Frage von HundeFan0123, 95

Warum verhält sich mein Hund so merkwürdig?

Hallo liebe Community :)

Ich hoffe, dass einer von euch, irgendeine Ahnung hat, was mit meinem Hund los ist. Ich weiß, dass ihr ihn nicht kennt und nicht wisst wie er sich sonst verhält und so, aber ich hoffe trotzdem, dass ihr mir irgendwie helfen könnt.

Mein Hund ist schon alt, das muss ich auch dazu sagen. Er ist ein Schäferhund und 12 Jahre alt, hat Probleme mit seinen Beinen (Arthrose) und ein schwaches Herz. Meine Angst ist, dass er sich in letzter Zeit sehr merkwürdig verhält.

Es ging ihm am Anfang nicht gut, da mein Opa letztes Jahr verstorben ist, dass hat ihn sehr mitgenommen, weil er sein bester Freund war und seit 1 Woche geht das jetzt so, dass er in der Nacht herumgeht und hechelt, die ganze Nacht und das beginnt immer, wenn ich in mein Zimmer gehe und schlafe. Die ganze Zeit ist nichts und kaum bin ich weg, geht es dann die ganze Nacht so. Meine Mutter meint auch, dass er Angst vorm Esszimmer/Vorzimmer hat, das meidet er in der Nacht in letzter Zeit total, der liegt nur im Wohnzimmer und er ist sehr liebesbedürftig in letzter Zeit, vor allem bei mir. Seitdem mein Opa nämlich gestorben ist, bin ich so in der Art seine nächste Bezugsperson, eben weil mein Opa nicht mehr da ist und ich mich auch die meiste Zeit um ihn kümmere. Und wenn wir vom Gassi gehen zurückkommen, dann geht er mir nur hinterher. Also wenn ich beim Tisch kurz stehe, dann steht er auch beim Tisch und legt sich dann auch meistens hin und kaum gehe ich weg, geht er mit. Er will auch in letzter Zeit nicht wirklich alleine bleiben, das ist meiner Mutter aufgefallen.

Wir wissen zwar, dass etwas nicht mit ihm stimmt, aber wir wissen leider nicht was. Wir wissen zwar, dass er der Nächste ist, der jetzt dann von uns geht, aber wir hoffen halt, dass es nicht wegen dem ist.

Ich hoffe, dass ihr mir vielleicht sagen könnt, was ihm fehlt oder sowas ähnliches.

Danke im Voraus =)

Antwort
von michi57319, 39

Du hast sehr große Klarheit darüber, was passieren wird. Das ist gut, aber dennoch wird der Tag X extrem schwer werden. Ich hab es erlebt.

Dein alter Freund braucht und suchtNähe. Weil es ihm nicht gut geht. Schwache Tiere suchen generell die Nähe der Stärkeren im Rudel, das ist reiner Instinkt.

Kannst du mal zum TA fahren und ihn noch mal untersuchen lassen, ob vielleicht andere Herzmedikamente helfen, daß es ihm besser geht?

Kannst du ihm einen Platz in deinem Zimmer herrichten, so daß er während der Nacht auch in deiner Nähe sein kann?

Ich wünsche dir, daß dein Freund noch ein bischen gute Zeit hat. Mach sie ihm so schön, wie es möglich ist.

Alles Gute für euch.

Kommentar von HundeFan0123 ,

Ist sicher schwer gewesen :(
Aber ich hab jetzt in kurzer Zeit 2x einen Todesfall mitmachen müssen. Das war wirklich nicht einfach. Und bei ihm wird es wahrscheinlich genauso schwer sein.

Meine Mutter hat ihm jetzt in ihren Zimmer einen Platz gemacht und da hat er auch geschlafen. Er ist zwar nur 2x aufgestanden, aber er hat trotzdem geschlafen :)

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 32

Ich würde mit ihm zum Tierarzt gehen und ihn buchstäblich "auf Herz und Nieren" testen lassen. (Herz, Blutdruck, Nieren, Leber)

Gerade bei so alten Hunden muß man manchmal die Medikamente (so sie welche bekommen) neu einstellen, dann gehts den ergrauten Fellnasen auch wieder altersgerecht gut.

Kommentar von HundeFan0123 ,

Also wir waren beim Tierarzt. Es ist doch nicht so besser geworden. Sie hat Blut abgenommen und hat gesagt, dass das Blut für einen 12-jährigen Hund sehr gut aussieht. Sie denkt, dass es vom Herzen kommt und hat uns jetzt leichte Herzpulver gegeben und wenn es nicht besser wird, wird sie sich dann die Schilddrüse von ihm anschauen. Aber ja, mal schauen, was rauskommen wird :)

Kommentar von Berni74 ,

Super. Ich wünsch Euch, daß die Ursache bald gefunden wird. Vielleicht wirds ja mit den Herzmedis schon besser. Würde mich sehr freuen!

