Methode zur herstellung von Biodiesel mit Rapsöl, KOH/CaO und Methanol?

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2 Antworten

Wenn man Wikipedia glauben kann brauchst Du für die basische Umesterung Methanolat als Katalysator. KOH/CaO nutzen vermutlich nicht viel, weil die den Ester möglicherweise eher aufbrechen statt umzuestern. Du könntest versuchen etwas Methanolat herzustellen indem Du etwas Lithium aus einer Lithiumbatterie gewinnst und dieses zum Methanol hinzugibst. ACHTUNG: Die Batterie bitte nur im Freien öffnen da Brandgefahr besteht. Das Lithium bitte auch nur im Freien zum Methanol zugeben, da Wasserstoff entsteht.

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Kommentar von ThomasJNewton
25.05.2016, 00:13

Wobei das Methanolat dann kein Katalysator wäre, sondern ein energetisch aufgewerteter Reaktionspartner.

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Die alkalische Trennung von Estern (darunter Fette) nennt man Verseifung, und sie ist eine Einbahnstraße.
Da die Säure als Carboxyl-Anion vorliegt, ist die Gegenreaktion, also die (Rück-)Bildung von Estern unmöglich.

Die saure Esterhydrolyse ist dagegen eine Gleichgewichtsreaktion, Ester trennen sich in Säure und Alkohol und bilden sich wieder daraus.
Und natürlich nicht unbedingt so, wie sie vor der Trennung mal zusammenhingen.

Wenn du also Fett, Methanol und eine möglichst wasserfreie Säure zusammenkippst und erwärmst, wirst du alle möglichen Ester bekommen, darunter sicher einige % Biodiesel, also Fettsäure-Methyl-Ester.

Wenn du uns das Rezept verschweigst (was dein Fehler ist) und auch wenig Ahnung von Chemie hast (was nicht deine Schuld ist, sondern wohl eher am Alter liegt), dann kann man dir auch nicht wirklich sagen, wo dein Fehler liegt.

Und noch was: Die "Lagen" nennen sich "Phasen". Sowas sollte man spätestens dann wissen, wenn man etwas gefährlichere Experimente angeht.
Womit ich nicht sagen will, dass dein Experiment harmlos ist. Nichts mit konzentrierten Basen ist harmlos.
Aber gefährlich gibt es in Abstufungen, und KOH ist da eher Stufe 3 auf der nach oben offenen Skala.
Kostet nur ein Auge, oder zwei, nicht das Leben.

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