu mehr Glück und Zufriedenheit?“ „Empfinde ich mich als Opfer in diesem Leben oder als Macher und Gestalter?“ Wer sich als Opfer anderer Menschen, der Umstände, seiner Krankheit, der Politik oder der Wirtschaft sieht, der schwächt sich allein durch diese Einstellung und schadet sich damit selbst. Nicht falsch verstehen: Natürlich wird vielen von uns übel mitgespielt. Manchmal kommen wir einfach auch unter die Räder größerer Entwicklungen, über die wir wirklich keinerlei Einfluss haben. Manchmal haben wir durch unsere Taten und Unterlassungen selbst unseren Anteil an unseren Schwierigkeiten gehabt. Und oft können wir wirklich überhaupt nichts dafür. Aber es hilft ja nichts: So ist das Leben nun mal. Es geht an dieser Stelle nicht darum, wer Schuld an meiner Misere hat. Es geht darum, wie ich es erreiche, dass es mir wieder besser geht. Wer unzufrieden mit seinem Leben ist, stelle sich folgende Frage: „Worauf will ich meine Aufmerksamkeit und Energie verwenden?“ Ich kann mich darauf konzentrieren, wie schwer ich es habe, wie gemein die anderen sind, wie fies die Welt ist und dass ich ja doch nichts machen kann. Damit gebe ich mich und mein Leben auf, ich mache mich selbst zum Opfer und ich zementiere damit meine Handlungsunfähigkeit und Ohnmacht. Natürlich macht das niemand mit Absicht oder aus Blödheit. Natürlich nicht. Das spielt aber keine Rolle – die Wirkung ist die gleiche. Die bessere Alternative: Ich konzentriere mich wieder und wieder darauf, was ich selbst tun kann, um meine Situation zu verbessern. Das ist oft schwer, anstrengend und kostet Überwindung. Aber es setzt auch plötzlich Energie frei. Etwas zu unternehmen fühlt sich 1000x besser an, als sich ohnmächtig und hilflos zu fühlen. Und man kann immer etwas tun, wenn man konsequent nach Lösungen sucht und systematisch die eigenen Möglichkeiten ausreizt. Dadurch nehme ich automatisch mein Leben in die Hand und werde zum Macher. Kein Therapeut kann Dir helfen, wenn Du nicht bereit bist, Dir helfen zu lassen. Wie so eine Hilfe aussieht: Therapeuten helfen Dir dabei, Dich wieder besser zu spüren, damit Du rechtzeitig gut für Dich sorgst. Noch anders gesagt: Erwarte nicht von den anderen oder der Welt um Dich herum, dass sie sich ändert. Ändere Du etwas. Ändere Dich. Ändere Deine Einstellung zu Dir selbst. Nimm Dein Leben in deine Hand. Nur Du kannst wissen, was Dir guttut. Lebe Dein Leben und nicht das Leben, dass andere Dir vorgeben. Sei einfach Du selbst. Die Opferrolle zu verlassen, bedeutet Eigenverantwortung zu übernehmen. Damit meine ich, dass es zuallererst die eigene Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass es Dir gut geht. Und dass Du Dir darüber bewusst bist, dass Du Teil eines Systems bist, dass Du mitgestalten kann. Ob das nun in der eigenen Familie, in der Firma oder in der Gesellschaft ist. Nur Du allein bist verantwortlich für die Dinge, die Du veranlasst, die Du unterlässt und die zu zulässt. Verhalte Dich stets so, dass es Dich nicht verletzt, wenn Dein Verhalten andere verletzt, ist es deren Problem. Du hast das Recht, Dein Verhalten nicht zu rechtfertigen. Du hast das Recht, die Verantwortung für die Probleme anderer Menschen abzulehnen. Du hast das Recht Deine Meinung und Deine Wertvorstellungen zu äußern. Du hast das Recht, jederzeit Deine Meinung zu ändern. Du hast das Recht, nein zu sagen, ohne Dich schuldig zu fühlen. Von Herzen ganz liebe Grüße

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Du musst lernen für dich zu leben. Nicht für andere. Es ist dein leben. Irgendwann findest du einen Menschen den du liebst und der dich liebt so wie du bist. Dann bist du nicht mehr alleine. Bis dahin kämpfe gegen deine Probleme. Nimm Hilfe an. Arbeite in der Klinik mit und erwarte keine Besserung über nacht. Das dauert leider😞. Aber gib nicht auf. Alles Liebe!  