Kommentar von HundeFan0123 ,

Ja. Also die Medikamente helfen wirklich sehr. Hat zwar lange gedauert bis es angefangen hat zu wirken (eh klar. alles braucht seine Zeit), aber es hilft zum Glück. Es gibt zwar hin und wieder max. 1 oder 2 Nächte wo er herumspazieren geht, aber es hilft wirklich sehr. Er schläft jetzt zum Glück wieder in der Nacht und hechelt zum Glück nicht mehr : )

Kommentar von Berni74 ,

Das freut mich wirklich! Ich kenne das von meinen Mädels, als sie dann älter waren und Herzprobleme hatten. Es ist ein Segen, wenn man weiß, daß sie endlich wieder Schlaf finden :-)

Antwort
von Dackodil, 27

Der Hund merkt, daß er nicht mehr im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Das macht ihn verletzlicher und in freier Wildbahn wäre er sehr gefährdet.
Deshalb sucht er nun den Schutz eines starken Rudelmitglieds und das bist du. Nur in deiner Nähe fühlt er sich sicher und kann entspannt schlafen.
Wie schon einige andere hier würde ich vorschlagen, daß der Hund bei dir im Zimmer schlafen darf.

Das Hecheln kann mehrere Ursachen haben, die auch kombiniert auftreten können.
Da du ja schon von seiner Arthrose weißt, hat er sicher mal mehr mal weniger Schmerzen und es ist ein Schmerzhecheln.
In dem Alter haben viele Hunde Herzprobleme. Dann wird die Luft manchmal knapp, vor allem bei Anstrengung oder Aufregung, und dann hechelt ein Hund auch.
Auch Aufregung und Verunsicherung kann zu hecheln führen.

Am besten stellst du ihn noch mal beim Tierarzt vor.
Der kann zwar auch keinen jungen Hüpfer mehr aus ihm machen, aber seine Altersbeschwerden und Schmerzen ein Stück weit lindern.

Euch beiden alles Gute. Genieße die kostbare Zeit mit deinem alten Hund. In diesem Lebensabschnitt entsteht eine ganz besondere Verbindung zu einem Tier.

Kommentar von HundeFan0123 ,

Bei mir im Zimmer liegen wird schwer, da er sich nie reingetraut hat und sich immer noch nicht traut.

Aber meine Mutter hat ihm in ihrem Zimmer einen Platz freigemacht, er ist zwar nur 2x aufgestanden, aber er hat trotzdem normal geschlafen : )

Danke für die netten Worte : )

Antwort
von Buddhishi, 47

Hallo,

Du hast ja schon einige gute Tipps bekommen hinsichtlich des Verhaltens und eventueller Änderungen. Was ich auch gut fände, wenn er die Nacht bei Dir verbringen könnte.

Antworten möchte ich aber hinsichtlich der Herzschwäche und der Arthrose. Denn das Hecheln, kann durchaus mit der Herzschwäche zu tun haben. Ich hatte auch schon zwei Hunde mit Herzschwäche im Alter und konnte ihnen mit homöopathischen Mitteln ganz gut helfen.

Es gibt jedoch unterschiedliche Mittel, die in Frage kommen können, so dass ich nicht einfach ein Mittel empfehlen kann. Wenn Du Deinem Hund hier helfen möchtest, kannst Du entweder zu einem Tierheilpraktiker gehen oder Dir das Buch 'Unsere Hunde gesund durch Homöopathie' von H. G. Wolff besorgen.

Bei Arthrose sollte ein Hund übrigens möglichst Weizenfrei ernährt werden. Da gibt es u. a. bei Freßnapf auch gutes Trockenfutter.

In diesem Buch sind auch Tipps bei Arthrose angegeben. Außerdem habe ich gute Erfahrungen mit den Tellington-Touches von Linda Tellington-Jones gemacht. In dem Buch von ihr 'Tellington-Training für Hunde' ist alles auch für Laien bestens beschrieben.

Ich wünsche Dir und Deinem Hund alles Gute.

Buddhishi


Kommentar von HundeFan0123 ,

Schlafen bei mir im Zimmer wird schwer, da er sich bis heute nicht reintraut, aber meine Mutter hat ihm in ihrem Zimmer einen Platz gemacht und da hat er gut geschlafen : )
Er ist zwar nur 2x aufgestanden, aber war trotzdem dann ruhig.

Hmm... Danke für die Hinweise, werde das mal versuchen : )

Danke für die lieben Worte : )

Kommentar von Buddhishi ,

Gerne :-)

Antwort
von Ninni381, 49

Hi HundeFan, das ist wirklich eine sehr traurige Geschichte. Meine letzte eigene Hündin war ein DSH-Mix, und sie orientierte sich ebenfalls an einer festen Bezugsperson (nur an mir). Der Verlust wird deinem Hund sehr schwer zu schaffen machen, doch zumindest hat er wohl jetzt dich als neues Herrchen/Frauchen auserkoren.

Die Vermeidung von Ess- und Vorzimmer könnte am Untergrund liegen; wenn dort eine glatte Oberfläche verlegt ist, kann er darauf nicht mehr gut Halt finden und wird deswegen Teppichboden bevorzugen.

Könntest du ihn zum Schlafen eventuell probeweise mit in dein Zimmer nehmen, und ihm dort ein gemütliches Plätzchen anbieten? Das durfte er vielleicht bei deinem Opa auch, und er vermisst nun des Nachts schrecklich diese gewohnte Nähe.

Er ist ein alter Hund, und jetzt dein ganz besonderer Schatz; gib ihm weiterhin ganz viel Liebe und Geborgenheit. Es ist großartig, wie du dich um ihn sorgst und dir Gedanken machst. Alles Liebe von Herzen, und eine wunderschöne verbleibende Zeit euch beiden!!!

Kommentar von HundeFan0123 ,

Er hat sich auch nicht mehr wohl gefühlt drüben. Und von meiner Oma habe ich sogar gehört, dass er ihn letztes Mal gesucht hat. Eh klar, die merken das ja auch.

In Ess-& Vorzimmer sind Teppichböden, da er glatte Oberflächen nicht wirklich mag und generell immer ausrutscht.

Er geht leider nie in mein Zimmer, er ist immer nur "reingeflüchtet" wenn unser Kaninchen geklopft hat :'D , da war er ein kleiner Schisser. Aber meine Mutter hat ihm in ihrem Zimmer einen Platz freigemacht und er ist zwar nur 2x aufgestanden, aber sonst ist er gelegen und hat geschlafen.

Danke für die netten Worte : )

Kommentar von Ninni381 ,

Super, dass er jetzt wieder Ruhe in der Nacht findet. Und es ist auch wirklich total lieb von deiner Ma, dass er nun mit in ihr Schlafzimmer darf. Dein Schatz hat, nach seinem schweren Verlust, letztendlich doch ein sehr großes Glück gehabt, bei einer so tollen und verständnisvollen Familie "gelandet" zu sein!

Kommentar von HundeFan0123 ,

Aso. Du denkst, dass der Hund meinen Opa gehört hat?

Sorry, aber wenn ich das so geschrieben habe und man es so versteht, dann tut mir das leid :/

Der Hund gehört eigentlich meiner Mutter und er war öfters bei meinem Opa drüben, generell damit mein Hund nicht den ganzen Tag alleine ist und damit mein Opa auch rausgeht an die frische Luft und auch nicht den ganzen Tag zuhause sitzt.

Aber es ging ihm auch nicht gut als mein Opa krank geworden ist, da hat mein Hund extrem viel und schnell abgenommen, er hat sich auch nicht mehr wohl gefühlt drüben, weil er nicht wusste, wo er sich hinlegen sollte. Er hat zwar jetzt wenigstens wieder zugenommen, aber ja, laut Waage ist es trotzdem leider ein bisschen zu wenig.

Und es ist leider nicht besser geworden mit dem Hecheln in der Nacht :/ 

Er ist sehr schreckhaft in letzter Zeit, kaum kommt nur ein "Klack" von irgendwo, ist er hellwach, dann würde er aufstehen und weggehen. Und wir waren eh schon beim Tierarzt. Sie hat ihm Blut abgenommen und hat gesagt, dass das Blut für einen 12-jährigen sehr gut aussieht und sie denkt, dass es vom Herzen kommt. Deswegen haben wir jetzt Herzpulver bekommen und wenn es nicht besser wird, wird sich die Tierärztin die Schilddrüse von ihm ansehen. Naja, schau ma mal, was rauskommen wird.

Aber er legt sich auch so ins Schlafzimmer rein, so dass er nicht ins Wohnzimmer rausschauen muss. Ich weiß nicht. Meine Mutter denkt, dass er draußen vielleicht irgendwas gesehen hat oder so, was ihn halt sehr geschreckt hat. Kann auch sein. Naja, hoffentlich wird es besser.

Und sorry, dass ich das so falsch geschrieben habe :/

Kommentar von Ninni381 ,

Du hast die Lage wirklich sehr gut beschrieben, ich habe es nur ein bisschen falsch verstanden:-) Schäferhunde sind in der Regel unheimlich sensibel, und dein Hund ist es auf jeden Fall.