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Zuest ☝Mach dir Therapie weiter.Ich hatte auch niemanden in der Klinik.War alleine,die Leute haben mich (wie immer)gemieden.Trotzdem blieb ich dort 2 Monate.Ich meine du bist dort,damit es DIR besser geht,es geht um dich.Also zieh das jetzt bitte.Und meine Familie ist mich auch ja auch kaum besuchen gekommen. Meine Schwester war nur zweimal dort,meine Ma nur wenige Male und mein Bruder gar nicht.Weißt du wieso?Weil sie den Ort nicht mochten und es nicht ertrugen mich dort zu sehen.
Ansonsten kann ich dir nur Raten weiter zu machen.Keine Ahnung ob's besser wird.Aber das wirst du nur erfahren,wenn du weiter machst.
Ich wünsche dir zumindest alles Gute.Hoffentlich klappt es doch noch in der Klinik:)

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Ruf deinen Bruder an, er soll dich besuchen kommen. Sag ihm, dass du ihn gerade brauchst. Ansonsten hör auf die Therapeuten und Psychologen und arbeite brav mit. Sei dir selbst was wert, auch ohne die anderen.

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Es gibt zwei Dinge die du tun kannst entweder wovon ich dir abrate oder nur wenn du es komplett durchdacht hast bring dich um oder die viel besser Lösung ist lerne dich selbst zu lieben denn dann werden dich alle anderen auch lieben weil im Grunde hassen 99% aller Menschen sich in Wirklichkeit selber auch wenn du es nicht siehst

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Solange du nicht mit dir selbst alleine sein kannst ohne dich schlecht zu fühlen, wirst du niemals ein wirklich gesunder Mensch sein - traurig dass deine Therapeutin das offenbar anders sieht. In schlechten Zeiten ist es sogar manchmal ratsam, Abstand zu nehmen und sich wieder innerlich zu sammeln - weil der Kontakt zu anderen Menschen, wenn man gerade so mit sich selbst im "Krieg" ist, eigentlich nur schädlich sein kann. Gerade bei Borderline.

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Weiterkämpfen, ich war auch in der Psychiatrie bin aber raus weil es nocj viel.schlimmer wurde wie im gefängnis. Mich gibts auch noch :)

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Ich glaube viele mit Depressionen erleben das gleiche. Wenn du drauf und dran bist aufzugeben, dann denke immer daran dass du es für dich tust!

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Hilfe annehmen. Nicht alles von Vornherein ablehnen. 

Du kannst keine Wunder erwarten. Du brauchst viel Geduld. 

Ich weiß ja nicht, wie lange du schon darunter leidest. Aber da gibt es nun mal keinen Schalter, den man umlegen kann und die Welt ist in Ordnung. 

Und wenn du dich von anderen Menschen distanzierst, wird es Zeit, dir neue Freunde zu suchen. Das kann man auch in einer Klinik. 

Ich war selbst in der Psychiatrie und habe da Freundschaften geschlossen. Obwohl ich eher der Einzelgänger bin, hat es mir Spaß gemacht, mich mit anderen zu unterhalten. 

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Der Sinn des Lebens ist Leben ~ Casper

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Mach deine Therapie weiter und gib dir Zeit. Aber für die Veränderung bist letztendlich du zuständig. Nimm dein leben in die Hand und bau dir was eigenes auf und wenn du dich nicht verkriechst wirst du auch Freunde finden . Man lebt nur einmal . Mach das beste daraus und lerne die schönen seiten des lebens zu entdecken

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