Starkes Hecheln, welches nicht krankhaft bedingt ist, würde ich generell zunächst mit Durst, Schmerzen, zu warmer (Raum-)Temperatur oder Harndrang deuten. Es kann natürlich auch immer die Psyche mit hereinspielen.

Weißt du, ob seine Augen in Ordnung sind? Diese Fokussierung auf Geräusche kommt mir von jenen Tieren bekannt vor, welche schlecht bis gar nicht sehen können. Vielleicht ist aber auch die nächtliche Dunkelheit im Zimmer ein Angst-Faktor für ihn.

Ich möchte euch wirklich keinen weiteren Tierarzt-Stress zumuten; beim nächsten Termin würde ich jedoch mal nachsehen lassen, ob mit Zähnen und Augen soweit alles in Ordnung ist.

Ich habe mich beruflich und privat schon mit vielen großartigen Tieren beschäftigen dürfen, und kann deine Sorgen absolut nachvollziehen. Man ist manchmal sehr hilflos, weil man ja nicht einfach direkt beim Liebling nachfragen kann, was ihm denn fehlt.

Hoffentlich findet ihr die Ursache heraus, und vielleicht hilft ja auch das neue Pulver. Toll, dass zumindest die Blutwerte so gut sind!

Kommentar von HundeFan0123 ,

Ja. Also die Medikamente helfen wirklich sehr. Hat zwar lange gedauert bis es angefangen hat zu wirken (eh klar. alles braucht seine Zeit), aber es hilft zum Glück. Es gibt zwar hin und wieder max. 1 oder 2 Nächte wo er herumspazieren geht, aber es hilft wirklich sehr. Er schläft jetzt zum Glück wieder in der Nacht und hechelt zum Glück nicht mehr : )

Also er müsste eigentlich gute Augen haben, keine Ahnung was ihn da erschreckt hat oder es kann ja auch gewesen sein, weil es ihm nicht gut ging und immer bei uns in der Nähe war um von uns Hilfe zu bekommen. Vielleicht war es deshalb so ein Grund warum er nicht mehr draußen sein wollte. Er ist halt jetzt ein alter Herr, der jetzt viel mehr Knuddeleinheiten möchte, als er es je wollte, aber ja, was tut man den nicht alles für unsere 4-beinigen Freunde : )

Kommentar von Ninni381 ,

Hi, das sind ja fantastische Neuigkeiten!!! Wie schön, dass es dem Jungen nun so viel besser geht. Ich freue mich wirklich total für euch, und wünsche euch allen weiterhin alles Gute, Gesundheit und ganz, ganz viel Kuschelzeit:-)))

Antwort
von Mirarmor, 35

Hallo,

könnte er vielleicht einfach in einem Körbchen in deinem Zimmer schlafen, damit er nachts nicht allein ist?

Vielleicht hat er das Gefühl, mit deinem Opa ein Rudelmitglied verloren zu haben und jetzt muss er aufpassen, dass nicht noch eins verloren geht. :-(

Oder er hat gespürt, dass du das Kind bist und gedacht, bisher hat dein Opa sich um dich gekümmert und jetzt muss er sich um dich kümmern. Du solltest nicht unbedingt viel Mitleid zeigen, wenn er dir hinterher kommt oder hechelt. Also nicht dauernd runterbeugen und mit hoher Stimme jammernd sowas wie Du Armer sagen. Sowas verunsichert Hunde letztlich nur noch mehr. Sei lieber sanft, aber ruhig und selbstbewusst. Wenn er ruhig liegt, dann sag lieber Guter Hund, alles gut.

Also nicht dass der Hund die Worte versteht, aber den Tonfall. :-)

Tut mir sehr leid wegen deines Opas. :-(

Ich hoffe, ihr habt euren Hund noch lange!

LG

Kommentar von HundeFan0123 ,

Problem ist nur, dass er nie zu mir ins Zimmer kommt. Er ist nie reingegangen, außer ein paar Mal, als unser Kaninchen geklopft hat, da war er ein kleiner Schisser :'D

Aber er traut sich auch generell nicht. Er schaut nur von weitem rein, aber wirklich drinnen ist er nicht. Meine Mutter hat ihm jetzt in ihrem Zimmer einen Platz freigemacht. Er ist zwar nur 2x aufgestanden, aber sonst ist er gelegen und hat geschlafen.

Antwort
von 1ManekiNeko1, 46

Er ist halt schon recht alt. Er wird nichtmehr lange zu leben sein. Mach Dich einfach damit vertraut!. Seine Stunden sind gezählt!

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